Stress und LangeweileNägelkauen: Welche Mittel sich gegen die Angewohnheit bewährt haben

Haps, haps, Nagel ab! So schnell kann es gehen, wenn sich die schlechte Angewohnheit erst einmal eingeschlichen hat. Wir verraten, was gegen das Nägelkauen helfen kann.
Einige Kinder und Erwachsene neigen zum Nägelkauen und kommen davon nur schwer weg. Gründe für das Kauen oder Pulen können laut apotheken.de Stress oder auch Langeweile sein. Neben dem Symptom sollte also auch die Ursache behoben werden. Immerhin sehen abgekaute Nägel nicht nur unschön aus, sondern können sogar schmerzen. Insbesondere bei Erwachsenen wirkt die Angewohnheit in einigen Kontexten zudem unprofessionell. Diese Tipps können helfen, sich das Kauen abzugewöhnen.
Bittere Pille für Nagelkauer
Das bekannteste Mittel gegen Nagelkauen ist bitterer Nagellack. Hier soll der Geschmack abschrecken und den Spaß am Knabbern nehmen. Dabei ist der Nagellack laut Hersteller harmlos formuliert und eignet sich deshalb auch für Kinder. Außerdem sind die klaren Lacke unauffällig.
Laut Hersteller mit kräftigenden und pflegenden Inhaltsstoffen
Bitterer Geschmack
Geeignet ab 3 Jahren
Mit der bittersten Substanz der Welt (laut Hersteller)
Soll das Nagelwachstum fördern
Ab 3 Jahren
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Jedoch weist etwa ein Artikel der Apotheken Umschau darauf hin, dass bittere Nagellacke insbesondere für Kinder nicht immer sinnvoll sind. Der Grund: Damit würden nur die Symptome, nicht aber die Ursache des Kauens behandelt. Zudem würde eventuell noch mehr Aufmerksamkeit auf das 'Problem' gelenkt, was den Druck auf das Kind erhöhen kann. Wichtig sind demnach vor allem die Ursachenfindung und Ablenkung.
Maniküre als Lösung für Erwachsene
Erwachsene können auch auf eine Maniküre setzen, die das Abkauen erschweren soll. Am besten könnte das mit festen Acrylnägeln funktionieren. Diese sind zu hart zum Zerbeißen und lassen sich nicht so einfach entfernen. Alternativ sind Press-on-Nails einen Versuch wert.
Wer den Look nicht mag oder dann am Plastik kaut, kann sich die Nägel auch mit Pflastern abkleben. Das kann die Angewohnheit unterbinden, ist im Alltag jedoch eher nervig.
Ablenkung und Entspannung
Laut apotheken.de kann sich bei Kindern wie Erwachsenen auch ein Stressball lohnen. Dieser ersetzt das Laster und ist zudem für die Regulierung von Stress nutzbar. Wichtig ist nur, dass der Stressball auch in den Momenten zur Hand ist, in denen geknabbert wird. Demnach gehört der Ball etwa in die Handtasche, auf den Schreibtisch oder neben die Fernbedienung auf die Couch. Dann muss man sich nur noch antrainieren, statt zum Nagel zum Ball zu greifen.
Fazit: Das kann beim Nägelkauen helfen
Ob bei Kindern oder Erwachsenen, es bringt nichts, zu hart zu sein. Immerhin kann der Druck von außen – oder für sich selbst – die Angewohnheit verschlimmern. Es lohnt sich deshalb, der Ursache auf den Grund zu gehen und Entspannungs- wie Regulierungsübungen zu etablieren. Ähnlich wie bei der Raucherentwöhnung können Stressbälle, Handbewegungen, Rätsel und andere Ersatzhandlungen vom Nägelkauen ablenken und dabei helfen, die Gewohnheit nach und nach abzulegen. Bittere Nagellacke, Pflaster oder Acrylnägel sollen als Akutmaßnahme das Knabbern stoppen, damit Wunden und Nägel regenerieren können.

