Demokrat spottet über Weißes HausObama bringt Trump mit Saddam-Hussein-Vergleich auf die Palme
Barack Obama rechnet bei Wahlkampfauftritten kurz vor den Midterms mit dem US-Präsidenten ab. Trump sei korrupt und inkompetent, erklärt der Demokrat. Die Kongresswahlen am 3. November seien daher eine "Notbremse", um den "Wahnsinn" einzudämmen.
Zehn Tage vor den Zwischenwahlen in den USA hat sich der ehemalige Präsident Barack Obama mit scharfer Kritik an seinem Nachfolger Donald Trump in den Wahlkampf eingeschaltet. "Er hat das Weiße Haus so aussehen lassen, als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory (Käsekuchen-Fabrik) eröffnet", spottete Obama über die Umbauarbeiten von Donald Trump am Weißen Haus. "Es ist überall Gold, was hat es mit dem ganzen Gold auf sich?"
Bei Auftritten in Cleveland und Detroit warf Obama dem republikanischen Präsidenten zudem Korruption vor. Die Wahl am 3. November sei eine "Notbremse", um "zumindest einen Teil des Wahnsinns" der Trump-Präsidentschaft einzudämmen, sagte Obama bei einer Kundgebung für den Senatskandidaten Abdul El-Sayed in Michigan. "Wir haben noch nie einen Präsidenten gesehen, der sich so unverhohlen auf Ihre Kosten bereichert hat", sagte Obama. Die Republikanische Partei scheine nun "für eine korrupte Regierung, eine unfähige Führung oder gar keine Regierung zu stehen". Einer Umfrage von Reuters/Ipsos vom August zufolge glauben 69 Prozent der Amerikaner, dass Trumps politische Entscheidungen von seinen privaten Geschäftsinteressen beeinflusst werden.
Der US-Präsident selbst reagierte am Morgen mit einer wütenden Tirade gegen den Demokraten. "Obama war ein äußerst inkompetenter Präsident! Er hat den Iran mit Milliarden Dollar bestochen und ihm den Weg zu einer Atomwaffe geebnet", behauptete Trump auf seinem Social-Media-Kanal Truth Social. "Er sagte, dass die betrügerische Hillary Clinton GEWINNEN würde, er hat sich intensiv für sie eingesetzt, und sie hat auf ganzer Linie verloren. Dann hat er sich mit ganzer Kraft für Kamala eingesetzt, und auch sie hat verloren. Jetzt wirbt er für einen Dschihadisten der Muslimbruderschaft, der Juden, Schwarze, AMERIKANER und TRUMP hasst, und auch dieser wird verlieren."
Obama kritisierte auch die Iran-Politik der Regierung. Diese Politik habe dem Iran mehr wirtschaftlichen Einfluss verschafft. "Der Iran hat jetzt die Kontrolle über die Straße von Hormus", sagte Obama.
Bei den Kongress-Zwischenwahlen in zehn Tagen werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und 35 der 100 Senatoren neu gewählt. Die oppositionellen Demokraten hoffen, Trumps Republikanern die Mehrheit in beiden Kongresskammern entreißen zu können.
