Archiv

Es gibt Außerirdische, oder?"Alien Hunter" ist "Akte X" auf Crystal Meth

26.06.2018, 21:22 Uhr
imageVon Thomas Badtke
image
Courtney glaubt ihren Augen nicht. (Foto: Tiberius)

Brock ist ein Meth-Head - und er kann dadurch Aliens sehen und hören. Er erwartet eine Invasion und ist vorbereitet. Die Gruppe Camper im angrenzenden Wald ist es nicht. Das nimmt kein gutes Ende - aber der Film macht Spaß!

A: "Graue Aliens sind auf der Erde am weitesten verbreitet." B: "Ja, weißt du, ich weiß sehr viel über Geschichte, aber aus der Schule." A: "Ja, das ist schon der erste Fehler." C: "Genau, weil man vom Fernsehen viel mehr lernt." So stellt man sich eine Lagerfeuer-Diskussion mitten in der Nacht vor, oder nicht? Man sollte nur noch wissen, dass mindestens einer Alkohol intus hat und ein weiterer stoned ist. Am Morgen wird nur noch einer der drei Debattanten am Leben sein.

image
"Alien Hunter" ist bei Tiberius erschienen. (Foto: Tiberius)

Was die drei und ein paar weitere Mädels nicht wissen: In dem Wald, in dem sie gerade campen und in dem es einen geheimen Marihuana-Schatz geben soll, verschwinden immer mal wieder Menschen. Für Brock (Bill Sage; "American Psycho") und Peggy (Sabina Gadecki; "House of Lies"), die am Rand des Waldes wohnen, ist klar: Die Vermissten wurden von Aliens entführt.

I want to believe

Brock weiß Bescheid, er ist nicht irgend so ein dahergelaufener Verschwörungstheoretiker. Nein, er kocht Meth. Irgendwann einmal fehlte Zutat, er improvisierte - und kann seitdem die Aliens sehen. Die Grauen. Er kann hören, wie sie kommunizieren. Und Brock wäre nicht Brock, wenn er sich nicht darauf eingestellt hätte: Verteidigungslinien ums Haus, Fallen im näheren Umkreis und eine riesige Flutlichtanlage. Denn: Flutlicht mögen die Grauen gar nicht!

Seine Frau Peggy zieht voll mit. Seine Nichte Courtney (Anastasia Baranowa; "Z Nation"), gerade auf Ferienbesuch von der Uni, sieht Brock als Spitzel der Aliens. Er liebt sie, will sie deshalb retten, und sperrt sie erst einmal weg. Es gibt Wichtigeres, denn die Aliens planen einen Großangriff. Brock weiß es einfach.

The truth is out there

image
Sehen harmlos aus: Brock und Peggy. Sie sind es aber nicht. (Foto: Tiberius)

Die lustige Camper-Truppe ist mittlerweile beim Thema Big Foot angekommen und diskutiert darüber, wie wohl die Mehrzahl lautet: Big Foots oder Big Feet. Das geht einem der Jungs dann doch zu weit und er macht sich auf die Suche nach dem Marihuana-Schatz. Er taucht nicht wieder auf. Dann macht sich ein weiterer auf die Suche nach ihm, während ein Pärchen in den Wald verschwindet, um sich anderweitig zu vergnügen.

Um es kurz zu machen: Sie laufen alle Brock über den Weg und der sieht keine Jugendlichen sondern Graue, Aliens. Die Folge: Knall, Peng, Zisch - die Jugend stirbt. Bis eben auf den bereits angesprochenen einen, der sich zwar in einer Falle verletzt, aber dennoch fliehen kann. Das Kunststück ist auch Courtney gelungen und gemeinsam suchen sie nun nach einem Ausweg aus dieser vertrackten Situation.

Crazy shit, der Spaß macht!

So kommt "Alien Hunter" von Regisseur Trevor Ryan daher, B-Movie-Style total. Aber der Film macht Spaß, was vor allem an den schrägen, durch geknallten Dialogen liegt. Big Feet halt.

Gleichzeitig trägt aber auch die Idee hinter dem Plot den Film. Weiß man als Zuschauer zunächst nicht, ob Brock wirklich was mit Aliens am Laufen hat wegen seines Meth-Konsums, wendet sich dann das Blatt. Brocks Gehirn ist einfach hin, Matsch und die Wahnvorstellung, dass Außerirdische die Erde bevölkern und noch mehr kommen, um uns dann alle irgendwann zu beherrschen, beherrscht ihn selbst - Alukopfschutz inklusive.

Und so bleibt am Ende von "Alien Hunter" die Gewissheit, dass man ein Stück humorigen Thrashs konsumiert hat, mit Spaß! Ich sage nur: Big Feet.

"Alien Hunter" bei Amazon bestellen

RezensionenDVDHorrorfilme