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Trotz Iran-Krieg und AngriffenSaudischer Ölkonzern Aramco verbucht massiven Gewinnsprung auf rund 36 Milliarden Dollar

03.11.2026, 14:10 Uhr
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Der saudische Ölriese Aramco hat trotz des Kriegs zwischen den USA und dem Iran und Angriffen auf seine Anlagen einen massiven Gewinnsprung verbucht. (Archivbild) (Foto: Amr Nabil/AP/dpa)

Der saudische Ölriese Aramco hat trotz des Kriegs zwischen den USA und dem Iran und Angriffen auf seine Anlagen einen massiven Gewinnsprung verbucht.

Höhere Ölpreise glichen die gedrosselte Fördermenge mehr als aus. Der Nettogewinn sei im dritten Quartal um 34,5 Prozent auf 36,25 Milliarden Dollar in die Höhe geschnellt, teilte der weltgrößte Ölexporteur am Dienstag mit. Im Vorjahreszeitraum waren es 26,9 Milliarden Dollar. Damit übertraf der Konzern auch die Erwartungen von Analysten.

Der Konflikt im Nahen Osten hat die globale Energiekrise weiter verschärft. Aramco habe in dieser "außergewöhnlichen Zeit" seine Kunden jedoch weiter zuverlässig beliefert, sagte Konzernchef Amin Nasser. Zudem prüfe das Unternehmen weiterhin Möglichkeiten für zusätzliche Lagerkapazitäten im Ausland sowie alternative Exportrouten, fügte er hinzu.

Immer wieder waren die Anlagen von Aramco Ziel von Angriffen, darunter die als "kritische Lebensader" bezeichnete Ost-West-Pipeline sowie die Konzernzentrale in Dhahran. Die Lieferzuverlässigkeit sank leicht auf 97,8 Prozent. Störungen an der Pipeline habe man aber durch die Nutzung mehrerer Leitungen schnell beheben können, hieß es.

Die Zahlen zeigen die Auswirkungen des Krieges deutlich: Die gesamte Kohlenwasserstoff-Produktion von Aramco sank im Quartal auf 11,05 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag nach 13,3 Millionen im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der durchschnittlich erzielte Preis für ein Barrel Rohöl auf 95,20 Dollar von 70,10 Dollar im Vorjahr. An die Aktionäre, allen voran den saudischen Staat, schüttet Aramco eine Dividende von 21,9 Milliarden Dollar aus. Zum Gewinn trug zudem der Verkauf der Hälfte an einem Joint Venture in Malaysia bei.

Trotz der unsicheren Lage treibt der Konzern seine Expansionsprojekte voran. Die Produktion im neuen Ölfeld Zuluf sei angelaufen und das große Gasprojekt Jafurah liege im Zeitplan, teilte Aramco weiter mit.

Quelle: ntv.de, rts

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