Wirtschaft

Zum zweiten Mal dieses JahrBMW korrigiert Gewinnziel drastisch nach unten

03.11.2026, 20:28 Uhr
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Ein Grund für die Prognosesenkung seien erweiterte und intensivierte "Portfolio- und Strukturmaßnahmen", erklärte das Unternehmen. (Foto: picture alliance/dpa)

BMW senkt seine Gewinnprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr drastisch. Statt einer Rendite von bis zu drei Prozent droht im Autogeschäft nun sogar ein Verlust. Neben schwächeren Verkäufen belasten auch der beschleunigte Stellenabbau und weitere Konzernumbauten.

Der Münchner Autobauer BMW kappt seine Prognose erneut. Die Gewinnmarge im Autogeschäft werde zwischen minus 0,5 Prozent und 0,5 Prozent liegen, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit. Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass das Unternehmen seine Prognose senkt. Zuletzt noch hatten sich die Münchner noch eine Rendite von einem bis drei Prozent zugetraut. Die Aktien gaben im nachbörslichen Handel 3,4 Prozent nach.

Ein Grund für die Prognosesenkung seien erweiterte und intensivierte "Portfolio- und Strukturmaßnahmen", erklärte das Unternehmen. So werde der im Sommer angekündigte Personalabbau beschleunigt und schneller abgeschlossen als ursprünglich geplant.

BMW hatte im Sommer angekündigt, Tausende Jobs in Deutschland abzubauen. Ein Anfang Oktober gestartetes Abfindungsprogramm war überraschend erfolgreich, sodass der Autobauer es bereits nach weniger als drei Wochen wieder schloss. Viele Ausstiege - und damit ihre Kosten - dürften nun schon im laufenden vierten Quartal zum Tragen kommen. Früheren Aussagen zufolge hatte BMW mit Gesamtkosten von rund einer Milliarde Euro für das Jobabbauprogramm gerechnet.

Zudem werden angesichts der starken Nachfrage nach den Elektroautos der Neuen Klasse einige ältere Elektromodelle früher als ursprünglich geplant aus dem Programm genommen. Vor Struktur- und Portfoliomaßnahmen werde weiter eine Rendite von mehr als zwei Prozent erwartet.

Allerdings läuft auch der Fahrzeugabsatz bei den Münchnern schlechter als ursprünglich angenommen. Bei den Auslieferungen rechnet das Unternehmen nun mit einem moderaten Rückgang von fünf bis knapp zehn Prozent, während bislang lediglich ein leichtes Minus vorhergesagt wurde.

Details wird der Konzern bei der Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal am Mittwochmorgen bekanntgeben.

Quelle: ntv.de, jki/rts/dpa

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