Fünf gute GründeLohnt sich eine Firmenkreditkarte schon für kleine Unternehmen?

Firmenkreditkarten sind nicht nur für große Unternehmen interessant: Auch Selbstständige, Freelancer und kleine Betriebe können damit ihre Ausgaben übersichtlicher verwalten.
Bei Unternehmen kommen schnell zahlreiche betriebliche Ausgaben zusammen, zum Beispiel für Software-Abos, neue Technik oder Werbekosten. Eine Firmenkreditkarte kann deshalb schon bei überschaubaren Umsätzen sinnvoll sein, um geschäftliche und private Ausgaben besser voneinander trennen zu können. Je nach Kartenmodell kommen noch weitere Leistungen hinzu, die den Geschäftsalltag für Selbstständige, Freelancer und kleine Unternehmen erleichtern können.
1. Geschäftliche und private Ausgaben sauber trennen
Der offensichtlichste Vorteil einer Firmenkreditkarte ist die getrennte Ausgabenverwaltung zwischen privaten und geschäftlichen Rechnungen. Büromaterial, Software, Geschäftsessen oder Reisekosten laufen über eine eigene Karte und werden gesammelt abgerechnet. Das erleichtert den Überblick und kann auch die Vorbereitung der Buchhaltung vereinfachen. Statt private Kreditkartenabrechnungen nach geschäftlichen Zahlungen zu durchsuchen, lassen sich die betrieblichen Kartenumsätze direkt zuordnen.
Gerade für Selbstständige kann das bereits ein guter Grund sein, eine separate Business-Karte einzusetzen. Wichtig bleibt allerdings: Eine Firmenkreditkarte ersetzt nicht automatisch auch ein separates Geschäftskonto. Sie kann in vielen Fällen mit einem bestehenden Konto als Abrechnungskonto genutzt werden.
2. Kreditkarten auch für Mitarbeitende
Wenn neben dem Kreditkarteninhaber weitere Personen regelmäßig Geld für das Unternehmen ausgeben, werden Mitarbeiterkarten interessant. Statt dass Beschäftigte beispielsweise eine Geschäftsreise zunächst mit ihrer privaten Karte bezahlen und sich das Geld später erstatten lassen, können sie direkt eine Firmenkarte verwenden. Die Ausgaben laufen anschließend zentral über das Unternehmen. Das ist auch schon bei wenigen Angestellten sinnvoll, um den Aufwand der Buchhaltung zu reduzieren.
Ein Beispiel für eine Firmenkreditkarte mit Mitarbeiterkarten ist die American Express Business Gold Card. Für die Karte können bis zu 99 Business-Gold-Zusatzkarten ohne zusätzliches Kartenentgelt an Angestellte ausgegeben werden. Praktisch: Für die einzelnen Karten lassen sich individuelle Ausgabelimits festlegen, während die Umsätze zentral einsehbar bleiben. Die wichtigsten Services auf einen Blick:
Bis zu 50 Tage Zahlungsziel
Bis zu 99 Mitarbeiterkarten inklusive
100 Euro Dell-Guthaben pro Jahr
Reiseversicherungspaket
Sixt One Gold Status
Teilnahme am Membership Rewards Programm
Aktuell 50.000 Membership Rewards Punkte als Willkommensbonus nach 10.000 Euro Kartenumsatz innerhalb von 6 Monaten, Angebot nur über Links wie den folgenden
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollte sich etwa der Bonus von dem hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter ihn nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
3. Finanzielle Vorteile
Eine Firmenkreditkarte kann außerdem zusätzlichen finanziellen Spielraum schaffen. Bei klassischen Kreditkarten werden Zahlungen nicht zwingend sofort vom Firmenkonto abgebucht, sondern zunächst gesammelt und später abgerechnet. Dadurch ergibt sich ein verlängertes Zahlungsziel. Bei der American Express Business Gold Card können Karteninhaber ihre Umsätze auf Wunsch beispielsweise bis zu 50 Tage später bezahlen.
Das kann für Selbstständige interessant sein, deren Einnahmen und Ausgaben zeitlich auseinanderfallen. Wird beispielsweise zu Monatsbeginn ein neuer Laptop gekauft, während die Rechnung eines Kunden erst einige Wochen später bezahlt wird, bleibt das Geld auf dem Konto zunächst länger verfügbar.
