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4K, Dolby Atmos und mehrGroßes Kino oder ein Blender? Der Xgimi Aura 3 Max im Test

20.10.2026, 17:05 Uhr
imageVon Regina Joos
XGIMI Aura 3 Max
Statt Smart-TV: Mit einem Beamer wie dem Aura 3 Max sind alle Lieblings-Apps an Ort und Stelle. (Foto: Regina Joos)

Spotlight an für den Aura 3 Max-Beamer, der aktuell zum halben Preis vorbestellbar ist. Wir durften den Kurzdistanzprojektor vorab testen, der in jeglicher Hinsicht optisch überzeugt.

Bis zu 200 Zoll Bilddiagonale, ohne einen Beamer an die Decke hängen zu müssen: Der Xgimi Aura 3 Max soll das Wohnzimmer in einen Kinosaal verwandeln. Der Ultrakurzdistanzprojektor kombiniert 4K-Auflösung mit einem RGB-Triple-Laser, der laut Hersteller beeindruckende 5.700 ISO-Lumen erreicht. Dazu kommen Dolby Vision, ein Kontrastverhältnis von bis zu 8.000:1 und 4K-Gaming mit 120 Hertz. Für Unterhaltung direkt nach dem Einschalten stehen Google TV und ein integriertes 80-Watt-Soundsystem von Harman Kardon bereit. Klingt nach einem ziemlich überzeugenden Gesamtpaket, aber auch nach einem kostspieligen – doch was kann der Aura 3 Max in der Praxis wirklich?

Kurzfazit: Filmreife Bilder und intensiven Sound kann der neueste Beamer aus der Aura-Reihe definitiv. Die Frage ist nur: Ist man bereit, den Preis dafür zu zahlen? Bei der fast zweimonatigen Pre-Order-Aktion können Heimcineasten gut die Hälfte vom Preis sparen: Mit immer noch über 2.000 Euro dennoch eine kostspielige Anschaffung. Der entscheidende Kaufgrund aber zu einem vielleicht genauso teuren Fernseher? Der Beamer ist ein Designobjekt, das sich ins Ambiente eines modernen Zuhauses einfügt wie kein TV-Bildschirm dieser Welt.

VorteileNachteile
✅ Kinoreife Bildauflösung❌ Bildkorrektur etwas kompliziert
✅ Sehr gute Soundqualität❌ Etwas viel Verpackungsmüll
✅ Gerät selbst ist sehr leise❌ Hochpreisig
✅ Schlankes Design (platzsparender als mancher TV)
✅ Sparaktion bis 4. Dezember

Xgimi Aura 3 Max: Technische Fakten im Überblick

  • Maße des Geräts: 13,8 × 58,8 × 29,5 cm

  • Bild: 4K-UHD (3.840 × 2.160 Pixel), RGB-Triple-Laser, 5.700 ISO-Lumen, Kontrast bis 8.000:1

  • Projektion: 80 bis 200 Zoll (203–508 cm), Ultrakurzdistanz (0,163:1), Dolby Vision, HDR10+, automatische Bildkorrektur

  • Gaming: 4K mit bis zu 120 Hz, VRR, ALLM und geringe Eingabeverzögerung

  • System & Sound: Google TV, 3 GB RAM, 64 GB Speicher, 80-Watt-Soundsystem von Harman Kardon mit Dolby Atmos

  • Anschlüsse: 3× HDMI (1× eARC), 3× USB, LAN, optischer Audioausgang, 3,5-mm-Audioausgang, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2

  • Preis-Check: Aktion bis 4. Dezember mit Kickstarter-Rabatt: 2.199 US-Dollar (rund 2.293 Euro, Versand und Zoll nicht inbegriffen), danach EU-UVP von 4.499 Euro

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Xgimi Aura 3 Max Kurzdistanzprojektor
2.293 €4.499 €

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Moderner Retro-Look: Der Aura 3 Max versprüht Aura

