Wirtschaft

Diehl, Hensoldt, QuantumDeutsche Rüstungsfirmen schließen Milliarden-Deals mit Kiew

04.10.2026, 18:36 Uhr
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Merz hatte sich bei seinem Besuch in Kiew bei der Firma Quantum über die Entwicklung verschiedener Drohnentypen informiert. (Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland und die Ukraine stärken ihre Zusammenarbeit im Rüstungs- und Energiesektor. Bei einem Besuch von Kanzler Merz in Kiew besiegeln Firmen beider Länder Kooperationen in Milliardenhöhe. Die Verträge umfassen unter anderem Abfangdrohnen und Luftabwehrraketen.

Deutsche und ukrainische Firmen haben am Rande des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew mehr als ein Dutzend Kooperationsdokumente unterzeichnet. Unter anderem vereinbarte das ukrainische Verteidigungsministerium mit der Firma Diehl die Lieferung von Tausenden Iris-T-Luftabwehrraketen sowie weiteren Abschusseinrichtungen, teilte die ukrainische Regierung mit.

Mit der Firma Hensoldt sei ein Vertrag über Satellitentechnik vereinbart worden. Die Firma Quantum soll für das Verteidigungsministerium Abfangdrohnen für die schnellen russischen Jet-Drohnen weiterentwickeln und produzieren. Diese sollen nach Unternehmensangaben in der Ukraine gebaut werden und im Winter 2026/27 zur Verfügung stehen.

Das Gesamtvolumen aller Absichtserklärungen bezifferte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf 8,5 Milliarden Euro. In deutschen Regierungskreisen war von 6,5 Milliarden Euro die Rede. Kanzler Merz hatte angekündigt, dass die Bundesregierung eine weitere Milliarde Euro an Militärhilfe und 350 Millionen Euro für das durch russische Angriffe beschädigte Energiesystem freigegeben hat.

Merz hatte sich bei seinem Besuch in Kiew bei der Firma Quantum über die Entwicklung verschiedener Drohnentypen informiert, die die Firma teils in Deutschland, teils in der Ukraine entwickelt und herstellt. Mit den Energieunternehmen SiemensEnergy und 50Hertz Transmission und Amprion wurden Kooperationsvereinbarungen zur Ertüchtigung des ukrainischen Stromnetzes unterzeichnet.

Es gab zudem Vereinbarungen zwischen Firmen beider Länder. So will die Firma ARX Robotics künftig mit dem ukrainischen Unternehmen Roboneers bei der Entwicklung unbemannter militärischer Landfahrzeuge zusammenarbeiten. Zudem wurde zwischen Firmen eine Kooperation bei der Produktion von Munition etwa von 155-Milimeter-Artillerie vereinbart.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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