Der Börsen-Tag
28. Oktober 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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09:31 Uhr

Starke BASF-Zahlen - und was ist mit Evonik?

BASF hat im dritten Quartal dank höherer Preise und leicht gestiegener Mengen sein Ergebnis unerwartet deutlich erhöht. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 15 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro, wie der Chemiekonzern mitteilte. Damit übertraf BASF die Analystenerwartungen von im Schnitt 1,495 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf knapp 16,4 Milliarden Euro.

Angesichts einer starken Entwicklung in den Kerngeschäften hob der Konzern erneut seine Jahresziele an: Für 2026 peilt BASF nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 7,4 und 7,8 Milliarden Euro an, nachdem zuvor 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden waren.

Im Fokus der Anleger steht jedoch das Ringen um den Rivalen Evonik, das Ende September publik wurde. Mit den Verhandlungen vertrauten Personen zufolge hat BASF sein Übernahmeangebot zuletzt auf 24 Euro je Aktie aufgestockt, was den Essener Spezialchemiekonzern mit gut elf Milliarden Euro bewertet. Damit will BASF den Evonik-Vorstand an den Verhandlungstisch bringen, nachdem dieser eine erste Offerte abgelehnt hatte. BASF-Chef Markus Kamieth wirbt für den Zusammenschluss als "starke deutsche Antwort auf den globalen Wettbewerb" und versprach den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2032.

Starke BASF-Zahlen - und was ist mit Evonik?
09:18 Uhr

Einmal kurz Luft holen …

Kaum verändert startet der Dax ins Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der im bisherigen Wochenverlauf rund 1,5 Prozent auf knapp 25.600 Punkte zugelegt hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.600 Zählern. Die Anleger haben es heute mit einer Fülle von Geschäftsausweisen zu tun. Neben Deutscher Bank und Mercedes öffnen nach US-Börsenschluss auch die US-Technologieschwergewichte Alphabet und Microsoft ihre Bücher. Zudem steht auch der Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf der Agenda.

Einmal kurz Luft holen …
08:59 Uhr

Diese Aktie ist in Tokio der Renner

-Auch heute zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien ohne einheitliche Tendenz. Überraschend starke Geschäftszahlen von SK Hynix zerstreuen Befürchtungen einer KI-Blase und geben Chipwerten in der Region Auftrieb. Ansonsten warten die Anleger aber auf den Zinsentscheid der US-Notenbank am späten Mittwoch.

Angeführt werden die Börsen der Region vom südkoreanischen Aktienmarkt. Dort springt der Kospi um 6,7 Prozent nach oben, getragen von kräftigen Kursgewinnen der beiden Chipgiganten und Indexschwergewichte SK Hynix (+9,5%) und Samsung Electronics (+8,5%). Umsatz und Gewinn von SK Hynix erreichten im dritten Quartal Rekordhöhen. Die Aktionäre sollen davon in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen in Höhe von insgesamt 100 Billionen Won (etwa 67 Milliarden Euro) profitieren. Die Zahlen linderten Befürchtungen, dass die hohen Ausgaben für KI aus dem Ruder liefen, kommentiert Analyst Josh Gilbert von eToro.

In Tokio liegt der Nikkei-Index 1,1 Prozent im Plus. Der breiter gefasste Topix tendiert gut behauptet. Im Chipsektor springen Kioxia um 14 Prozent nach oben. Ibiden und Renesas verbessern sich um 8,1 und 6,6 Prozent.

Diese Aktie ist in Tokio der Renner
08:44 Uhr

Ein Spin-off sorgt für Wirbel

Die Frankfurter Börse bekommt heute ihren voraussichtlich größten Neuzugang in diesem Jahr. Der von Thyssenkrupp abgespaltene Werkstoffhändler TK Accelis feiert sein Börsendebüt als eigenständiges Unternehmen. Die Thyssenkrupp-Aktionäre bekommen dabei für je 20 Aktien eine TK-Accelis-Aktie in die Depots gebucht, 51 Prozent der Anteile bleiben bei dem Mischkonzern. Banker und Analysten schätzen den Börsenwert von TK Accelis vorab auf 1,5 bis drei Milliarden Euro. Zum Vergleich: Thyssenkrupp wird mit 8,8 Milliarden Euro bewertet. Wie bei Spin-offs üblich, gehört die TK-Accelis-Aktie für einen Tag dem Nebenwerteindex MDax an, in dem auch Thyssenkrupp gelistet ist.

