Politik

Vorwurf: Sabotage für RusslandZwei Belarussen sollen Anschlag in Bayern geplant haben

28.10.2026, 17:21 Uhr
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Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen die zwei Männer. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit einigen Tagen sitzen zwei Belarussen in Bayern in U-Haft. Ihnen wird Agententätigkeit zu Sabotagezwecken vorgeworfen. Sie sollen geplant haben, in der Nähe einer Bahnstrecke oder Stromtrasse Feuer zu legen. Auch rumänische Behörden ermitteln gegen das Duo und vermuten den Auftraggeber in Moskau.

Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt nach "Spiegel"-Informationen gegen zwei Belarussen, die im Raum Nürnberg einen Sabotageanschlag geplant haben sollen. Wie das Magazin unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, hatten die Tatverdächtigen offenbar vor, in der Nähe einer Bahnstrecke und einer Stromtrasse Feuer zu legen.

Die beiden Männer im Alter von 39 und 50 Jahren befinden sich den Angaben zufolge bereits seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft. Gleichzeitig ermitteln die rumänischen Sicherheitsbehörden gegen die Belarussen: Sie sollen demnach in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brașov beteiligt gewesen sein. Dort hat auch ein Rüstungsunternehmen Produktionsstätten.

Nach Erkenntnissen des rumänischen Geheimdiensts SRI sollen die Beschuldigten einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk angehören. Die Ermittlungen auf deutscher Seite werden von der bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelten bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) geführt. Laut dem "Spiegel" wird den Beschuldigten unter anderem "Agententätigkeit zu Sabotagezwecken" und Verabredung zu einem Brandstiftungsdelikt vorgeworfen.

Wegen des Anschlags liegen gegen die in Bayern festgenommenen Männer auch europäische Haftbefehle vor, die ein Gericht in Rumänien erlassen hatte. Ein weiterer Mann, der an dem Anschlag in Brașov beteiligt gewesen sein soll, wurde nach rumänischen Behördenangaben am Montag in Polen festgenommen.

Quelle: ntv.de, jpe

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