Berlin & BrandenburgBerliner Kulturhäuser stellen Regenbogenbänke auf

Nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days wurde im Tiergarten eine Regenbogenbank aufgestellt - und seither wiederholt beschädigt. Kulturinstitutionen reagieren nun darauf.
Berlin (dpa/bb) - Mehrfach ist eine Bank in Regenbogenfarben im Berliner Tiergarten beschädigt worden - nun ist als Zeichen der Solidarität mit der queeren Community am Berliner Ensemble eine Bank in der gleichen Optik aufgestellt worden. In den kommenden Wochen sollen bunte Bänke bei weiteren Kulturinstitutionen folgen.
"Die Kultureinrichtungen Berlins stehen für eine diverse und bunte Stadtgesellschaft und sind Orte des friedlichen Miteinanders und des Austauschs", sagte der Intendant des Berliner Ensembles, Oliver Reese, laut Mitteilung. "Wir verurteilen diese Angriffe auf die friedliche Zivilgesellschaft und wollen ein Zeichen setzen gegen die wiederholte Zerstörung dieses Gedenkorts und Queerfeindlichkeit."
An der Aktion beteiligen sich demnach etwa das Deutsche Theater, der Friedrichstadt-Palast, das HAU Hebbel am Ufer, die Komödie am Kurfürstendamm, das Maxim Gorki Theater, die Staatsoper Unter den Linden und die Sophiensäle. Diese wollen in den kommenden Tagen an ihren Häusern Regenbogenbänke aufstellen oder bestehende Bänke entsprechend streichen.
Zudem seien weitere Institutionen, Firmen und Privatpersonen aufgerufen, "ihre Möglichkeiten zu nutzen und auf ihrem Gelände Regenbogenbänke in ganz Berlin aufzustellen", so Reese.
Bank mehrfach beschädigt
Die Bank in Regenbogenfarben im Tiergarten erinnert an die Opfer des islamistischen Terroranschlags am Rande des Christopher Street Day (CSD) im Juli. Sie war am 6. August in der Nähe des Anschlagsorts aufgestellt worden und seither wiederholt beschädigt worden.
Bei dem Anschlag am 25. Juli war ein 21 Jahre alter Attentäter mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren. Danach griff er mit einer Machete weitere Menschen an und floh. Eine Frau wurde getötet, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.