Andere Firmenkarten setzen stattdessen beispielsweise auf finanzielle Vorteile in Form von Cashback oder Rückvergütungen. Welches Modell günstiger ist bzw. den höheren Mehrwert hat, hängt deshalb stark davon ab, wie die Karte konkret eingesetzt wird.
4. Versicherungen und Reiseleistungen
Bei vielen Firmenkreditkarten bezahlen Unternehmen nicht nur für die Zahlungsfunktion. Je nach Anbieter und Kartenmodell sind verschiedene Zusatzleistungen enthalten.
Beispielsweise gehören bei der American Express Business Gold Card diverse Reiseversicherungen zum Paket: eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung, eine Reisekomfort-Versicherung, eine Auslandsreise-Krankenversicherung und ein europaweiter Kfz-Schutzbrief sind inkludiert. Diese Versicherungen gelten auch für die Zusatzkarteninhaber, sofern die jeweilige Reise oder Dienstleistung mit der Zusatzkarte bezahlt wurde. Für Unternehmen mit regelmäßigen Geschäftsreisen können solche Extras die laufenden Kartenkosten zumindest teilweise ausgleichen.
Auch die Miles & More Gold Credit Card Business inkludiert ein Versicherungspaket für Geschäftsreisen: Hier gehören eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung, eine Reisekrankenversicherung und eine Mietwagen-Zusatz-Versicherung dazu. Die Mastercard kostet 11,50 Euro pro Monat, also 138 Euro pro Jahr.
Die Miles & More Gold Credit Card Business gibt es sowohl als Kreditkarte für Selbstständige als auch im Rahmen einer Unternehmenslösung für Mitarbeitende. Unternehmen können Karten für Beschäftigte ausgeben und individuelle Kartenlimits festlegen. Zusätzlich kann diese Kreditkarte mit der Teilnahme am Miles & More Programm punkten – ideal für alle, die regelmäßig mit Fluggesellschaften der Lufthansa Group oder deren Partner-Airlines auf Dienstreise fliegen. Apropos Dienstreise: Inhaberinnen und Inhaber der Karte erhalten automatisch den Marriott Bonvoy Silver Elite Status, mit dem sie in ausgewählten Marriott-Hotels zum Beispiel einen kostenlosen Late Check-out bekommen können.
5. Mit Geschäftsausgaben Punkte oder Meilen sammeln
Eine Alternative zu klassischen Cashback-Modellen sind Bonusprogramme. Hier wird die bestimmte Summe nicht auf dem Konto gutgeschrieben, sondern kann in Form von gesammelten Punkten später für andere Dinge eingelöst oder zum Bezahlen genutzt werden.
Bei der Miles & More Gold Credit Card Business sammeln Inhaberinnen und Inhaber pro umgesetztem Euro eine Meile. Die gesammelten Meilen bleiben unter den entsprechenden Bedingungen dauerhaft vor dem Verfall geschützt.
Bei der American Express Business Gold ist hingegen die Teilnahme am Membership Rewards Programm bereits im Kartenpreis enthalten. Grundsätzlich gibt es einen Membership Rewards Punkt pro ausgegebenem qualifizierten Euro. Umsätze durch Bargeldabhebungen zählen beispielsweise nicht zu den qualifizierten Ausgaben. Die gesammelten Punkte können über das Buchungsportal von American Express für Reisen eingesetzt, zu verschiedenen Airline-Programmen übertragen oder zur Begleichung ausgewählter Kartenumsätze genutzt werden.
Wann lohnt sich eine Firmenkreditkarte?
Eine Firmenkreditkarte lohnt sich vor allem dann, wenn durch die Services der Kreditkarte im Geschäftsalltag ein echter Mehrwert entsteht. Das kann bereits bei Solo-Selbstständigen der Fall sein – etwa wenn regelmäßig Software-Abos, Werbung, Technik oder Geschäftsreisen bezahlt werden. Zusätzliche Mitarbeiterkarten, Versicherungen oder Bonusprogramme können darüber hinaus den Arbeitsalltag erleichtern.
Für viele kleinere Unternehmen dürfte die American Express Business Gold Card ausreichen. Wer dagegen häufig geschäftlich reist, kann sich die American Express Business Platinum Card ansehen. Sie kostet aktuell 850 Euro pro Jahr, bietet dafür unter anderem ein Zahlungsziel von bis zu 58 Tagen, Lounge-Zugänge am Flughafen sowie verschiedene Reise-, Mobilitäts- und Business-Guthaben. Außerdem sind eine Business-Platinum-Zusatzkarte und bis zu 98 Business-Gold-Zusatzkarten enthalten.
