Wirtschaft

"Vorfälle bekannt"Hackerangriff-Serie traf auch deutschen Pharmahändler

05.11.2026, 16:15 Uhr
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Unklar ist, welcher Pharmahändler betroffen ist. (Foto: picture alliance / Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)

Europaweit sorgen Cyberangriffe auf Supermärkte und einen Blutspendedienst für Aufsehen. Auch Deutschland wurde davon getroffen: Das BSI bestätigt einen Bericht, dass es einen Pharmahändler hierzulande erwischte.

Nach Bekanntwerden eines Cyberangriffs auf das Kühlsystem des Blutspendedienstes in Frankreich gibt es einem Medienbericht zufolge auch in Deutschland einen Fall im Gesundheitssektor. Wie das Recherchenetzwerk "Correctiv" unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berichtete, war ein hiesiger Pharmahändler von einer Attacke betroffen. Angegriffen wurden demnach die Systeme zum Kühlen von Medikamenten.

"Dem BSI sind einzelne Vorfälle bei Supermärkten und in der Pharmabranche bekannt", zitierte das Recherchenetzwerk einen Sprecher der Behörde. Das BSI gehe allerdings davon aus, dass die Attacken "ungezielt und opportunistisch" seien. "Die Angreifer suchen also nach verwundbaren Instanzen und nutzen diese aus, im Zweifel auch ohne zu wissen, welches Unternehmen oder welche Branche sie damit treffen", heißt es demnach in der Antwort des Bundesamtes.

"Correctiv" berichtete zudem, dass prorussische Kanäle im Onlinedienst Telegram die jüngsten Angriffe Hackergruppen aus Russland zugeschrieben hätten. Das BSI teilte demnach mit, Kenntnis von entsprechenden Posts zu haben. Es gebe allerdings keine Hinweise, die diese Zuschreibungen belegten. Es sei daher nicht auszuschließen, "dass Trittbrettfahrer diese Angriffe ohne Beleg für sich reklamieren", zitierte "Correctiv" den BSI-Sprecher.

In zahlreichen europäischen Ländern hatte es zuletzt eine Serie von Angriffen auf die Steuerungseinheiten von Kühlanlagen gegeben. In Frankreich hatte der Blutspendedienst am Mittwoch einen Cyberangriff auf drei Anlagen eines Dienstleisters bestätigt. Der Angriff sei aber rechtzeitig entdeckt und die Sicherheit der Produkte nicht beeinträchtigt worden.

Quelle: ntv.de

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