Politik

Gespräch über "großes" AbkommenMerz hat vergangene Nacht mit Trump telefoniert

06.11.2026, 13:20 Uhr
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Persönlich haben Kanzler Merz und Präsident Trump letztmals im Oktober in Kanada miteinander gesprochen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

US-Präsident Trump stellt vor wenigen Stunden ein "großes" Abkommen mit Russland in Aussicht. Die Ankündigung folgt auf ein überraschendes Treffen mit einem Kreml-Berater im Weißen Haus. Bleibt Europa außen vor? Der Kanzler telefoniert immerhin mit Trump.

Die Bundesregierung hat nach den jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump zu Verhandlungen über ein großes Abkommen mit Russland die Notwendigkeit einer europäischen Beteiligung an Gesprächen betont. Verhandlungen zu Europas Sicherheit und über einen Frieden in der Ukraine seien "ohne die europäische Beteiligung aus unserer Sicht nicht zielführend", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Ihm zufolge hat Kanzler Friedrich Merz in der Nacht mit Trump telefoniert.

Trump hatte am Donnerstag (Ortszeit) ein "sehr großes" Abkommen mit Moskau zur Ukraine und womöglich "ganz Europa" in Aussicht gestellt. Details nannte der US-Präsident nicht. Die Ankündigung folgte auf ein überraschendes Treffen von Trump mit Kreml-Berater Kirill Dmitrijew im Weißen Haus in Washington.

"Die Bundesregierung ist informiert über die Gespräche der amerikanischen Regierung", sagte Kornelius auf eine Frage zu den Kontakten zwischen den USA und Russland. "Der Bundeskanzler ist eingebunden in die Überlegungen des amerikanischen Präsidenten."

Kornelius verwies dabei auf die für kommende Woche geplanten Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi. Auch hier sei die Bundesregierung mit europäischen Partnern "eng eingebunden".

Die Bundesregierung sei sich dabei "mit der amerikanischen Regierung in vier Grundpunkten einig", sagte der Regierungssprecher. Zunächst müsse "der Krieg in der Ukraine beendet werden", gefolgt von Gesprächen über eine Sicherheitsordnung. Zweitens könne es erst eine Vereinbarung geben, "wenn alles vereinbart ist".

Drittens müssten dann auch "die Nato-Partner an Bord sein", bei denen es einen Konsens geben müsse, sagte Kornelius. Und viertens gehe es um die Tatsache, dass Gespräche zu Europas Sicherheit und über einen Frieden in der Ukraine "Europa in seinem Kern betreffen" und deshalb aus Sicht der Bundesregierung eine Beteiligung der europäischen Seite nötig sei.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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