Kurznachrichten

Einsatz in vier BundesländernFünf Menschen bei Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten festgenommen

03.11.2026, 14:40 Uhr
image

Die Polizei ist in vier Bundesländern mit Durchsuchungen gegen mutmaßliche Linksextremisten vorgegangen.

Fünf Verdächtige wurden bei dem Einsatz am heutigen Dienstag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Im Fokus der Ermittler stehen demnach insgesamt zwölf Beschuldigte im Alter von 18 bis 36 Jahren, die sich 2022 zu einer kommunistischen Gruppierung zusammengeschlossen haben sollen, um Straftaten zu begehen.

Vier der Beschuldigten im Alter zwischen 22 und 36 Jahren wurden aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen. Ein weiterer 20-jähriger Beschuldigter soll während einer Durchsuchung einen Polizisten angegriffen haben. Auch er wurde vorläufig festgenommen. Alle fünf sollten noch am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Den Beschuldigten wird demnach vorgeworfen, sich 2022 im sächsischen Zwickau zu einer politischen, kommunistischen Gruppe namens "Kollektiv Zwickau" zusammengeschlossen zu haben. Ihr Ziel sei gewesen, regional und überregional gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen vorzugehen, erklärten die Ermittlungsbehörden. Sie sollen sich über Jahre hinweg verabredet haben, um Körperverletzungen gegen politisch Andersdenkende sowie Sachbeschädigungen zu begehen.

Durchsuchungen gab es den Angaben zufolge in Sachsen sowie in Thüringen, Hamburg und Bremen. Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts der Bildung krimineller Vereinigungen. Ein LKA-Sprecher sagte auf Nachfrage, dass die für linksextremistische Straftaten zuständige Soko LinX des sächsischen Landeskriminalamts dabei federführend sei. Der Schwerpunkt der Durchsuchungen liege in Zwickau.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales