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Mecklenburg-VorpommernWG-Zimmer in Rostock kostet jetzt im Schnitt 450 Euro

30.09.2026, 10:02 Uhr
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Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird in Universitätsstädten immer größer. Die ohnehin schon hohen Mieten sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen - auch in Rostock und Greifswald.

Rostock (dpa/mv) - Wohnen wird für Studierende immer teurer. Das zeigt der Studentenwohnreport 2026, den der Finanzdienstleister MLP gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in 38 deutschen Universitätsstädten ermittelt hat. Die Mieten sind demnach im Durchschnitt um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

In Rostock liegen die durchschnittlichen Mietkosten für eine Musterwohnung von 30 Quadratmetern Fläche jetzt bei 476 Euro pro Monat, ein 20-Quadratmeter-Zimmer in einer Wohngemeinschaft (WG) kostet im Schnitt 450 Euro. Das ist ein Anstieg von 3,1 Prozent. In Greifswald liegt die Miete für eine Musterwohnung jetzt bei 405 Euro, die für ein WG-Zimmer bei 340 Euro im Schnitt, das ist ein Plus von 2,2 Prozent.

Am günstigsten wohnen Studierende in Chemnitz

Rostock liegt damit auf Platz 32, Greifswald auf Platz 36 in der Rangliste der 38 Städte. Am teuersten ist das Wohnen für Studierende in München, wo im Schnitt 882 Euro für eine Musterwohnung und 849 Euro für ein WG-Zimmer verlangt werden. Hinter München folgen Berlin, Frankfurt, Köln und Hamburg als teuerste Städte. Bundesweit beträgt die Miete für eine Musterwohnung im Schnitt 567 Euro, die für ein WG-Zimmer 513 Euro.

Schlusslicht auf Platz 38 ist Chemnitz, wo eine Musterwohnung 277 Euro und ein WG-Zimmer 222 Euro im Schnitt pro Monat kosten. Nur hier würde die Wohnkostenpauschale nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) in Höhe von 380 Euro die Wohnkosten vollständig decken, betonen die Herausgeber des Studentenwohnreports.

Wohnraum ist ein Standortfaktor für Hochschulstädte

"Bezahlbare kleine Wohnungen bleiben in vielen Hochschulstädten knapp", sagt Michael Voigtländer, Immobilienökonom am Institut der deutschen Wirtschaft. Der MLP Studentenwohnreport wird in diesem Jahr bereits zum achten Mal vorgelegt.

Wohnraum bleibe ein wichtiger Standortfaktor für Hochschulstädte, betonen die Initiatoren. "Wenn Studierende ihren Studienort zunehmend nach bezahlbarem Wohnraum statt nach den besten fachlichen Perspektiven auswählen müssen, wird das zum Problem für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland", sagt Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender von MLP.

Quelle: dpa

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