Politik

Überraschend detailliertKurz vor der Wahl schwärmt Trump vom "Reflecting Pool"

02.11.2026, 21:51 Uhr
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Bei seinem Auftritt behauptete Trump erneut, dass der Pool mutwillig beschädigt worden sei, obwohl das US-Justizministerium dies längst widerlegt hat. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Wenige Stunden vor den Zwischenwahlen widmet sich US-Präsident Trump lieber einem Wasserbecken als dem Wahlkampf. Dabei lobt er die Renovierung seines Prestigeprojekts – und bringt eine Umbenennung ins Spiel.

Wasserbecken statt Wahlkampf: Wenige Stunden vor den wichtigen US-Zwischenwahlen hat Präsident Donald Trump die verbleibende Zeit seinem Prestigeprojekt nahe dem Weißen Haus gewidmet. Überraschend detailliert erklärte der Republikaner, wie der "Reflecting Pool" am Lincoln Memorial renoviert wurde. Er könne sich auch vorstellen, den Pool in "Trump Reflecting Pool" umzubenennen, sagte er. 

Trump dankte Innenminister Doug Burgum, dem National Park Service und der örtlichen Polizei für ihre Bemühungen bei der Renovierung. "Dies ist ein gewaltiges Stück Pool", sagte Trump. Der Präsident sprach auch über seine Bemühungen, den beschädigten Rasen auf der National Mall wiederherzustellen. "Wie der Mensch hat auch das Gras ein Leben", sagte Trump.

Bei seinem Auftritt behauptete er erneut, dass der Pool mutwillig beschädigt worden sei, obwohl das US-Justizministerium dies längst widerlegt hat. Trump hatte vor Monaten kostspielige Renovierungsarbeiten für das rund 600 Meter lange Wasserbecken veranlasst, dem er einen blauen Schimmer verleihen wollte. Nur wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen das Wasser aber grün.

Trump führte das auf Vandalismus zurück. Eine nachträgliche Untersuchung ergab aber, dass die Schäden an der Beckenauskleidung nicht auf Vandalismus zurückzuführen waren - sondern auf gravierende Baumängel, die das beauftragte Bauunternehmen zu verantworten habe.

Erst im weiteren Verlauf seines Auftritts nutzte er die Bühne, um mit angeblichen Erfolgen zu prahlen – während viele seiner Landsleute infolge des Iran-Kriegs mit hohen Lebenshaltungskosten und Spritpreisen hadern. Er griff viele der Punkte auf, die er bereits während seines letzten Endspurts bei den Wahlkampfkampagnen für die Zwischenwahlen angesprochen hatte.

Er bezeichnete die Demokraten als Radikale und forderte die Wähler auf, bei der Wahl am Dienstag die Republikaner zu unterstützen. Er hob hervor, was er als außenpolitische Erfolge in Venezuela und Grönland bezeichnete. Er sagte, die Kriminalität gehe dank seiner Regierung zurück, insbesondere in Washington D.C..

Er versprach jedem erwachsenen Amerikaner Schecks über 5000 US-Dollar, sollten die Republikaner die Kontrolle über den Kongress behalten, und sagte, die Amerikaner profitierten von den während seiner Amtszeit verabschiedeten Steuergesetzen.

Quelle: ntv.de, jki/dpa/DJ

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