Kurznachrichten

Regierung arbeitet seit Jahren an Modernisierung Mindestens 64 Verletzte bei Zugunglück in Ägypten

08.11.2026, 15:24 Uhr
image
08.11.2026, Ägypten, Giseh: Menschen suchen nach Opfern, nachdem ein Personenzug entgleist ist (bestmögliche Qualität). Bei dem Zugunglück sind nach offiziellen Angaben mehr als 60 Menschen verletzt worden. Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: dpa)

Mehrere Waggons eines Passagierzugs kippen seitwärts und landen teils auf Ackerflächen: Das jüngste Unglück in Ägypten reiht sich ein in eine lange Liste tragischer Unfälle.

Bei einem Zugunglück in Ägypten sind nach offiziellen Angaben mindestens 64 Menschen verletzt worden. Bei dem Unfall in Giseh seien mehrere Waggons eines Passagierzugs entgleist, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Unfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Kairo und Assuan, die als wichtigste Verbindung zwischen der Hauptstadt und der Nil-Stadt weit im Süden gilt. Die staatliche Eisenbahnbehörde teilte mit, dass ein Zug in das hintere Ende eines weiteren Zugs gefahren sei. 

Dutzende Krankenwagen waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Zudem wurden Kräne zur Unfallstelle gebracht, um Wrackteile zu beseitigen und die Strecke schnell wieder für den Zugverkehr freizugeben. Örtliche Medien verbreiteten Fotos von der Unfallstelle, an der mehrere Waggons seitlich auf der Strecke lagen oder von der Bahntrasse auf Ackerland kippten. 

Regierung arbeitet seit Jahren an Modernisierung 

In dem nordafrikanischen Land kommt es regelmäßig zu teils schweren Zugunfällen. Dabei gab es auch in vergangenen Jahren immer wieder Dutzende Tote und Verletzte. Eines der schwersten Unglücke ereignete sich 2002 in Giseh, als in einem Zug auf dem Weg von Kairo nach Luxor im Süden ein Feuer ausbrach. Mehr als 360 Menschen kamen ums Leben. Als Ursachen dieser Unglücke werden häufig menschliches Versagen und Fehler der Signalanlagen genannt. Die Regierung arbeitet seit Jahren daran, Züge und Schienen zu modernisieren.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales