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Experten-Warnung ungehört"Columbia" schlug Leck

14.02.2003, 06:34 Uhr

Gas im linken Fahrwerkschacht war offenbar die Ursache des "Columbia"-Absturzes. Zwei Tage vor der Katastrophe hatte ein NASA-Experte auf diese Gefahr hingewiesen.

Der Raumfähre "Columbia" ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Bruch oder ein Riss an der linken Tragfläche zum Verhängnis geworden. Dieses vorläufige Ergebnis teilte die unabhängige Untersuchungskommission in Houston (Texas) mit.

Die hohen Temperaturen am linken Flügel beim Eintreten der Fähre in die Erdatmosphäre seien nach ersten Untersuchungen auf so genanntes Plasma im Fahrwerkschacht zurückzuführen. Das Gas sei durch einen Bruch in der Außenhülle der Fähre eingetreten. Anders als zunächst angenommen habe das Fehlen einer Hitzekachel nicht ausgereicht, um die hohen Temperaturen zu erreichen, die beim Landeanflug gemessen wurden.

Erst jetzt wurde bekannt, dass ein NASA-Ingenieur zwei Tage vor dem Absturz der Raumfähre vor einer möglichen Katastrophe gewarnt hatte. In einer von der NASA veröffentlichten E-Mail verwies der Experte auf die möglichen fatalen Folgen einer Überhitzung des Fahrwerkschachtes. Die Bodenzentrale sei jedoch zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe, sagte Flugdirektor Milt Heflin.

Die "Columbia" war am 1. Februar kurz vor der Landung abgestürzt. Dabei kamen alle sieben Astronauten ums Leben.

Absturz der Raumfähre Columbia