Ratgeber

Pkw, E-Auto und MotorradDas sind die besten Kfz-Versicherungstarife

06.11.2026, 12:21 Uhr
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Unabhängig vom gewählten Versicherer verändert sich für viele Autofahrer die Berechnungsgrundlage ihres Beitrags. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Bis Ende November können Autofahrer ihre Kfz-Versicherung wechseln. Wer clever vergleicht und an den richtigen Stellschrauben dreht, kann Geld sparen, ohne auf guten Schutz verzichten zu müssen. Das Analysehaus Franke und Bornberg zeigt die sparsamsten Tarife

Zum Jahresende prüfen viele Autofahrer ihre Kfz-Versicherung. In diesem Jahr lohnt sich der Blick besonders, denn Reparaturen werden spürbar teurer. Nach einer Analyse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vom Oktober 2026 sind die Preise für Autoersatzteile seit 2016 um mehr als 80 Prozent gestiegen. Die Ratingagentur Franke und Bornberg testet daher für ntv die aktuellen Versicherungstarife.

Unabhängig vom gewählten Versicherer verändert sich für viele Autofahrer die Berechnungsgrundlage ihres Beitrags: Für 2027 passt der GDV die Typklassen in der Kfz-Haftpflicht für mehr als 12 Millionen Autofahrer an. Rund 7,4 Millionen Verträge rutschen dabei in eine höhere Typklasse, was in der Regel zu einer Beitragserhöhung führt. Demgegenüber erhalten rund 5,1 Millionen eine niedrigere Klasse. Hinzu kommen neue Regionalklassen für knapp 10 Millionen Autofahrer: 5,2 Millionen aus 63 Zulassungsbezirken profitieren von einer besseren Einstufung, 4,8 Millionen aus 46 Bezirken rutschen in eine schlechtere.

Welcher Tarif kann mit Preis und Leistung überzeugen?

Für ntv hat Franke und Bornberg Pkw, E-Autos und Motorräder (Haftpflicht, Vollkasko) untersucht und auf Basis der eigenen Ratingmethodik die Tarife mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ermittelt. Die folgenden Testergebnisse geben einen ersten Orientierungspunkt. Autofahrer sollten anschließend individuelle Angebote einholen und diese im Detail vergleichen.

In die Bewertung der Kfz-Tarife fließen 30 Prozent Preis und 70 Prozent Leistung ein, denn ein günstiger Beitrag nutzt wenig, wenn im Schadenfall Kosten offenbleiben. Die Qualität der Tarife prüft Franke und Bornberg anhand von 73 Leistungskriterien in 20 Kategorien. Die Bestnote FFF+ ("hervorragend") erhalten dabei ausschließlich Tarife mit herausragenden Leistungen - der Beitrag hat auf die Vergabe der Bestnote keinen Einfluss. Bewertet werden unter anderem die Höhe der Leistungssummen, die Transparenz der Vertragsbedingungen, der Umfang der abgedeckten Risiken, mögliche Ausschlüsse und die Voraussetzungen für die Leistungserbringung.

Die Top-Tarife in der Pkw-Versicherung

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(Foto: Franke & Bornberg)

Franke und Bornberg hat 102 Tarife der klassischen Pkw-Versicherung geprüft, angeboten von 30 Gesellschaften. Die folgende Testtabelle zeigt einen Auszug der Angebote, die mit den Noten "sehr gut" und "gut" abgeschnitten haben. Zudem wurde jeder Tarif nur in einer Ausprägung dargestellt, beispielsweise dann, wenn er mit dem Einschluss einer Werkstattbindung besser abgeschnitten hat. Eine Gesamtauswertung kann auf den Internetseiten von Franke und Bornberg eingesehen werden.

In die Gesamtwertung fließen die Ergebnisse von drei Musterfällen ein, die unterschiedliche Fahrertypen und Fahrzeuge umfassen. Diese Faktoren beeinflussen die Höhe des Beitrags, der für den Versicherungsvertrag zu entrichten ist.

Für das Rating FFF+ mussten die Tarife mehrere Hürden nehmen. Grobe Fahrlässigkeit darf dem Versicherungsnehmer nicht entgegengehalten werden: Auch wer einen Unfall durch eigene Unachtsamkeit mitverursacht, erhält die volle Leistung. Zudem mussten die Tarife Folgeschäden nach einem Marderbiss absichern. Beißt sich ein Marder durch ein Kabel und entsteht dadurch ein Motorschaden, zahlt der Versicherer auch diesen Folgeschaden. Als dritte Bedingung verlangt Franke und Bornberg Schutz bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art, nicht nur mit Haarwild wie Rehen oder Wildschweinen.

Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede bei der Neupreis- beziehungsweise Kaufpreisentschädigung. Diese Klausel regelt, wie lange der Versicherer nach dem Kauf eines Neuwagens bei einem Totalschaden den ursprünglichen Kaufpreis statt des niedrigeren Zeitwerts erstattet. Die Top-Tarife bieten mindestens 24 Monate, Spitzenreiter sogar bis zu 48 Monate.

Schwächere Tarife verlieren vor allem dort Punkte, wo Deckungslücken bleiben: eine fehlende Folgeschäden-Absicherung nach Marderbiss, eine Beschränkung auf Haarwild statt auf Tiere aller Art sowie Leistungskürzungen bei grober Fahrlässigkeit.

Tarife, die nicht die Höchstnote FFF+ aufweisen, konnten maximal die Bewertungsnote "gut" erhalten.

Die Top-Tarife für Elektro- und Hybridautos

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(Foto: Franke & Bornberg)

Im Bereich Elektro- und Hybridfahrzeuge hat Franke und Bornberg 98 Tarife von 30 Anbietern untersucht. Die Anforderungen orientieren sich an den Besonderheiten von Elektroautos. Für das Rating FFF+ braucht es einen spezifischen Allgefahrenschutz für den Hochvoltakku, also die Antriebsbatterie des Fahrzeugs: Der Versicherer muss für Schäden am Akku unabhängig von der Ursache aufkommen, nicht nur bei einem einzelnen benannten Ereignis wie einem Unfall. Zusätzlich müssen Ladekabel und Wallbox, die Ladestation für zu Hause, mitversichert sein. Außerdem verlangt Franke und Bornberg, dass Abschlepp-, Bergungs- und Entsorgungskosten für einen beschädigten Akku übernommen werden, etwa wenn dieser nach einem Brand fachgerecht entsorgt werden muss.

Schwächere Tarife bieten häufig nur eine reine Kasko-Standarddeckung, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt, aber keinen gesonderten Allgefahrenschutz für den Akku kennt. Oft fehlt zudem die Übernahme der Entsorgungskosten, wenn das Fahrzeug nach einem Brand oder einer Beschädigung verschrottet werden muss.

Die folgende Testtabelle zeigt einen Auszug der Angebote, die mit den Noten "sehr gut" und "gut" abgeschnitten haben. Zudem wurde jeder Tarif nur in einer Ausprägung dargestellt, beispielsweise dann, wenn er mit dem Einschluss einer Werkstattbindung besser abgeschnitten hat. Eine Gesamtauswertung kann auf den Internetseiten von Franke und Bornberg eingesehen werden.

In die Gesamtwertung fließen die Ergebnisse von drei Musterfällen ein, die unterschiedliche Elektro-Fahrzeuge umfassen. Die Risikoeinstufung des Fahrzeugs beeinflusst die Höhe des Beitrags, der für den Versicherungsvertrag zu entrichten ist.

Tarife, die nicht die Höchstnote FFF+ aufweisen, konnten maximal die Bewertungsnote "gut" erhalten.

Die Top-Tarife für Motorräder

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(Foto: Franke & Bornberg)

Bei Motorrädern hat Franke und Bornberg 32 Tarife ausgewertet. Voraussetzung für das Rating FFF+ sind ausreichend hohe Deckungssummen in der Haftpflichtversicherung, damit auch bei schweren Unfällen mit hohen Personenschäden genug Geld zur Verfügung steht. Hinzu kommt, wie bei den Pkw-Tarifen, der Schutz bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art. Darüber hinaus müssen die Top-Tarife im Rahmen der Kaskoversicherung auch Schutzkleidung und Helme mitversichern.

Schwächere Tarife schneiden vor allem dann schlechter ab, wenn Schutzkleidung und Protektoren nicht mitversichert sind oder die Kaskoversicherung nur reduzierte Teilleistungen vorsieht.

Die folgende Testtabelle zeigt einen Auszug der Angebote, die mit den Noten "sehr gut" und "gut" abgeschnitten haben. In die Gesamtwertung fließen die Ergebnisse von zwei Musterfällen ein, die unterschiedliche Fahrertypen und Motorräder umfassen. Die Risikoeinstufung beeinflusst die Höhe des Beitrags, der für den Versicherungsvertrag zu entrichten ist. Eine Gesamtauswertung kann auf den Internetseiten von Franke und Bornberg eingesehen werden.

Fazit

Gute Policen machen im Schadenfall den entscheidenden Unterschied, zeigt der Test von Franke und Bornberg. Angesichts steigender Reparaturkosten lohnt sich ein sorgfältiger Blick auf die Vertragsbedingungen, nicht nur auf den Beitrag.

Quelle: ntv.de, awi

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