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Hamburg & Schleswig-HolsteinAnalyse: Strom- und Gasnetzentgelte steigen 2027 in Hamburg

17.10.2026, 04:31 Uhr
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Einer Verivox-Untersuchung zufolge nehmen die Entgelte in Hamburg besonders stark zu. Die Stromnetzgebühren steigen nirgends stärker.

Hamburg (dpa/lno) - Haushalte in Hamburg müssen sich einer Verivox-Auswertung zufolge zum Jahreswechsel auf steigende Netzentgelte bei Strom und Gas einstellen. Nach den Berechnungen des Heidelberger Vergleichsportals auf Basis veröffentlichter Daten der Verteilnetzbetreiber legen die Stromnetzgebühren in Hamburg 2027 bundesweit am kräftigsten zu.

Verivox rechnet 2027 mit einem Plus der Stromnetzentgelte in Hamburg um neun Prozent. Der bundesweite Schnitt liegt dagegen bei 1,9 Prozent. Für einen Hamburger Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeutet das demnach Mehrkosten von 52 Euro.

Auch die Gasnetzentgelte werden laut Verivox in Hamburg überdurchschnittlich zunehmen. Sie steigen demnach um sieben Prozent - das ist der zweithöchste Wert nach Berlin. Der Bundesschnitt liegt bei rund drei Prozent. Die Mehrbelastung für eine Hamburger Familie in einem Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden summiert sich auf 35 Euro.

Entgelte finanzieren die Netze

Netzentgelte dienen der Finanzierung der Strom- und Gasnetze. Sie sind Teil des Strom- und Gaspreises und werden von Verbrauchern gezahlt. Ob Netzentgelte steigen oder fallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Die Entgelte steigen etwa, wenn Netze ausgebaut werden oder sich der Unterhalt dieser verteuert. Sie fallen, wenn der Bund Zuschüsse zahlt.

Die Netzentgelte machen Verivox zufolge etwa ein Viertel des Strompreises aus. Beim Gas liegt der Anteil laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft etwa bei einem Fünftel des Preises.

Quelle: dpa

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