Humor statt Empörung Norwegische Organisation kontert Trumps "Scheißhaus"-Beleidigung

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr erneut nicht an Donald Trump, sondern an eine südafrikanische Juristin. Der US-Präsident hält seinen Ärger über diese Entscheidung nicht zurück. Ein norwegische Organisation nutzt seine Schimpftirade, um humorvoll Werbung zu machen.
Norwegen hat humorvoll auf die Beschimpfung durch US-Präsident Donald Trump reagiert, wonach der skandinavische Staat ein "Scheißhausland" sei. "Wir haben einiges über das 'Scheißhausland' gehört", erklärte die norwegische Tourismusorganisation Visit Norway in sozialen Netzwerken. "Nun ja, was sollen wir sagen, wir haben tatsächlich einige der spektakulärsten Toiletten der Welt", fügt die Organisation hinzu.
Visit Norway verwies in ihrer Erklärung auf ein spezielles Verzeichnis auf der Website der Organisation: Dort sind einige öffentliche Toiletten in Norwegen aufgelistet, "die schönsten der Welt", wie die Organisation schreibt. Aufgezählt werden Toiletten mit sehr anspruchsvollem Design, mit Blick auf einen Fjord, einen Fluss und andere atemberaubende Panoramen.
Trump hatte Norwegen unflätig beschimpft, nachdem er auch in diesem Jahr beim Friedensnobelpreis leer ausgegangen war. "Norwegen ist zu einem Scheißhausland geworden“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) bei einem Auftritt in Port Huron im Bundesstaat Michigan. Weil er den Nobelpreis nicht bekommen habe, wolle er "niemanden aus Norwegen" in den Vereinigten Staaten sehen.
Der norwegische Außenminister Espen Barth Eide sagte dazu am Montag, dass Trump sehr genau wisse, dass das Nobelkomitee unabhängig ist. "Wir haben ihn daran erinnert, falls sich jemand Fragen stellt - und das ist weiterhin so", sagte er dem Rundfunksender NRK.
Das Nobelkomitee hatte Anfang Oktober verkündet, dass der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an die südafrikanische Juristin Navi Pillay geht, die früher Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und UN-Menschenrechtskommissarin war. Trump hatte ihre Auszeichnung als "schändlich und blamabel" kritisiert, die USA verhängten noch am selben Tag Sanktionen gegen den IStGH.