Politik

Treffen im Weißen HausTrump spricht mit Militärchef über Vorgehen gegen Iran

30.10.2026, 04:03 Uhr
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Die Lage in der Straße von Hormus macht Trump weiterhin Sorgen. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Vor den Zwischenwahlen will es der US-Präsident Trump nicht auf eine neue Eskalation im Iran-Krieg ankommen lassen. Aber was ist in der Zeit danach? Berichten zufolge lotet Trump derzeit die Optionen aus.

US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge bei einem seltenen persönlichen Treffen mit einem ranghohen Militärchef zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf US-Beamte, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, habe Trump gestern im Weißen Haus unter anderem militärische Optionen im Iran dargelegt. Die US-Zeitung wertete das als mögliches Zeichen dafür, dass ein bedeutender Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte. 

Das Nachrichtenportal "Axios" berichtet ebenfalls gestützt auf US-Beamte, Coopers Briefing für den Präsidenten habe sich auf die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete fokussiert. Trump wollte demnach vom Centcom-Chef persönlich erfahren, ob die Blockade funktioniere. Cooper habe Trump auch mit Blick auf den Einsatz in der Straße von Hormus auf den neusten Stand gebracht. Die US-Marine begleitet seit Monaten zivile Schiffe durch die Meerenge, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Laut dem Bericht ging es bei dem Gespräch auch um die wirtschaftliche Druckkampagne der USA gegen den Iran.

An dem Treffen nahmen den Berichten zufolge auch Generalstabschef Dan Caine, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Kabinettsmitglieder teil. 

Chance für Diplomatie?

Seit Längerem gibt es Spekulationen darüber, dass die USA und Israel für die Zeit nach den US-Zwischenwahlen neue Angriffe auf den Iran planen. Jüngst berichteten US-Medien aber auch, dass Trumps Regierung und regionale Vermittler neue Anstrengungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit dem Iran unternommen hätten. Federführend sei US-Vizepräsident JD Vance involviert. 

Die Situation in der Straße von Hormus ist seit Längerem einer der zentralen Streitpunkte zwischen Washington und Teheran. Iranische Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Schiffe in der für den weltweiten Ölhandel zentralen Meerenge intensiviert. Teheran will Trump vor den Kongresswahlen mit steigenden Energiepreisen unter Druck setzen, die bei seinen Wählern nicht gut ankommen. Der von ihm selbst begonnene Iran-Krieg und die in der Folge gestiegenen Spritpreise sind ein Thema, das Trump im aktuellen Wahlkampf für seine republikanischen Parteikollegen erheblich belastet.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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