Ein Spin-off sorgt für Wirbel
08:23 Uhr

Ein Highlight steht an

Nach den gestrigen Aufschlägen dürften Europas Börsen heute mit kleinen Abgaben starten. Das Highlight des Tages ist die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Abend. Es gilt als ausgemacht, dass das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt wird. "Normalerweise würde man an der Stelle sagen, entscheidend ist der Ausblick. Allerdings wird Kevin Warsh hier Anleger und Börsen wohl ganz bewusst im Unklaren lassen", heißt es bei QC Partners. Die Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Erhöhung wird aktuell mit 90 Prozent eingepreist.

Im regulären Handel dürfte aber vor allem die Berichtssaison Akzente setzen. SK Hynix hat gute Geschäftszahlen vorgelegt, was Technologieaktien in Asien Auftrieb verleiht. Am Abend berichten die Technologiegiganten Alphabet und Microsoft. Anleger interessiert dabei vor allem die Frage, ob der KI-Investitionsboom weiterhin in Takt ist. Aber auch in Europa legen zahlreiche Schwergewichte Geschäftszahlen vor.

Ein Highlight steht an
08:09 Uhr

Deutsche Bank auf Rekordkurs

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal ihren Rekordkurs fortgesetzt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Gesamtjahr könnte das Geldhaus bei den Erträgen nun sogar besser abschneiden als ursprünglich angekündigt. Mittelfristig könnte die Bank zudem profitabler arbeiten als angenommen.

Das Geldhaus schrieb von Juli bis September nach Steuern einen Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro, wie es mitteilte. Das sind rund zwei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit übertraf das Institut die Erwartungen des Marktes: Analysten hatten im Mittel rund 1,7 Milliarden Euro erwartet. Die Erträge erreichten rund 8,3 Milliarden Euro - Analysten hatten hier mit 8,2 Milliarden Euro gerechnet. Im Gesamtjahr könnten die Frankfurter das angestrebte Ertragsniveau von 33 Milliarden Euro nun sogar übertreffen, teilten sie weiter mit.

Deutsche Bank auf Rekordkurs
07:55 Uhr

Visa verzeichnet Gewinnsprung

Visa hat im vierten Quartal dank einer ungebrochenen Konsumlaune in den USA einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Der Überschuss stieg in den drei Monaten bis Ende September auf 6,0 Milliarden Dollar oder 3,19 Dollar je Aktie, nach 5,1 Milliarden Dollar oder 2,62 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum, wie der weltgrößte Kreditkartenanbieter mitteilte. Der Nettoumsatz kletterte um 13 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar.

Visa profitierte dabei von der Ausgabenfreude der Verbraucher für Reisen, Einkäufe und Restaurantbesuche, die durch einen starken Arbeitsmarkt und steigende Löhne begünstigt wurde. Zudem kurbelte die Fußball-Weltmeisterschaft, die im Juni und Juli viele Besucher in die USA lockte, das Geschäft an.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 verbuchte Visa einen Rekordumsatz von 46 Milliarden Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr 2027 rechnet der Konzern mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Visa-Aktien gaben im nachbörslichen Handel um mehr als ein Prozent nach. Seit Jahresbeginn hat das Papier 14,6 Prozent zugelegt.

Visa verzeichnet Gewinnsprung
07:39 Uhr

China-Geschäft stutzt Mercedes-Gewinn

Mercedes-Benz hat wegen des schwachen China-Geschäftes und hoher Kosten im dritten Quartal deutlich weniger verdient. Einschließlich Sonderfaktoren hat sich das operative Ergebnis von Juli bis September zwar mehr als verdoppelt auf 1,77 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte Konzern-Ebit, bei dem zum Beispiel der Restrukturierungsaufwand und andere Einmaleffekte nicht berücksichtigt wurden, ging um 15 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro zurück.

Der Dax-Konzern hatte gestern mit Verweis auf das schwache China-Geschäft und steigende Kosten seine Gewinnprognose für dieses Jahr gesenkt. Das Betriebsergebnis wird jetzt auf dem Vorjahresniveau von 5,8 Milliarden Euro statt deutlich darüber erwartet. Im vergangenen Jahr hatte sich der Gewinn mehr als halbiert.

China-Geschäft stutzt Mercedes-Gewinn
07:22 Uhr

Sorgt die Fed für eine Überraschung?

Am heutigen Abend steht die US-Notenbank im Blick, denn nach der ersten Zinserhöhung seit rund drei Jahren dürfte die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer Entscheidung die Füße stillhalten. Sie wird den Leitzins nach Ansicht vieler Experten in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent belassen. Auf dieses Niveau hatten die Währungshüter ihn im September angehoben, um der Inflation Paroli zu bieten. Die stark gestiegenen Energiepreise haben die Teuerungsrate in den USA im September auf 3,7 Prozent katapultiert. An den Finanzmärkten wird für Dezember mit einem weiteren Zinsschritt nach oben gerechnet.

Sorgt die Fed für eine Überraschung?
07:07 Uhr

Nach "10 bis 15 Jahren" erreichen Anleger wichtige Marke

Wer sein Geld nur "unter dem Kopfkissen" parkt, verliert Kaufkraft. Lukas Grässle von der Fürstlich Castell'schen Bank gibt im Gespräch mit Sabrina Marggraf konkrete Ratschläge: Sparpläne statt Zeitversuche, breite Streuung und ein langfristiger Horizont sorgen für mehr Sicherheit und Erfolg.

Nach "10 bis 15 Jahren" erreichen Anleger wichtige Marke
06:53 Uhr

Hynix-Zahlen beflügeln Asien-Börsen

Wieder neu entfachter KI-Optimismus treibt die asiatischen Aktienmärkte an. Dazu trügen starke Zahlen des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix bei, dem der anhaltende Boom bei künstlicher Intelligenz einen Rekordgewinn im abgelaufenen Quartal bescherte. Der Konzern konnte seinen operativen Gewinn mehr als versiebenfachen. An der japanischen Börse in Tokio legt der Nikkei-Index 1,5 Prozent auf 64.223 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notiert 0,3 Prozent höher bei 4009 Zählern. In China gewinnt der Shanghai Composite 0,7 Prozent auf 3674 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,7 Prozent auf 4077 Punkte. Der Kospi legt um mehr als drei Prozent zu.

SK Hynix sorgt für Zuversicht am Markt in Asien. Der Konzern geht davon aus, dass die Nachfrage das Angebot noch bis ins Jahr 2030 übersteigen wird. Die Aktie von SK Hynix legt rund 1,8 Prozent zu. Bei KI-Unternehmen zeichne sich derzeit ein Muster ab, erklärt Maki Sawada, Aktienstrategin beim Broker Nomura Securities. Während Berichte über massive Ausgaben die Kurse oft belasteten, sorgten Anzeichen für eine steigende Profitabilität für Kursgewinne.

Der KI-Boom steht am Abend vor seinem nächsten Härtetest, wenn die US-Technologiekonzerne Alphabet und Microsoft nach Börsenschluss an der Wall Street ihre Quartalsberichte vorlegen. Anleger suchen nach Belegen dafür, dass sich die enormen Investitionen in die KI-Infrastruktur auszahlen. Es gehe weniger um die tatsächlichen Gewinne als um die Frage, ob die hohen Ausgaben für das KI-Wachstum zu nachhaltigem Umsatzwachstum führten, erklärt Chris Brigati, Investmentchef beim Finanzdienstleister SWBC.

