Technik

Sitzen und klingen gutBose Sport Open Earbuds sind austrainiert, aber mager

06.11.2026, 17:14 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Bose Sport Open Earbuds Test (1 von 2)
Der grüne Streifen ist Silikon für einen besseren Sitz. (Foto: kwe)

Die Bose Sport Open Earbuds sitzen sicher, aber bequem und treffen den richtigen Ton, um beim Training noch ein paar Körner herauszuholen. Leider ist auch der Preis der schnörkellosen Ohrhörer schweißtreibend.

Viele Sportlerinnen und Sportler bevorzugen offene Ohrhörer, die die Gehörgänge nicht abschließen. Das hat beispielsweise beim Joggen gute Sicherheitsgründe, aber auch sonst ist es beim Training oft angenehmer zu hören, was in der Umgebung los ist. Wichtig ist auch, dass die Ohrhörer fest, aber bequem sitzen, einfach zu bedienen sind und natürlich gut klingen. Die knapp 200 Euro teuren Bose Sport Open Earbuds haben das alles drauf, doch können sie auch die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen? ntv.de hat es ausprobiert.

Die Ohrhörer sind nicht einfach abgespeckte Bose Ultra Open Earbuds 2, sondern bieten ein deutlich unterschiedliches Design. Ihr elastischer Bügel, der sich um die Ohrmuschel legt, ist länger und endet in einer kleinen Lautsprecherkugel. Bei den Ultras sind die Schallwandler in einem angewinkelten Gehäuse untergebracht. Auch die Zylinder am anderen Ende des Bügels unterscheiden sich: Sie sind abgeflacht und haben eine Silikonfläche auf der Seite, die an der Ohrmuschel anliegt.

Sicherer, aber bequemer Sitz, gut geschützt

Damit sitzen die jeweils 10 g leichten Sport Open Earbuds noch etwas sicherer, aber ebenso bequem wie die Ultras. Obendrein sind sie mit IP54 nicht nur vor Spritzwasser, sondern auch dem Eindringen von Staub geschützt.

Bose Sport Open Earbuds_Black_07
Die Ohrhörer sitzen sicher und lassen sich auch beim Joggen oder Workouts gut bedienen. (Foto: Bose)

Die Steuerung ist zum Glück die gleiche wie bei den Ultras, denn sie ist unkompliziert und damit ausgezeichnet für den sportlichen Einsatz geeignet. Um Wiedergabe oder Telefonate zu regeln, drückt man physische Tasten auf der Oberseite der Zylinder ein-, zwei- oder dreimal kurz oder länger.

Einfache Steuerung, magere Ausstattung

Ändern lässt sich nur der sogenannte Shortcut. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die durch langes Drücken einer Taste gestartet werden kann. Aktuell gibt es nur Spotify oder einen digitalen Assistenten als Optionen.

Bose Sport Open Earbuds Test (2 von 2)
Auch die Knöpfe haben eine Riffelung. (Foto: kwe)

Bose hat auch das 50 g leichte Ladecase anders gestaltet. Die Ohrhörer werden nicht seitlich, sondern mit den beiden Einheiten nach unten eingelegt. Außerdem ist der Deckel semitransparent und hat zum leichteren Öffnen mit feuchten Fingern eine Riffelung. Die Box kann im Gegensatz zum Case der Ultras nicht induktiv, sondern nur über den USB-C-Anschluss geladen werden.

Um die Sport Open Earbuds 100 Euro günstiger anzubieten, hat Bose auch Funktionen eingespart. So beherrschen die Ohrhörer kein 3D-Audio mit Kino-Modus, sondern geben Musik ausschließlich in Stereo wieder.

Sportlicher Klang, gute Ausdauer

Der Klang kann grundsätzlich ähnlich gut wie bei den Ultras sein. Kann bedeutet: ntv.de hat festgestellt, dass es bei den Sport-Ohrhörern sehr darauf ankommt, dass die Lautsprecherkugeln optimal platziert sind. Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied beim Ton machen. Ein echtes Problem ist das nicht, da die Clips eine einmal korrekte Positionierung sicher halten.

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Sitzen sie richtig, liefern sie ausgezeichnet definierte Mitten, die Instrumenten und Stimmen den ihnen gebührenden Raum bieten. Die Bässe sind für Open-Ears erstaunlich druckvoll und präsent. Die Höhen sorgen mit Details für Klarheit und zeigen Biss, können bei höheren Lautstärken aber etwas stechen. Andererseits liefern die Ohrhörer auch bei geringer Lautstärke voll ab. Insgesamt ist der Klang so lebhaft ausgelegt, dass er beim Training antreibt und Spaß macht.

Empfindet man das nicht so, bietet die App nur einen Drei-Band-Equalizer und vier voreingestellte Modi, um etwas zu ändern. Die einzige weitere Funktion, die man in den Einstellungen findet, ist eine automatische Lautstärkeanpassung. Wie bei den Ultras kann die Funktion nerven, wenn in der Umgebung viel los ist und es ständig rauf und runter geht.

Wie auch bei den Ultras gilt, dass die Bose Sport Open Earbuds gut zum Telefonieren geeignet sind. In lauten Umgebungen fällt es allerdings schwer, Gesprächspartner zu verstehen.

Die Ausdauer der Ohrhörer ist mit bis zu sieben Stunden gut, bei automatischer Lautstärkeregelung reduziert sie sich aber auf weniger als vier Stunden. Das Ladecase hat Reserven für bis zu 22 zusätzlichen Stunden, zehn Minuten in der Box genügen den Ohrhörern für rund 1,8 Stunden Wiedergabe.

Fazit

Die Bose Sport Open Earbuds sind sehr gute Sport-Ohrhörer. Sie sitzen bequem, aber sicher, sind unkompliziert und robust. Auch beim Klang spielen sie in der Open-Ears-Liga oben mit, kommen aber nicht ganz an die Ultra-Stallgefährten heran. Für das etwas magere Gesamtpaket sind 200 Euro happig. Es gibt Konkurrenten mit ähnlichen Vorzügen, die für deutlich weniger Geld eine bessere Ausstattung bieten, unter anderem die optisch verblüffend ähnlichen Anker Soundcore AeroClip 2 oder die Shokz OpenDots 2.

Quelle: ntv.de

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