Politik

Präsidentenwahl 2028 im Blick?Rubio dementiert Rücktrittsgerüchte nach verlorenen Midterms

06.11.2026, 07:35 Uhr
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Marco Rubio betont in einem Interview die Liebe für seinen Job. (Foto: picture alliance / Consolidated News Photos)

Die Midterms enden für Trumps Republikaner mit einer verheerenden Niederlage. Nun richtet sich der Blick auf die Präsidentschaftswahl 2028 - und damit auch auf US-Außenminister Rubio. Der 55-Jährige weist Rücktrittsgerüchte zurück, lässt eine Frage aber offen.

US-Außenminister Marco Rubio ist Rücktrittsgerüchten entgegengetreten. Der "New York Times" sagte er zu entsprechenden Medienberichten: "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, woher diese Dinge kommen." Er betonte zudem: "Ich liebe die Arbeit, die ich mache." Zuvor hatte ein Pressevertreter des Außenministeriums in einem X-Post das Gerücht als falsch und erfunden zurückgewiesen. Es sei "immer mein Plan gewesen", bis zum Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump für ihn zu arbeiten, sagte Rubio.

Medien hatten berichtet, dass Rubio darüber nachdenke, als Außenminister zurückzutreten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass Rubio mit Mitarbeitern des Weißen Hauses über einen Rücktritt sprach und gebeten wurde zu bleiben. In den Berichten wurde darüber spekuliert, dass der 55-Jährige möglicherweise eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 vorbereiten könnte. "Ich werde buchstäblich nicht mehr über 2028 reden", sagte Rubio nun der "New York Times".

Der Abteilungsleiter für globale öffentliche Angelegenheiten, Dylan Johnson, nannte den Bloomberg-Artikel "völlig erfunden". Einen Bericht des Nachrichtenportals The Independent, wonach Rubio plane, eine Kandidatur für die Präsidentschaftsnominierung der US-Republikaner für 2028 zu starten, bezeichnete Johnson als "vollkommen haltlose Fake News".

Damit bleibt offen, ob Rubio sich aktuell eine Kandidatur vorstellen kann. Er zählt zu den Namen, die in Medienberichten immer wieder kursieren. Das Gerücht über einen möglichen Rücktritt Rubios kam zwei Tage nach den Midterms-Wahlen auf, die verheerend für die Republikaner von Präsident Donald Trump ausgegangen waren.

Auch Vizepräsident JD Vance wird als aussichtsreicher Kandidat der Republikanischen Partei für die Ära nach Trump bei der Präsidentschaftswahl 2028 gehandelt. Rubio hatte in der Vergangenheit gesagt, er würde Vance unterstützen, falls dieser für das Präsidentenamt kandidieren sollte.

Rubio hatte vor Jahren schon einmal selbst Ambitionen auf eine Präsidentschaft gehabt. Im parteiinternen Vorwahlkampf zog er schließlich seine Kandidatur zurück - einer seiner Konkurrenten war damals Trump, der 2016 zum ersten Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Trumps zweite Präsidentschaft endet im Januar 2029.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/dpa

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