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Hamburg & Schleswig-HolsteinZwei Tage und eine Nacht für einen wichtigen Pieks

07.11.2026, 14:33 Uhr
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Zwei Tage lang gibt es in Hamburg Impfungen gegen Grippe, Covid-19 und weitere Atemwegserreger – auch ohne Termin. Wo der Pieks möglich ist und was die Lange Nacht des Impfens bietet.

Hamburg (dpa/lno) - Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und das Risiko, sich eine Erkrankung der Atemwege einzufangen steigt. Viele dieser Krankheiten, darunter auch die Grippe, lassen sich durch eine Impfung verhindern, teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde mit. Ärzte und Apotheker nehmen diese Schutzimpfungen vor. In der Hansestadt gibt es in den Gesundheitsämtern der sieben Bezirke dazu wieder eine erweiterte Impfsprechstunde im Rahmen der Impftage. Und auch die Lange Nacht des Impfens steht wieder an.

Wann finden die Impftage in Hamburg statt?

Die Impftage in den Hamburger Gesundheitsämtern sind in diesem Jahr der 10. und der 11. November. An diesen beiden Tagen können Impfwillige mit und ohne Termin sich den schützenden Pieks abholen. Geimpft wird in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr.

Wird nur gegen Grippe geimpft?

Nein. Alle Personen, die zu den Impftagen erscheinen, können sich auch gegen weitere Erreger akuter Atemwegserkrankungen impfen lassen. Zum Beispiel gegen Covid-19, Pneumokokken und das sogenannte Respiratorische Synzytial-Virus (RSV).

Was ist die Lange Nacht des Impfens?

Die Lange Nacht des Impfens, die in diesem Jahr am 12. November ansteht, ist ein niedrigschwelliges Angebot, um sich nach Feierabend gegen Grippe und Covid-19 impfen zu lassen. Es nehmen neben vielen öffentlichen Apotheken auch Arztpraxen, Gesundheitsämter, arbeitsmedizinische Dienste und andere Impfstellen teil. Organisiert wird die Lange Nacht des Impfens bereits im vierten Jahr vom Bundesverband der Versorgungsapotheker.

Wie finde ich meine Impfstelle?

Auf der Webseite der Langen Nacht des Impfens (lange-nacht-des-impfens.de) findet sich eine Karte mit sämtlichen Impfstellen, die sich an der Aktion beteiligen. Die Öffnungszeiten sind unterschiedlich. "Wir aktualisieren die Übersicht regelmäßig und empfehlen Ihnen deshalb, unmittelbar vor der Langen Nacht des Impfens den aktuellen Stand abzurufen", heißt es auf der Homepage.

Für wen wird eine Grippeimpfung empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen gegen Grippe unter anderem für Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen. Außerdem wird sie auch für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Grunderkrankungen empfohlen. Dazu gehören chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Adipositas und weitere. Die Influenza-Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen mit Grunderkrankungen sind der Stiko zufolge seit Jahren deutlich zu niedrig.

Wie ist die aktuelle Lage?

Laut dem aktuellsten Infekt-Info der Gesundheitsbehörde wurden seit dem Beginn der Grippesaison Anfang Oktober 104 Influenzafälle gemeldet. Davon wurden 34 im Krankenhaus behandelt. Tote sind bislang nicht zu beklagen. Seit Beginn des Jahres gab es 4.726 Fälle. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2025 waren es 10.249. Bei Covid-19 gab es bei zuletzt bei 58 Neuinfektionen in den beiden vergangenen Wochen seit Jahresbeginn 705 Fälle (2025: 2.305).

Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergab, dass sich in der Grippesaison 2025/26 in Hamburg 43 Prozent der über 60-jährigen TK-Versicherten gegen Grippe haben impfen lassen. Das sei ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt. Im bundesweiten Vergleich der TK liegt die Quote bei 40 Prozent.

Warum gibt es jeden Herbst neue Impfstoffe gegen die Grippe?

Grippeviren verändern sich fortlaufend. Die Impfstoffe setzen sich aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten zusammen. Deshalb passen Hersteller ihre Impfstoffe jedes Jahr jeweils an die Virusstämme und -varianten an, die voraussichtlich in der kommenden Grippesaison zirkulieren, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das Bundesinstitut für Impfstoffe, auf Anfrage erklärt.

Quelle: dpa

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