"Wow, der sieht ja gut aus", sagt mein Partner als Erstes beim Betreten des Wohnzimmers – und Recht hat er. Was auf den ersten Blick eher an einen Plattenspieler aus alten Zeiten erinnert, verbirgt ein ganzes Kinoerlebnis in seinem schlanken Gehäuse in dunkelbrauner Holzoptik. Der Laser selbst befindet sich in einer Klappe, die beim Einschalten ausfährt. Mit einer Breite von knapp unter 60 Zentimetern und einer Tiefe von knapp 30 Zentimetern passt der Beamer auf so ziemlich jedes Sideboard – durch die Funktion, über kurze Distanz das Bild zu projizieren, braucht es zudem keinen allzu großen Abstand zur Wand oder Leinwand. Dass hier jedoch feinjustiert werden muss, soll ich noch im Laufe des Tests erfahren.

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Zum Zubehör gehören Handbuch, Anschlusskabel, Fernbedienung mit zwei Batterien sowie zwei 3D-Brillen mit jeweils einem Ladekabel. (Foto: Regina Joos)
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Eine Klappe verdeckt im ausgeschalteten Zustand die Projektionslinse, was sie zusätzlich vor Staub und Schäden schützt. (Foto: Regina Joos)

Sind 3D-Brillen noch ein Ding?

Das frage ich mich unmittelbar, als ich das Zubehör sehe. Neben Beamer, Fernbedienung, die im Übrigen mit praktischer Tastenbeleuchtung aufwartet, und Handbuch stechen mir direkt zwei 3D-Brillen ins Auge. Die Verarbeitung hinterlässt keinen besonders hochwertigen Eindruck. Sie müssen zudem mit dem beiliegenden USB-Kabel erst einmal aufgeladen werden. Da ich beim Tragen von 3D-Brillen schnell zu Kopfschmerzen neige, sind sie für mich ein eher unnützes Gadget – für 3D-Fans sicherlich aber ein Nice-to-have.

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Eine Fernbedienung im schlanken Design und Schnellwahltasten zu Streaminganbietern sowie zwei 3D-Brillen vervollständigen das Zubehör. (Foto: Regina Joos)

Erster Eindruck und Einrichtung

Was mir direkt nach dem Einschalten auffällt, ist die kaum wahrnehmbare Lautstärke des Beamers. Oft wird ein Projektor von einem unangenehmen Rauschen der Lüftung begleitet, der Aura 3 Max arbeitet hingegen im Flüsterton.

Beim Einrichten eines Projekts braucht es etwas Geduld und Feingefühl. Dadurch, dass wir selbst einen Kurzdistanzbeamer haben, bin ich darin schon etwas geübt. Ich richte den Aura 3 Max auf einer großen Wandfläche ein, was normalerweise schneller geht als auf einer Leinwand, da keine festen Begrenzungen eingehalten werden müssen.

Beamer im Test: Dieser Beamer geht extrem gut auf Ultrakurzdistanz

Bei einer Leinwand muss die Projektion dagegen möglichst genau innerhalb des Rahmens sitzen, was etwas mehr Feinarbeit erfordert. Gerade bei Ultrakurzdistanzprojektoren wie dem Aura 3 Max können schon wenige Millimeter beim Verschieben des Geräts einen deutlichen Unterschied machen. Allerdings hat eine geeignete Leinwand einen Vorteil: Sie bietet eine gleichmäßige Projektionsfläche. Ist die weiße Wand nicht vollkommen eben, so wie bei uns, können Bildverzerrungen auftreten, die sich nicht immer durch die automatische Trapezkorrektur beheben lassen. Die erfolgt im Übrigen recht schnell und hat eine eigene Taste auf der Fernbedienung – ein Pluspunkt, um sich nicht erst ewig lange durch die Einstellungen durchfuchsen zu müssen. Ein Nachteil ist, dass der Beamer keine verstellbaren Füße besitzt, wie ähnliche Modelle etwa von Epson, die beim Einstellen des Bildes durchaus behilflich sein können.

