Politik

Viele Explosionen in der NachtHeftige russische Angriffe: Kiews Stromnetz und Nordbrücke beschädigt

07.11.2026, 09:08 Uhr
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Keine Ruhepause: Nach den nächtlichen Attacken ist die Feuerwehr in Kiew im Dauereinsatz. (Foto: REUTERS)

Strom, Wasser und Heizungen fallen in der Ukraine stundenlang aus. Präsident Selenskyj warnt vor neuen Angriffen auf Energieanlagen, dann fliegen in der Nacht erneut russische Raketen. Am Morgen zeigt Bürgermeister Klitschko das Ausmaß der Zerstörung.

Mit mehreren Angriffswellen und ballistischen Raketen hat das russische Militär einmal mehr die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland attackiert. Im Zentrum der Millionenmetropole waren in der Nacht und am frühen Morgen etliche Explosionen zu hören, weitere gab es laut Bürgermeister Vitali Klitschko in den Außenbezirken. Dabei seien - besonders schnell fliegende und deshalb von der Luftverteidigung kaum abzuwehrende - ballistische Raketen zum Einsatz gekommen, schrieb er auf Telegram. Auch mehrere Wohnhäuser wurden demnach beschädigt. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, darunter ein 14-jähriges Mädchen, so Klitschko.

Auf Telegram zeigt der Bürgermeister die Zerstörungen auf einer für die Stadt wichtigen Verkehrsroute, der Nordbrücke. Mitarbeiter der Stadtwerke seien bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Leitungen sowie Fahrbahn wieder auf Vordermann zu bringen. Die Nordbrücke ist in der Vergangenheit immer öfter in das Visier von russischen Attacken gerückt. Es ist eine der wenigen Flussübergänge der Stadt, die vom Dnipro in zwei Hälften geteilt wird.

Selenskyj warnte

Die Stromversorgung sei derzeit "extrem schwierig", schreibt Klitschko weiter. Das genaue Ausmaß der Schäden war am Morgen noch nicht überschaubar. Angaben der ukrainischen Luftwaffe und militärnaher Beobachter zufolge galten die Angriffe Wärmekraftwerken im Stadtgebiet und südlich von Kiew sowie einem Umspannwerk westlich der Metropole. Kurz zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft vor einem neuen russischen Angriff auf Energieanlagen und die Brücken über den Fluss Dnipro gewarnt.

Russland führt seit 2022 einen verheerenden Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine und greift seit Wochen verstärkt Energieanlagen an, vor allem in Kiew und der Umgebung der Hauptstadt. Am 3. November erlebte die Stadt den bislang schwersten Angriff auf die Energieversorgung in diesem Jahr. Infolgedessen müssen Millionen Ukrainer im beginnenden Winter mit stundenlangen Stromsperren, Ausfällen der Wasserversorgung und Heizung leben.

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Quelle: ntv.de, sts/dpa

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