SachsenBergwacht zählt Rekordeinsätze in der Sächsischen Schweiz

Die Bergwacht in der Sächsischen Schweiz blickt auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. Was die Retter gefordert hat – und was jetzt ansteht.
Rathen (dpa/sn) - Die Bergwacht des Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist in der Sächsischen Schweiz in diesem Jahr so oft wie noch ausgerückt. Bislang gab es 162 Einsätze, wie der Landesverband mitteilte. Die Zahlen seien noch vorläufig. 2025 waren es 147 Einsätze, der bisherige Höchststand in der jüngsten Zeit lag 2023 bei 160.
Bei 84 Einsätzen ging es um Menschen, die beim Wandern in Not geraten waren, 17 Mal um Kletterer. Weitere 61 Einsätze ordnete die Bergwacht sonstigen Fällen zu. Auch wenn die Bergrettungswachen nicht planmäßig besetzt sind, bleiben ehrenamtliche Bergretter in sogenannten Alarmgruppen einsatzbereit und rücken bei Notfällen aus. Auf diese Gruppen entfielen in diesem Jahr 55 Prozent aller Einsätze.
Vorbereitungen für die neue Saison laufen
Parallel dazu wird die Bergwachthütte in Rathen saniert. Ein Unwetter hatte den Stützpunkt beschädigt. Das Dach wird derzeit instand gesetzt. Zudem soll die in die Jahre gekommene Hütte modernisiert werden. Geplant sind größere, getrennte Sanitärbereiche, Schlafplätze für bis zu zehn Personen sowie eine zeitgemäße Küche und neue Ess- und Aufenthaltsbereiche.
Für die Bergwacht in Sachsen kamen bis Ende Oktober nach DRK-Angaben rund 340.000 Euro Spenden zusammen. Mehr als 740 Menschen hätten gespendet. Mit der Summe soll nun die Sanierung und der Ausbau der Hütte beginnen. Sie soll zu Ostern 2027 wieder öffnen und in den folgenden Jahren zu einem sachsenweiten Ausbildungsstützpunkt ausgebaut werden.