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Teurer FehlerAuf dem Giro wird am häufigsten gespart: Warum das bares Geld kosten kann

21.10.2026, 09:21 Uhr
Frau rechnet am Taschenrechner
41 Prozent der Deutschen geben an, auf dem Girokonto zu sparen. (Foto: IMAGO / Pond5 Images)

Das Girokonto bleibt der Favorit der Deutschen, wenn es ums Sparen geht. Dabei bleiben größere Guthaben dort häufig unverzinst liegen.

Das Girokonto bleibt der Favorit der Deutschen, wenn es ums Sparen geht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen aus dem Jahr 2025. 41 Prozent der Deutschen geben an, auf dem Girokonto zu sparen. Damit liegt es wie bereits im Vorjahr auf dem ersten Platz.

Geld verliert durch Inflation auf dem Girokonto an Wert

Für den täglichen Zahlungsverkehr ist das Girokonto unverzichtbar. Als dauerhafter Aufbewahrungsort für größere Ersparnisse eignet es sich dagegen nur bedingt. Denn auf den meisten Girokonten gibt es keine Guthabenzinsen. Das Geld bleibt zwar jederzeit verfügbar, erwirtschaftet aber keine Erträge. Gleichzeitig verliert es durch die Inflation mit der Zeit an Kaufkraft. Wer kurzfristig nicht benötigtes Geld stattdessen auf einem Tagesgeldkonto parkt, kann derzeit Zinsen von über 3 Prozent p. a. erhalten. Für den langfristigen Vermögensaufbau kommen dagegen Wertpapiere wie ETFs infrage.

Consorsbank: 3,8 Prozent Tagesgeldzinsen und kostenloses Depot

Ein Angebot, das zwei Sparformen miteinander verbindet, kommt derzeit von der Consorsbank. Neukunden erhalten 3,8 Prozent Tagesgeldzinsen p. a. für fünf Monate auf Guthaben von bis zu einer Million Euro. Voraussetzung ist, dass in den vergangenen sechs Monaten weder ein Konto noch ein Depot bei der Consorsbank geführt wurde. Mit dem Tagesgeldkonto kommt auch ein kostenloses Depot, das Investieren in Aktien oder ETFs ermöglicht.

  • Zinssatz: 3,8 Prozent p. a. für fünf Monate

  • Maximalbetrag: eine Million Euro

  • Zinsgutschrift: vierteljährlich

  • Anschlusszins: Derzeit 1,0 Prozent p. a., variabel

  • Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro über Frankreich, zusätzlich freiwillige Absicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken

  • Inklusive: Wertpapierdepot

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Tagesgeldkonto bei der Consorsbank inkl. Depot
3,8 Prozent p. a. für 5 Monate

Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.

Zusätzlich zum Tagesgeldkonto wird bei der Consorsbank ein kostenloses Wertpapierdepot eröffnet. Damit lassen sich beispielsweise langfristige ETF-Sparpläne und kurzfristig verfügbare Rücklagen bei derselben Bank verwalten. Eine Verpflichtung, in Wertpapiere zu investieren, besteht nicht.

Aktuell gibt es außerdem eine Sonderaktion: Wer bis zum 30. November 2026 erstmals ein Tagesgeldkonto beantragt und die Kontoeröffnung bis zum 20. Dezember abschließt, kann ETF-Anteile im Wert von rund 100 Euro erhalten. Voraussetzung ist unter anderem ein Tagesgeldguthaben von mindestens 50.000 Euro zum maßgeblichen Stichtag. Bei einer Kontoeröffnung im Oktober 2026 ist das der 30. April 2027.

Openbank: Vier Prozent Tagesgeldzinsen ohne Depot

Wer ausschließlich Tagesgeld anlegen und kein Wertpapierdepot eröffnen möchte, findet bei Openbank eine Alternative. Die Bank bietet Neukunden derzeit 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr für vier Monate auf Guthaben von bis zu 100.000 Euro. Wichtig ist, dass in den vergangenen zwölf Monaten kein Openbank Tagesgeld beziehungsweise ehemaliges Santander Tagesgeld geführt wurde.

  • Zinssatz: 4,0 Prozent p. a. für vier Monate

  • Maximalbetrag: 100.000 Euro

  • Anschlusszins: derzeit 2,0 Prozent p. a., variabel

  • Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro über Deutschland, zusätzlicher freiwilliger Einlagensicherungsfonds

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openbank
Tagesgeldzinsen bei Openbank (ehemals Santander)
4,0 Prozent p. a. für 4 Monate

Nach Ablauf der viermonatigen Zinsgarantie wird das Guthaben mit dem regulären Zinssatz von derzeit 2,0 Prozent pro Jahr verzinst. Dieser ist variabel und kann sich jederzeit ändern.

Fazit: Nicht benötigtes Guthaben muss nicht auf dem Girokonto bleiben

Auf dem Girokonto sollte vor allem das Guthaben liegen, das für laufende Ausgaben und anstehende Zahlungen gebraucht wird. Für größere finanzielle Rücklagen ist ein Tagesgeldkonto häufig die passendere Wahl. Auch hier bleibt das Geld jederzeit verfügbar und wird gleichzeitig verzinst. Neukunden können sich oft für einige Monate hohe Aktionszinsen sichern. Anschließend greift meist ein niedrigerer, variabler Anschlusszins.

Für den langfristigen Vermögensaufbau können dagegen breit gestreute Aktien-ETFs interessant sein. Sie bilden beispielsweise einen weltweiten Aktienindex ab und ermöglichen es, mit einem einzigen Wertpapier in zahlreiche Unternehmen zu investieren. Langfristig bestehen damit höhere Renditechancen als beim Tagesgeld. Allerdings unterliegen ETFs Kursschwankungen und können an Wert verlieren. Auch Verluste bis hin zum Totalverlust sind grundsätzlich möglich.

Quelle: ntv.de