Berlin & BrandenburgEine ehemalige Schule wird zum Wohnhaus für Jung und Alt

Ein ehemaliges Schulgelände soll zum Treffpunkt werden: Neue Wohnungen, Coworking und Kultur auf dem ehemaligen Schulhof verbindet Generationen in Zehdenick. Die Politik hofft auf ein Vorzeigeprojekt.
Potsdam/Zehdenick (dpa/bb) - Aus einem denkmalgeschützten und ungenutzten Schulgebäude wird in Zehdenick ein Wohnhaus für mehrere Generationen. Brandenburg fördere das Wohnprojekt im Kreis Oberhavel mit rund 3,3 Millionen Euro, teilte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung mit. 19 barrierefreie Wohnungen sollen hier bis zum Frühjahr 2027 entstehen.
"Menschen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Lebenssituationen sollen in Zehdenick unter einem Dach zusammenleben und von den gemeinschaftlichen Angeboten profitieren", hieß es. Das Konzept gehe über das Wohnen hinaus. In der ehemaligen Mensa sei bereits ein Coworking-Space mit buchbaren Arbeitsplätzen entstanden, die Turnhalle werde von lokalen Sportvereinen und für das Kiez-Kino genutzt. Der Schulhof mit seiner kleinen Open-Air-Bühne sei ein Treffpunkt für Zehdenick und die Umgebung – etwa für Feste und Flohmärkte.
"Solche Projekte zeigen beispielhaft, was möglich ist – davon wünsche ich mir künftig noch mehr", sagte Staatssekretär Volker-Gerd Westphal laut Mitteilung. Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich den Angaben zufolge auf mehr als 4 Millionen Euro.