HessenLandtag streitet über beste Sprachförderung in Kitas

Im hessischen Landtag gibt es Streit um die Zukunft der Sprachförderung in Kitas. Warum das Aus für die "Sprach-Kitas" kontrovers diskutiert wird.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Bei der Frage nach der besten Sprachförderung für Kita-Kinder gehen im hessischen Landtag die Meinungen auseinander. Der Grünen-Abgeordnete Felix Martin forderte von der Landesregierung, das geplante Aus für die "Sprach-Kitas" zum Ende des Jahres zu stoppen und das Förderprogramm zwei Jahre weiter zu finanzieren. Damit gelinge ein nahtloser Übergang in ein neues, vom Bund unterstütztes Programm, sagte Martin.
In den "Sprach-Kitas" beraten und unterstützen Fachkräfte die Kita-Teams bei der sprachlichen Bildung. Bislang hat das Land diese zusätzlichen Sprachförderkräfte in rund zehn Prozent der Kitas in Hessen finanziert.
Auch der FDP-Abgeordnete René Rock betonte: "Eine Förder- oder Personallücke darf es nicht geben." Das bestehende Programm einfach für zwei Jahre zu verlängern, greife aber zu kurz. Rock forderte, die Sprachförderung in den Kitas dauerhaft so aufzustellen, "dass Kinder mit möglichst guten sprachlichen Voraussetzungen in die Schule starten".
Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) erklärte, das Land entwickele die Sprachförderung für alle Kinder in allen Kitas durch eine eigene Landesstrategie. Es werde nichts gekürzt; alle Mittel blieben erhalten. Es seien mit dem Sprach-Kita-Programm 337 halbe Stellen für Fachkräfte gefördert worden, die alle im System blieben. "Es fallen keine Stellen weg", betonte die Ministerin. Es wäre fatal, auf die Bundesgesetzgebung zu warten, das Land handele jetzt.