Klimaschützer warnen vor Risiken für die RegionBrasilianischer Ölkonzern findet Erdölvorkommen vor Küste des Amazonasgebiets

Brasiliens staatlicher Ölkonzern Petrobras hat den Fund eines Erdölvorkommens vor der Küste des Amazonasgebiets bekanntgegeben.
Brasiliens staatlicher Ölkonzern Petrobras hat den Fund eines Erdölvorkommens vor der Küste des Amazonasgebiets bekanntgegeben. Der Fund liege rund 180 Kilometer vor der Küste des brasilianischen Bundesstaates Amapá im Nordosten des Landes, teilte Petrobras am Freitag mit. Das Vorkommen befindet sich in einem Meeresgebiet, in dem das benachbarte Guyana bereits riesige Erdölreserven entdeckt hat. Klimaschützer haben vor einem Risiko für die Region gewarnt.
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der am Sonntag seine Wiederwahl anstrebt, spricht sich für einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen aus, um den Klimawandel einzudämmen. Gleichzeitig ist er der Ansicht, dass Brasilien - das im vergangenen Jahr der neuntgrößte Ölproduzent der Welt war - die Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe benötigt, um seine Energiewende zu finanzieren.
Während der UN-Klimakonferenz COP30, die im vergangenen Jahr in der brasilianischen Amazonasstadt Belém ausgerichtet worden war, hatte Lula die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgefordert, einen "Fahrplan" für den Ausstieg aus fossilen Energien vorzulegen. Seine eigene Regierung hat ihren Plan jedoch noch nicht vorgelegt - obwohl sie sich verpflichtet hatte, dies spätestens im Februar zu tun.