Aber: Der Apfel leuchtet wiederApple präsentiert nie gewolltes Macbook

Jahrelang sperrt sich Apple dagegen, seinen Mac-Computern Touchscreens zu spendieren - während das bei Geräten mit Windows-System zum Alltag gehörte. Jetzt schwenkt der iPhone-Konzern um - und erklärt, warum.
Apple bringt sein erstes Macbook mit einem Touchscreen-Display heraus - nachdem der Konzern jahrelang das Konzept von Laptops mit berührungsempfindlichen Bildschirmen kritisiert hatte. Jetzt betont Apple, das Macbook Pro mit Touch-Bildschirm sei für professionelle Nutzer gedacht, die etwa 3D-Modelle mit den Fingern drehen oder Musikinstrumente direkt auf dem Display spielen wollen. Der Preis für ein Macbook Pro mit Touchscreen fängt in Deutschland bei 3299 Euro an.
In den vergangenen Jahren hatten Konkurrenten verschiedene Modelle von Notebooks mit dem Windows-Betriebssystem mit Touchscreens ausgestattet. Apple dagegen hielt an einer strikten Trennung fest: Macs hatten herkömmliche Bildschirme und große Touchscreens blieben den iPad-Tablets vorbehalten. Gründer Steve Jobs sagte einmal: Ein solches Gerät sei "ergonomisch furchtbar".
Noch 2021 hatte der heutige Apple-Chef John Ternus dem "Wall Street Journal" gesagt, das iPad sei auf Touchscreen-Eingabe optimiert und die Macs auf Maus und Tastatur - und man habe bisher keinen Grund gefunden, das zu ändern. In den späteren Jahren wurden Antworten auf die Frage nach einem Touchscreen-Mac aber ausweichender.
Mit einem Gewicht von 1,38 Kilogramm machte Apple das Touch-Macbook 230 Gramm leichter als die aktuellen Pro-Modelle mit 14-Zoll-Bildschirm. Bei der größeren Ausführung mit einer Display-Diagonale von 16 Zoll sank das Gewicht um 320 Gramm. Als erstes Macbook bekommt es zudem die von iPhone bekannte "Dynamic Island", in der am oberen Bildschirmrand Live-Aktivitäten angezeigt werden können. Nach Jahren kommt zudem das leuchtende Apfel-Logo auf der Rückseite des Displays zurück.