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Mecklenburg-VorpommernWarnstreiks in Metallindustrie in Mecklenburg-Vorpommern

02.11.2026, 16:19 Uhr
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Im Tarifkonflikt der Metallindustrie greifen die Warnstreiks auf den Nordosten über. Rund 160 Beschäftigte folgten in der Nacht dem Aufruf der IG Metall.

Schwerin/Rostock (dpa/mv) - Die Warnstreiks der IG Metall haben Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Kurz nach Mitternacht traten nach Angaben der Gewerkschaft beim Kranbauer Liebherr in Rostock 90 Beschäftigte in einen befristeten Ausstand.

Eine Stunde später begann demnach ein Warnstreik beim Automobilzulieferer ZF Airbag Germany in Laage und noch einmal eine halbe Stunde später ein Warnstreik bei der EEW Special Pipe Constructions GmbH in Rostock. Das Unternehmen stellt Gründungspfähle für Offshore-Windturbinen, sogenannte Monopiles, her.

IG Metall: 160 Teilnehmer in MV

Insgesamt beteiligten sich laut IG Metall in den drei Betrieben in MV 160 Beschäftigte an den Warnstreiks. Sie beklagen demnach eine angeblich geplante Ungleichbezahlung gegenüber dem Westen. Laut Gewerkschaft wollen die Arbeitgeber den Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern bei der geplanten Einmalzahlung im Juli kommenden Jahres 262 Euro weniger zahlen als den Beschäftigten in Hamburg.

IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich erklärte: "Die Menschen im Osten leisten nicht weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Eine tarifliche Einmalzahlung darf deshalb nicht davon abhängen, auf welcher Seite der ehemaligen Grenze jemand arbeitet."

Tarifverhandlungen

Die Warnstreiks der IG Metall in der deutschen Metall- und Elektroindustrie haben am Wochenende begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht zum Sonntag legte unter anderem die Nachtschicht beim Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach (Rheinland-Pfalz) befristet die Arbeit nieder. Auch in Hamburg gab es laut IG Metall am Sonntag Warnstreiks.

Die Gewerkschaft will die Proteste in dieser Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten und damit in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Die IG Metall hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah.

Quelle: dpa

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