Technik

Verdammt gut, aber …Die Bose Ultra Open Earbuds 2 klingen leider nicht nur spitze

28.10.2026, 18:59 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Bose Ultra Open Earbuds 2 Test (1 von 2)
Es gibt die Ohrhörer auch in spannenderen Farben wie Olivgrün oder Himmelrosa. (Foto: kwe)

Die Bose Ultra Open Earbuds 2 sind vielleicht die besten offenen Ohrhörer, die man derzeit bekommen kann. Doch leider sind nicht nur Klang und Tragekomfort auf höchstem Niveau.

Ohrhörer, die den Gehörgang nicht verschließen, sind offenbar mehr als ein Nischenprodukt. Fast alle großen Hersteller mischen mit und treiben die Entwicklung mit neuen Produkten ständig voran. Käuferinnen und Käufer dürfen sich darüber freuen, denn die Qualität der Open-Ears hat inzwischen auch beim Klang ein erstaunlich hohes Niveau erreicht. Das beste Beispiel dafür sind die Bose Ultra Open Earbuds 2, die im Praxistest in fast jeder Hinsicht begeistern können. Der Preis verdirbt die Kauflaune aber mehr als ein wenig.

Die Ultra Earbuds 2 sind Clips, das heißt, sie klemmen sich um die Ohrmuschel, wobei der Lautsprecher vor dem Gehörgang platziert ist, ohne ihn zu verschließen. Akku und weitere Elektronik befinden sich in einem Zylinder am anderen Ende des elastischen Bügels, der beide Einheiten verbindet.

Sehr bequem, prima Steuerung

"Klemmen" klingt unbequem, doch das Gegenteil ist der Fall. Die jeweils 10 Gramm leichten Ultra Open Earbuds 2 spürt man kaum, sie sitzen gerade so fest, dass sie nicht verrutschen. Die nach IPX4 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützten Ohrhörer sind auch fürs Training geeignet, allerdings könnten sie bei heftigen Bewegungen doch verrutschen.

Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen)_White Smoke_09-2
Die Clips sind durch Metall-Akzente auch kleine Schmuckstücke. (Foto: Bose)

Sehr komfortabel hat Bose auch die Bedienung über physische Tasten auf den Oberseiten der Zylinder gelöst. Zur Steuerung der Wiedergabe oder von Telefonaten drückt man sie ein- oder zwei- oder dreimal kurz oder länger. Ändern lässt sich nur der sogenannte Shortcut. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die durch langes Drücken einer Taste gestartet werden kann.

Ausgezeichneter Klang

Der Klang der Bose Ultra Open Earbuds 2 ist hervorragend, besser trafen bisher keine Open-Ears bei ntv.de den Ton. Die ausdefinierten Mitten bilden ein klar bestimmendes Zentrum, das Instrumente und Stimmen ausgezeichnet zur Geltung bringt. Die Höhen sind glasklar und haben Biss, ohne zu stechen, und sogar die Bässe zeigen eine unüberhörbare Präsenz. Zwar können auch die neuen Bose-Ohrhörer beim Tiefgang kein Open-Ears-Wunder vollbringen und mit abdichtenden Stöpseln mithalten, doch auch Songs, die ohne ordentliche Bässe langweilig wären, machen Spaß.

Um den Klang anzupassen, gibt es in der zugehörigen App einen einfachen Dreiband-Equalizer. Zusätzlich kann man voreingestellte Modi zur Anhebung oder Senken von Bässen oder Höhen verwenden. Das ist etwas mager.

Schöner 3D-Sound

In der App findet man auch eine Einstellung zur automatischen Lautstärkeregelung. Sie funktioniert einwandfrei, aber wie bei anderen Ohrhörern kann die Funktion nerven, wenn in der Umgebung viel los ist und es ständig rauf und runter geht.

Richtig gut gelungen ist Bose 3D-Audio (TrueSpatial). Bei modern aufgenommener Musik bringt der Effekt einen natürlich wirkenden Raumklang. Ältere Songs wirken allerdings unnatürlich, was auf die Technik grundsätzlich zutrifft. Man kann bei TrueSpatial wählen, ob die Musik den Kopfbewegungen folgen oder eine fixierte Bühne haben soll.

Wählt man die zweite Option, ist praktisch keine Verzögerung zu hören, auch nicht bei schnellen Bewegungen. Praktisch: Wenn man die Shortcuts entsprechend belegt, kann man ohne die App zu öffnen, alle TrueSpatial-Einstellungen an den Ohrhörern vornehmen.

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Die Bose Ultra Open Earbuds 2 machen bei Telefonaten grundsätzlich einen guten Job. In lauten Umgebungen fällt es allerdings schwer, Gesprächspartner zu verstehen.

Ausdauer okay

Wenn man 3D-Audio und automatische Lautstärkeregelung deaktiviert lässt, halten die Ohrhörer laut Bose bis zu neun Stunden durch. Ansonsten reduziert sich die Laufleistung auf fünf Stunden. Nutzt man beide Effekte, sind die Akkus sogar schon nach rund vier Stunden leer. Sind die Batterien erschöpft, genügen zehn Minuten im Etui, um wieder bis zu zwei Stunden Musik zu hören. Die Box bietet Reserven für 19,5 Stunden und kann über ihren USB-C-Anschluss oder induktiv aufgeladen werden.

Fazit

Die Bose Ultra Open Earbuds 2 glänzen vor allem durch einen für ihre Bauart ausgezeichneten Klang und einen sehr hohen Tragekomfort. Auch TrueSpatial und die Steuerung sind gelungen. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 300 Euro geht Bose allerdings zu weit. Es gibt ähnlich gute Konkurrenten, die weitaus günstiger zu haben sind, allen voran die Shokz OpenDots 2 oder die Anker Soundcore AeroClip 2.

Quelle: ntv.de

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