Sachsen-AnhaltModernisierung Halle-Eichenberg: Bahn passt Bauabläufe an

Die Modernisierung der Strecke Halle-Eichenberg verzögert sich. Wichtige Arbeiten werden verschoben, weil die Deutsche Bahn die Route als Umleitungsweg nutzen wird.
Halle/Leipzig (dpa/sa) - Im Zuge der laufenden Modernisierung der 170 Kilometer langen Ost-West-Verbindung Halle-Eichenberg nimmt die Deutsche Bahn Anpassungen im Ablauf vor und unterbricht teilweise Bauarbeiten. Der Grund ist, dass die Strecke im kommenden Jahr als zusätzlicher Umleitungsweg für Güter- und Personenzüge auf der Verbindung Hannover-Berlin genutzt wird, wie das Bahnunternehmen mitteilte.
Auf diesem Abschnitt wird beispielsweise östlich und westlich von Stendal ebenfalls groß gebaut, zuletzt hatte sich dafür das Bau- und Verkehrskonzept geändert.
Arbeiten und Planungen gehen weiter
Deshalb könne das Projekt Halle-Eichenberg nicht so umgesetzt werden wie geplant. Es besteht den Angaben zufolge aus vier Bauabschnitten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro. Das Geld fließt unter anderem in Gleisanlagen, 14 elektronische Stellwerke und den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Lutherstadt Eisleben. Eichenberg liegt im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen, im Dreiländereck Hessen-Thüringen-Niedersachsen.
Bisher für 2027 vorgesehene Baumaßnahmen und Inbetriebnahmen zwischen Lutherstadt Eisleben und Sangerhausen verschieben sich laut Bahn um rund ein Jahr. Arbeiten, die ohne längere Vollsperrungen möglich seien, würden weitergehen. "Wir nutzen das Jahr für alle Arbeiten, die bei laufendem Zugverkehr beziehungsweise mit kurzen Sperrpausen möglich sind. Gleichzeitig bereiten wir die nächsten Bauabschnitte und das Folgeprojekt Flächennetz Halle-Eichenberg vor", sagte Projektleiter Uwe Sieber. Die Strecke soll nach Einschränkungen am Anfang 2027 für den Rest des Jahres befahrbar bleiben.
Projektende 2031
Zum Flächennetz gehören unter anderem die Modernisierung von Verkehrsstationen und Anpassungen an Bahnsteigen. Die einzelnen Projektabschnitte sollen nach aktuellem Planungsstand zwischen 2028 und 2031 schrittweise in Betrieb gehen, wie es hieß.