Politik

"Es steht so viel auf dem Spiel"Luisa Neubauer darf an Bundespräsidentenwahl teilnehmen

05.11.2026, 17:35 Uhr
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Wer wird in die Fußstapfen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) treten? Luisa Neubauer wird an der Wahl mitwirken. (Foto: picture alliance / Metodi Popow)

Die Grünen in Niedersachsen schicken Luisa Neubauer in die Bundesversammlung, wo über die Steinmeier-Nachfolge abgestimmt wird. Die Klimaaktivistin sieht das nächste Staatsoberhaupt in einer historischen Verantwortung.

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer soll am 30. Januar mit über den neuen Bundespräsidenten oder die neue Bundespräsidentin abstimmen. Die Grünen in Niedersachsens Landtag kündigten an, die Hamburgerin für die Bundesversammlung zu nominieren, ebenso wie die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und den Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani. "Alle drei stehen für Haltung, gesellschaftliche Verantwortung und den Mut, sich einzumischen", erklärte Grünen-Co-Fraktionschefin Anne Kura.

Neubauer sagte, das nächste Staatsoberhaupt werde das am stärksten erhitzte Deutschland in der Geschichte anführen und der Klimakurs des Landes über Schicksale von vielen Generationen mitbestimmen. "Es steht so viel auf dem Spiel. Es ist mir eine Ehre, bei dieser demokratischen Wahl mitwirken zu dürfen."

Neben Neubauer, Tekkal und El-Mafaalani schlägt die Grünen-Fraktion sieben landes- und kommunalpolitisch aktive Mitglieder ihrer Partei für die Bundesversammlung vor, darunter Vize-Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay.

Zuvor wurde bereits bekannt, dass auch der Journalist und frühere "Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten teilnehmen darf. Die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag hat Schreiber nominiert.

Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Ilse Aigner. Auch mehrere einflussreiche CDU-Politiker haben sich inzwischen offen für Aigner ausgesprochen, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten. 

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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