Berlin & BrandenburgWie lassen sich Einbrecher austricksen?

In den dunklen Herbst- und Wintermonaten häufen sich erfahrungsgemäß Einbrüche. Die Polizei setzte auf Aufklärung und nennt Schutzmöglichkeiten.
Berlin (dpa/bb) - Wie gelingt es Einbrechern, in Wohnungen oder Häuser einzusteigen? Und wie macht man ihnen das Leben möglichst schwer? Das möchte die Polizei Berlinerinnen und Berlinern zeigen. Anlässlich des bundesweiten "Tag des Einbruchschutzes" gibt es heute eine kostenlose Sonderberatung, an der sich auch die Tischlerinnung beteiligt.
Häufig brauchen Einbrecher nicht mehr als einen Schraubenzieher. Damit hebeln sie innerhalb weniger Sekunden ungesicherte Terrassentüren und Fenster im Erdgeschoss auf. Mechanische Barrieren können das verhindern. Wie, das soll laut Polizei anhand eines präparierten Sicherheitsfensters inklusive Spezialglas demonstriert werden (13.00 Uhr).
Zunahme von Einbrüchen
In Berlin hat die Polizei im vergangenen Jahr mehr als 10.600 Einbrüche erfasst - knapp 2.100 mehr als im Vorjahr. Überwiegend wurde dabei laut Statistik in Wohnungen eingebrochen (8.543 Fälle). Der durchschnittliche Schaden lag laut Polizei bei 8.832 Euro und war damit ebenfalls höher als im Jahr 2024 (8.263 Euro). In vielen Fällen wurden die Täter nicht gefasst, die Aufklärungsquote lag bei 7,9 Prozent (2024: 10,0).
Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV) wird in Deutschland etwa alle sechs Minuten in ein Zuhause eingebrochen. Die Versicherer zählten demnach im Jahr 2025 etwa 100.000 Fälle, rund 5.000 mehr als im Jahr zuvor. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg laut GDV um 200 auf 3.850 Euro.