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Mit einer Taste schnell erreicht: die Einstellung für die Bildkorrektur. Hier werden vor allem die Seiten scharf gestellt, eine richtige Trapezkorrektur erfolgt nicht – hier muss man am Gerät selbst Hand anlegen. (Foto: Regina Joos)

Die Bedienung ist genau wie bei einem Smart-TV. Alle Apps, von Prime Video über YouTube bis Netflix, sind an einem Ort. Einmal mit einem Google-Account verbunden, können weitere Apps problemlos runtergeladen werden. Nach dem Einschalten stockt das Bild leicht, das Durchgehen der Apps ist etwas holprig, was aber am Systemupdate liegen kann.

Die Herzstücke sind das Bild und der Sound

Für die maximale Kino-Experience dunkle ich das Zimmer ab, auch wenn das Bild selbst bei Tageslicht sehr gut erkennbar ist. Ein 4K-Naturvideo von YouTube eignet sich hier am besten, die kräftigen Farben und den Bildfluss zu testen. Die Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hertz bei 4K-Auflösung ist enorm gut, insbesondere für Sportübertragungen oder beim Gaming. Apropos Gaming: Natürlich muss ich auch das Spielerlebnis am Beamer testen und tauche in die Welt von Animal Crossing ein, die sich auf einem gigantischen Bild vor mir erstreckt. Der Wechsel zu meiner Nintendo Switch erfolgt über einen der HDMI-Anschlüsse schnell, eine Schnelltaste fürs Gaming gibt es auf der Fernbedienung allerdings nicht. Für das visuelle Erlebnis braucht es dafür nicht mal eine 3D-Brille.

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Die Bilder sind kontrastreich und es fühlt sich fast so an, als wäre man am paradiesischen Strand höchstpersönlich. Verschiedene Modi- und Farbeinstellungen stehen zur Verfügung, um die Optik zu individualisieren. (Foto: Regina Joos)
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Fürs Gaming prädestiniert: Die kleine Welt von Animal Crossing erscheint auf Leinwandgröße zum Greifen nahe. (Foto: Regina Joos)

Das eingebaute 80-Watt-Soundsystem von Harman Kardon mit Dolby Atmos ist mitunter das größte Indiz für den hohen Preis des Beamers. Eine zusätzliche Soundbar ist hier also eher überflüssig. Das Soundsystem überzeugt mit einem klaren, detailreichen Klang, bei dem Stimmen und Dialoge auch in actionreichen Szenen gut verständlich bleiben. Kräftige Bässe verleihen Explosionen und Soundeffekten zusätzlichen Druck, während das breite, räumliche Klangbild echtes Kinofeeling schafft. Auch hier kann in den Einstellungen nach Belieben feinjustiert werden.

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Premium-Sound liefert das System von Harman Kardon, während die Dolby-Atmos-Funktion noch mehr Kinoatmosphäre versprühen soll. (Foto: Regina Joos)

Fazit: Wer braucht einen mehrere tausend Euro teuren Beamer?

Mein Partner zum Beispiel, denn der hat einen ähnlichen Preis für seinen Kurzdistanzprojektor hingeblättert. Auch für einen smarten Fernseher kann viel Geld ausgegeben werden. Wer sparen möchte, nutzt die Early-Bird-Aktion, die den Preis um 50 Prozent senkt. Kurzdistanz-Projektoren sind generell kostspielig. Wer gerne unter der Tausend-Marke bleiben möchte, findet beispielsweise in einem Epson-EF-Modell eine günstigere Alternative.

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Der Vorteil eines Beamers, explizit des Aura 3 Max, liegt in erster Linie in seiner Optik. Wer auf einen cleanen Look im Wohnzimmer Wert legt und den nicht durch einen großen schwarzen Bildschirm stören möchte, findet im Aura-Beamer ein wahres Designobjekt. Heimcineasten kommen zudem auf ihre Kosten, denn der Projektor steht einem kleinen Kino in nichts nach. Der Aura 3 Max ist ein Luxusgut, keine Frage – Popcorn aus der Mikrowelle ist jedoch günstiger als das aus dem Kino.

Quelle: ntv.de