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ThüringenWarnstreiks in Thüringen - IG Metall erhöht Druck

02.11.2026, 14:27 Uhr
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Mehr als 750 Beschäftigte legten in Thüringen zeitweise die Arbeit nieder. Die IG Metall will die Warnstreiks in den kommenden Tagen ausweiten – was sie damit erreichen will.

Erfurt (dpa/th) - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie erhöht die IG Metall auch in Thüringen den Druck: In einer ersten Warnstreikwelle am Montag waren im Freistaat in einer Handvoll Unternehmen Beschäftigten dazu aufgerufen, befristet ihre Arbeit niederzulegen. Den Auftakt bildete am Sonntagabend ein Warnstreik bei der Widia GmbH in Köngisee (Kreis Saalfeld-Rudolstadt), an dem sich laut Gewerkschaft der überwiegende Teil der Nachtschicht beteiligte.

Nach Angaben der IG Metall gingen im Freistaat insgesamt mehr als 750 Beschäftigte für zwei bis drei Stunden in den Ausstand. Warnstreiks gab es laut der Gewerkschaft beim Schraubenhersteller Ejot in Tambach-Dietharz (rund 200 Warnstreikende), dem Motorenwerk MDC Power in Kölleda (rund 350), dem Maschinenbauer Maximator Hydrogen in Nordhausen (etwa 120) und bei Siemens Healthineers in Rudolstadt (etwa 70).

Signal an Arbeitgeber vor nächster Verhandlungsrunde

Gewerkschaftssekretär Christian Patho zeigte sich mit der Beteiligung, die höher gewesen sei als erwartet, sehr zufrieden. Es sei zu hoffen, dass damit ein ausreichendes Signal an die Arbeitgeber für ein Ergebnis in der nächsten Verhandlungsrunde gesendet werde. Die Warnstreiks sollen in den kommenden Tagen in Thüringen ausgeweitet werden.

Die Positionen sind nach der zweiten Verhandlungsrunde weit voneinander entfernt: Die IG Metall fordert unter anderem fünf Prozent höhere Entgelte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben dagegen ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des Bruttojahresgehalts und ab Juli 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent vorsah. Begründet wurde die Offerte, die unter der Inflationsrate liegt, mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen.

Quelle: dpa

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