Politik

"Ist vielleicht nichts für sie"US-Medien: Trumps Sprecherin Katie Zacharia nach nur einer Woche gefeuert

16.10.2026, 19:54 Uhr
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Katie Zacharia (l.) war nicht lange Sprecherin des Weißen Hauses. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Kaum im Amt, fällt die neue Sprecherin des Weißen Hauses mehrfach negativ auf. So gab sich Katie Zacharia unter anderem fälschlicherweise als Anwältin aus. Nun hat US-Präsident Trump sie offenbar schon wieder entlassen. Zum Sündenbock macht er die Presse.

US-Präsident Donald Trump hat laut übereinstimmenden Medienberichten seine Sprecherin Katie Zacharia gefeuert. Sie sei freigestellt worden, bestätigten zwei US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die "New York Times", CNN und Fox News meldeten, dass Zacharia ihren Job los sei. Sie beriefen sich unter anderem auf Berater des Präsidenten.

Trump selbst hingegen sprach davon, er habe ihr nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. "Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen", erzählte er Reportern vor dem Weißen Haus. Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen.

Zacharia sei von den Medien in den vergangenen Tagen sehr schlecht behandelt worden, beklagte Trump. "Sie hat in den vergangenen Tagen gelitten", sagte er. Er habe sie deshalb gefragt, ob sie sich das wirklich antun wolle. "Vielleicht ist das nichts für sie", räumte er ein. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei, und werde ihre Entscheidung unterstützen. Er wolle bald erneut mit ihr sprechen.

Zacharia hatte erst vor wenigen Tagen das Amt übernommen. Von ihrem ersten Auftritt vor der Presse hatten sich den Reportern vor allem Versprecher und ein ungewöhnlich schnelles Ende nach nur wenigen Fragen eingeprägt. Anschließend geriet sie wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen unter Druck. Die Absolventin einer US-Jurafakultät hatte US-Medien zufolge wiederholt eine Anwaltsbezeichnung genutzt. Medienrecherchern ergaben allerdings, dass sie in keinem US-Bundesstaat als Anwältin registriert ist. Inzwischen räumte Zacharia selbst ein, dass sie die Zulassungsprüfung nicht bestanden hatte.

Auf die Frage eines Reporters, ob er gerne vor ihrer Anstellung von der nicht bestandenen Prüfung gewusst hätte, ging Trump nicht direkt ein. Stattdessen beklagte er wiederholt den Umgang der Medien mit seiner Sprecherin. Auch der konservative Sender Fox News sei mit ihr hart umgegangen. Zacharia habe einen schwierigen Start gehabt, sagte Trump. Ihre Vorgängerin Karoline Leavitt habe ihre Arbeit sehr gut gemacht. Auch Zacharia könnte dies seiner Einschätzung nach noch schaffen.

Leavitt hatte ihren Posten im Sommer nach rund eineinhalb Jahren aufgegeben, nach eigenen Angaben, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Sie war für ihren angriffslustigen Umgang mit der Presse berüchtigt und für ihre unbedingte Loyalität zu Trump bekannt. Ähnlich kurz wie Zacharia war bislang nur Anthony Scaramucci als Pressesprecher des Weißen Hauses beschäftigt. Trump trennte sich 2017 nach zehn Tagen von ihm.

Quelle: ntv.de, rog/ino/dpa

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