Hynix-Zahlen beflügeln Asien-Börsen
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel zeigt sich vor der Fed-Zinsentscheidung wenig Bewegung. Der Dollar legt geringfügig auf 157,97 Yen und ebenfalls leicht auf 6,6671 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8297 Franken vor. Der Euro notiert nahezu unverändert bei 1,1129 Dollar.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:17 Uhr

Nvidia-Zulieferer vervielfacht Gewinn

Der anhaltende Boom bei künstlicher Intelligenz (KI) hat dem südkoreanischen Speicherchip-Hersteller SK Hynix einen Rekordgewinn beschert. Der operative Gewinn habe sich im abgelaufenen Quartal auf 83,3 Billionen Won (56,4 Milliarden Euro) mehr als versiebenfacht, teilte der Nvidia-Zulieferer mit. Der Umsatz kletterte um 328 Prozent auf 104,6 Billionen Won. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten, die beim Gewinn mit 76,7 bis 81,67 Billionen Won und beim Umsatz mit gut 99 Billionen Won gerechnet hatten. Die Hynix-Aktie legte im Einklang mit dem Gesamtmarkt um zwei Prozent zu.

Hynix kündigte zudem an, in diesem Jahr rund 100 Billionen Won an seine Aktionäre auszuschütten. Darin enthalten ist ein bereits im August angekündigter Rückkauf im Volumen von 40 Billionen Won. Ein Teil der Mittel für die Ausschüttungen stammt aus dem Verkauf der Beteiligung an dem japanischen Wettbewerber Kioxia. Der Konzern hat bislang keine finanziellen Details der Transaktion genannt. Analysten vermuten jedoch, dass der Verkaufspreis deutlich über den 2018 investierten vier Billionen Won lag. Eine südkoreanische Zeitung hatte zu Wochenbeginn von den Plänen berichtet.

Nvidia-Zulieferer vervielfacht Gewinn
06:00 Uhr

Fantasie ist heute gefragt

Der bisherige Verlauf der Börsenwoche kann sich sehen lassen. Der Dax gewann am Montag 0,9 Prozent und legte gestern weitere 0,7 Prozent zu, schloss mit einem Stand von 25.592 Punkten. Und das, obwohl einige Marktteilnehmer von Zurückhaltung sprachen vor dem Hintergrund einiger anstehender wichtiger Geschäftsausweise.

Heute etwa geht es zum einen um den der Deutschen Bank: Deutschlands größtes Geldhaus könnte im dritten Quartal einen Dämpfer erlitten haben. Analysten erwarten unter dem Strich einen Gewinn von rund 1,44 Milliarden Euro – rund 100 Millionen Euro weniger als noch vor Jahresfrist. Möglicherweise lief es bei der zuletzt boomenden Investmentbank nicht mehr so rund wie in der Vergangenheit. Branchenprimus JPMorgan hatte etwa über ein schwächeres Investmentbanking berichtet.

Zum anderen aber auch um die Zahlen von BASF. Bei der Vorlage der Quartalszahlen dürfte das Ringen um den Rivalen Evonik im Mittelpunkt stehen. Insidern zufolge hat der Chemiekonzern sein Übernahmeangebot zuletzt auf 24 Euro je Aktie aufgestockt, was Evonik mit gut elf Milliarden Euro bewertet. Damit will BASF den Evonik-Vorstand an den Verhandlungstisch bringen. Konzernchef Markus Kamieth wirbt zudem mit weitreichenden Job- und Standortgarantien für den Zusammenschluss. Analysten erwarten im Schnitt für das dritte Quartal einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 1,495 Milliarden Euro.

Und nach US-Börsenschluss könnten gleich zwei US-Technologieschwergewichte die Stimmung für den Donnerstag bereits bestimmen: Alphabet und Microsoft. Bei den Quartalsergebnissen der Google-Mutter und des Softwarekonzerns steht erneut das Geschäft der jeweiligen Cloud-Sparten im Mittelpunkt. Anleger werden genau beobachten, ob sich der Bau neuer Rechenzentren auszahlt und ob die beiden Konzerne ähnlich wie der Facebook-Betreiber Meta ihre Prognosen für die Investitionen in ihre KI-Infrastruktur präzisieren. Microsoft erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 89,85 und 90,95 Milliarden Dollar. Dies wäre ein Wachstum von maximal 17 Prozent. Bei Alphabet prognostizieren Analysten einen Anstieg der Erlöse um rund ein Viertel auf 128,18 Milliarden Dollar.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Fantasie ist heute gefragt