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Hamburg & Schleswig-HolsteinNoch offene Details verzögern Vertrag für Batterieprojekt

30.09.2026, 16:04 Uhr
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Lyten verhandelt weiter über die Übernahme der Northvolt-Baustelle. Was noch vor dem Abschluss des Kaufvertrags zu klären ist.

Kiel (dpa/lno) - Das US-Unternehmen Lyten arbeitet weiter an der Übernahme der deutschen Tochter des pleitegegangenen schwedischen Batterieherstellers Northvolt. "Die Verhandlungen und die Arbeiten am finalen Kaufvertrag sind weit fortgeschritten und befinden sich in der letzten Phase", sagte Marketing-Vorstand Keith Norman. Ursprünglich hatten die Verhandlungspartner eine Unterzeichnung im dritten Quartal angestrebt.

"Für die abschließende Abstimmung einzelner noch offener rechtlicher und kommerzieller Details wird zusätzliche Zeit benötigt", sagte Norman. Anschließend erfolgten die jeweiligen formalen Freigabeprozesse der beteiligten Parteien sowie die Unterzeichnung des Vertrags.

Anfang Juli war bekanntgeworden, dass Lyten nach einer Absichtserklärung mit der Förderbank KfW, der Northvolt Drei Project GmbH und deren Gesellschafterin LG Batterie GmbH die Kosten für Erhalt und Sicherung der Vermögenswerte einschließlich der Personalkosten bei der deutschen Northvolt-Tochter übernimmt. Im Gegenzug unterzeichneten das Land Schleswig-Holstein und Lyten eine Exklusivitätsvereinbarung.

Amerikanische Pläne

Im Gegensatz zur Muttergesellschaft ging die deutsche Tochter Northvolt Drei nicht pleite, sondern wurde von Bund und Land am Leben gehalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll Lyten für das Areal bei Heide rund 60 Millionen Euro zahlen. Das gut 100 Hektar große Gelände mit Baurecht war nach der Northvolt-Insolvenz von Wirtschaftsprüfern auf mindestens elf Millionen Euro taxiert worden.

Der Kaufpreis soll im Fall eines Abschlusses jeweils zur Hälfte an Bund und Land gehen. Für den Bau der Fabrik hatte Northvolt von der KfW eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Nach der Pleite konnten Bund und Land davon nur noch 153 Millionen Euro sichern. Der finanzielle Schaden für Schleswig-Holsteins liegt damit bei rund 200 Millionen Euro.

Lyten will zunächst deutlich kleiner bauen als dies Northvolt mit dem Bau einer Batteriefabrik mit 3.000 Jobs vorhatte. Im März hatte Lyten-Chef Dan Cook nach einem Besuch der Landesregierung in Kiel erste Details seiner Pläne angekündigt. Seinen damaligen Angaben zufolge sollen auf dem Gelände zunächst rund 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Geplant ist aber kein Geschäft, das ausschließlich von Batterien für Elektrofahrzeuge abhängt, sondern die Produktion von Batterien für ein breites Anwendungsspektrum, darunter Verteidigung, stationäre Energiespeicherung, Mobilität und Elektrofahrzeuge.

Quelle: dpa

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