Allerdings sollte eine Firmenkreditkarte nicht allein wegen einer langen Liste an Vorteilen gewählt werden – ein Guthaben oder eine Versicherung bringen nur dann einen tatsächlichen Mehrwert, wenn die Leistung im Geschäftsalltag auch regelmäßig genutzt wird.
Alternative: Firmenkonto von Fyrst für kleine Unternehmen
Nicht jedes kleine Unternehmen benötigt unbedingt eine klassische Kreditkarte. Wer in erster Linie private und geschäftliche Finanzen trennen möchte, kann stattdessen ein separates Geschäftskonto mit Debitkarte nutzen.
Eine mögliche Lösung ist Fyrst. Für Freiberufler, Selbstständige und Einzelunternehmer wird das Base-Konto derzeit ohne monatliche Grundgebühr angeboten. Enthalten sind 50 kostenlose beleglose Buchungsposten pro Monat sowie eine Debit-Mastercard. Jede weitere beleglose Transaktion kostet dann 0,19 Euro. Für juristische Personen ist Fyrst Base zunächst sechs Monate kostenlos und kostet anschließend sechs Euro monatlich.
Wichtig ist der Unterschied zur Firmenkreditkarte: Bei der enthaltenen Fyrst Card handelt es sich um eine Mastercard-Debitkarte. Zahlungen werden also direkt über das Geschäftskonto abgewickelt. Ein verlängertes Zahlungsziel wie bei den Karten von American Express gibt es damit nicht. Für Selbstständige, die vor allem ein separates Konto für Einnahmen, Überweisungen und Kartenzahlungen suchen, kann Fyrst deshalb eine günstige Alternative sein. Geschäftskonto und Business-Kreditkarte lassen sich allerdings auch kombinieren.
Auf diese Aspekte sollten Selbstständige achten
Nicht jede Business-Kreditkarte passt zu jedem Unternehmen. Vor dem Abschluss lohnt sich deshalb ein Blick auf mehrere Punkte:
Akzeptanz: Eine Karte bringt wenig, wenn wichtige Geschäftspartner oder Händler sie nicht annehmen. American Express ist in Deutschland inzwischen weit verbreitet, Mastercard und Visa haben allerdings grundsätzlich ein größeres Akzeptanznetz. Wer seine Karte häufig bei kleineren Händlern oder im Ausland einsetzen möchte, sollte deshalb prüfen, wo sie tatsächlich akzeptiert wird.
Zusätzliche Gebühren: Wer regelmäßig in Fremdwährung zahlt, sollte besonders auf Gebühren für Fremdwährungsumsätze achten. Schon wenige Prozent Zusatzkosten können sich bei häufigen Geschäftsreisen oder internationalen Einkäufen spürbar summieren. American Express beispielsweise erhebt zwei Prozent des Betrags, Miles & More 1,95 Prozent. Auch für die Bargeldabhebung am Automaten können Gebühren anfallen.
Mitarbeiterkarten: Sobald mehrere Personen für das Unternehmen bezahlen, sind Zusatzkarten interessant. Wer mehrere Firmenkreditkarten über dasselbe Konto abrechnen möchte, sollte sich über die Optionen für Zusatzkarten informieren.
Zahlungsziel und Abrechnung: Klassische Firmenkreditkarten können die Liquiditätsplanung erleichtern, wenn Umsätze erst einige Wochen später vom Konto abgebucht werden.
Versicherungen, Bonusprogramme und weitere Services: Reiseversicherungen, Punkte oder Guthaben können verlockend wirken – sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Karte zur eigenen Nutzung passen muss. Wer selten reist, hat beispielsweise wenig von umfangreichen Reiseversicherungen.
Vor dem Antrag sollten Interessierte außerdem prüfen, ob die Kreditkarte ein bestimmtes Geschäftskonto voraussetzt oder einfach mit einem bestehenden Konto verbunden werden kann. Wer ohnehin ein separates Geschäftskonto sucht, kann auch Angebote mit Debitkarte wie Fyrst in Betracht ziehen. Wer dagegen gezielt von Verfügungsrahmen oder Bonusprogramm profitieren möchte, ist mit einer eigenständigen Firmenkreditkarte meist besser aufgestellt. Die Wahl der Firmenkreditkarte sollte also gut überlegt sein und zu den Bedürfnissen und dem Geschäftsalltag passen – kann aber schon für Freelancer, Selbstständige und kleine Unternehmen durchaus sinnvoll sein.