Viele VerletzteVier Menschen bei Sprengstoffanschlag in Kolumbien getötet

Im Süden Kolumbiens sind vier Menschen durch eine Fahrzeugbombe getötet worden, darunter ein Baby.
"Mit tiefer Trauer informiere ich über die noch vorläufige Bilanz eines Anschlags in Planadas, bei dem vier Menschen getötet wurden, darunter ein erst zwei Monate altes Baby", erklärte die Gouverneurin der Region Tolima, Adriana Magali Matiz, am Montag im Onlinedienst X. Der Anschlag ereignete sich den Behörden zufolge am Sonntagabend in der Nähe eines Armeestützpunkts in der Gemeinde Planadas. Dabei explodierte ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen. Ein Krankenhaus und mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt.
Der Bürgermeister von Planadas, Juan Camilo Hueje, sagte einem Lokalsender, es gebe "zahlreiche Verletzte", die in eine Schule gebracht worden seien, wo sie medizinisch versorgt würden. Kolumbianische Medien berichteten von rund zwanzig Verletzten. In Videoaufnahmen war eine Frau zu sehen, die schrie, als ein Mann einen kleinen Körper aus den Trümmern zog. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Kolumbien wird derzeit von der schlimmsten Gewaltwelle der vergangenen zehn Jahre erschüttert. Der rechtsgerichtete Präsident Abelardo de la Espriella Politiker hatte sein Amt im August mit der Ankündigung angetreten, einen kompromisslosen Kampf gegen Guerillagruppen und Drogenbanden zu führen.
Bei den Einsätzen wurden bereits Dutzende Menschen getötet, darunter mindestens acht Minderjährige. Die Guerillagruppen verüben ihrerseits Sprengstoffanschläge und Attentate. Während sein linksgerichteter Vorgänger Gustavo Petro erfolglos mit den Milizen verhandelt hatte, brach De la Espriella alle Gespräche ab. Die Opposition wirft ihm vor, den brüchigen Friedensprozess zu gefährden, Minderheiten ihre Rechte nehmen zu wollen und autoritäre Tendenzen zu zeigen.