Politik

Verschlüsselt übermitteltUS-Astronauten geben ihre Stimme im Weltall ab

03.11.2026, 20:25 Uhr
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Auch aus dem Weltall kann man bei der US-Wahl abstimmen. (Foto: -/Roscosmos State Space Corporat)

Selbst im Weltall verzichten US-Bürger nicht auf ihr Wahlrecht. Auch von der Internationalen Raumstation ISS aus geben die stationierten Astronauten ihre Stimme bei den Midterms ab. Ein besonderes Verfahren sorgt dafür, dass ihre Wahlzettel sicher und geheim zur Erde gelangen.

Auch Hunderte Kilometer über der Erde haben US-Bürger ihre Stimme bei der Parlamentswahl abgegeben. "Alle drei US-Besatzungsmitglieder hatten das Privileg, von der Raumstation aus abzustimmen", schrieb der Astronaut Anil Menon von der Internationalen Raumstation ISS. "Wir haben ein elektronisches Wahlschreiben ausgefüllt und es sicher an die Wahlbehörden gesendet."

Nasa-Astronauten können seit 1997 aus dem All an US-Wahlen teilnehmen. Damals gab David Wolf als erster Amerikaner seine Stimme von der Raumstation Mir aus im Weltraum ab. Laut der US-Raumfahrtbehörde füllen Astronauten die Wahlunterlagen im Weltall aus, die dann verschlüsselt übermittelt werden. Möglich macht das ein Programm mit dem Namen "Space Communication and Navigation." Die Nasa leitet den Stimmzettel von New Mexico aus an das Mission Control Center im Johnson Space Center weiter. Von dort wird er anschließend an den zuständigen Bezirksbeamten für die Auszählung übermittelt. Um die Geheimhaltung der Stimmabgabe zu gewährleisten, ist der Stimmzettel verschlüsselt und nur für den Astronauten und den Bezirksbeamten zugänglich.

Bei den Zwischenwahlen, den sogenannten Midterms, werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus neu vergeben und 35 der 100 Sitze im Senat, der zweiten Kammer des US-Parlaments. Umfragen zufolge können sich die oppositionellen Demokraten mindestens für das Repräsentantenhaus gute Chancen ausrechnen. Die Wahl-Website Decision Desk HQ sagte ihnen am Vorabend der Abstimmung eine deutliche Mehrheit von 241 zu 194 Mandaten voraus.

Die ISS ist ein gemeinsames Projekt von Nasa, Roskosmos, der europäischen Raumfahrtagentur ESA und den Raumfahrtbehörden Kanadas und Japans. Sie wird seit 1998 betrieben und ist damit die bisher langlebigste Raumstation. Seit 2000 fliegen regelmäßig Langfristmissionen zur ISS. 

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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