Niedersachsen & BremenIndustrieleitung Salzgitter soll neue Standards setzen

Eine Höchstspannungsleitung für Salzgitter wurde in rund fünf Jahren geplant, genehmigt und gebaut. Ministerpräsident Lies fordert dieses Tempo auch für andere Zukunftsprojekte.
Salzgitter (dpa/lni) - Eine neue Höchstspannungsleitung für Salzgitter soll die klimafreundliche Stahlproduktion vorantreiben und Standards für wichtige Infrastrukturvorhaben in Deutschland setzen. "Das Thema Netzinfrastruktur ist zentral für die Transformation mehrerer Industriezweige", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) bei der feierlichen Inbetriebnahme in Salzgitter.
Die Industrieleitung verbindet zwei Umspannwerke über eine rund zehn Kilometer lange 380-kV-Freileitung. Sie schaffe eine wesentliche infrastrukturelle Voraussetzung für die Transformation eines der größten Industriestandorte Niedersachsens und stärkte die Versorgungssicherheit der Region, hieß es vom Netzbetreiber Tennet.
Leistungsfähige Stromnetze seien ein entscheidender Standortfaktor für die wirtschaftliche Zukunft, sagte Tennet-Chef Tim Meyerjürgens. Es gehe um Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung und darum, dass Unternehmen in Deutschland investieren, produzieren und Arbeitsplätze schaffen. "Dafür muss der Strom dort ankommen, wo er gebraucht wird", sagte der Tennet-Vorstand.
Regierungschef Lies bezeichnete es als erfreulich, dass das Projekt in rund fünf Jahren geplant, genehmigt und umgesetzt worden sei. "Genau dieses Tempo brauchen wir auch bei anderen wichtigen Zukunftsprojekten", sagte der SPD-Politiker. Als möglichen Abnehmer für klimafreundlicheren Stahl aus Salzgitter nannte Lies die Autobranche.