Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:53 Ukrainische Luftabwehr schießt 139 Drohnen und acht Raketen bei russischen Angriffen ab +++
Das russische Militär hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew seit dem Morgen mit 171 Kampfdrohnen unterschiedlicher Typen angegriffen sowie mit zehn Raketen. Die ukrainische Luftverteidigung schoss 139 Drohnen und acht Raketen ab oder setzte sie außer Gefecht. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mit. "Im Laufe des 2. November, in der Zeit von 06:30 bis 19:00 Uhr, griff der Feind die Ukraine mit 171 Kampfdrohnen (davon 103 strahlgetriebene Drohnen) - darunter 'Gerbera'-Drohnen und weitere Typen - sowie mit zehn Raketen des Typs S8000 'Banderol/Dan-T' an", heißt es in der Erklärung.
+++ 22:35 Gouverneur: Mindestens 26 Tote bei Luftangriffen auf Dorf in Saporischschja +++
Bei russischen Angriffen auf ein Dorf im Südosten der Ukraine sind örtlichen Behörden zufolge mindestens 26 Menschen getötet worden. In Komyschuwacha in der Region Saporischschja habe es durch mehrere russische Angriffe mindestens 26 Todesopfer gegeben, teilt der örtliche Gouverneur Mychailo Semikin auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten auf eine Schule abgezielt, die zu "humanitären Zwecken" genutzt worden sei. "Menschen haben dort humanitäre Hilfe erhalten", teilte er mit Blick auf die getroffene Schule mit. Jeden Montag seien dort Hilfsgüter ausgegeben worden und die Russen hätten genau in dem Moment angegriffen, als die ersten Menschen dort eintrafen. Von ukrainischen Rettungsdiensten veröffentlichte Bilder zeigen ein ehemaliges Gebäude, das zu rauchenden Trümmern zerfallen war, sowie Rettungskräfte, die vor Ort im Einsatz sind. Unter den Getöteten sind Gouverneur Semikin zufolge "ein Polizeibeamter und zwei Rettungskräfte des staatlichen Rettungsdienstes".
+++ 21:57 Selenskyj warnt: Russland bereitet großangelegten Angriff vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen großangelegten russischen Angriff auf die Ukraine. Das sagte der Staatschef unter Berufung auf Geheimdienstberichte in seiner abendlichen Videoansprache. "Uns liegen Geheimdienstinformationen vor, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf unser Land vorbereitet - wobei es vor allem auf Energie- und Logistikeinrichtungen abzielt", so Selenskyj. Die Russen setzten darauf, dass sich die Aufmerksamkeit der Welt auf "die amerikanischen Zwischenwahlen" richte und die Geschehnisse in der Ukraine dabei übersehen würden, so der ukrainische Präsident. "Wir brauchen Signale aus der Welt an Russland, die deutlich machen, dass Terror zwecklos ist und keinerlei Vorteile bringt. Solange dieser Krieg andauert, wird ihr Öl brennen, und sie werden kein Geld mehr durch Geschäfte mit der Welt verdienen können", betonte Selenskyj.
+++ 21:07 Selenskyj-Berater: Neuer Schutzschirm schützt Kiew vor Angriffen +++
Nach Angaben von Serhij "Flash" Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Präsidenten für Verteidigungstechnologien, ist über Kiew eine Art "Schutzschirm" errichtet worden. Dieser stört die Funkverbindungen, welche von "Shahed"-Drohnen genutzt werden, erklärte Beskrestnow bei Facebook. Mit dem sogenannten Mesh-Netzwerk würden russische Truppen die Drohnen und ihre Munition fernsteuern.
+++ 20:23 Selenskyj verurteilt tödlichen Luftangriff auf Saporischschja: "Russland setzt weiter aufs Morden" +++
Nach dem tödlichen Luftangriff auf Saporischschja erhebt der ukrainische Präsident Selenskyj gegen Russland den Vorwurf eines gezielten Bombardements. "Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten", schreibt der Präsident. Es handelt sich demnach um eine Schule. Nach der humanitären Aktion von Oleschky in der Vorwoche habe es einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können. "Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben - Russland setzt weiter aufs Morden", schreibt der Staatschef. Er forderte eine weltweite "starke und harte" Reaktion. Die Siedlung wurde demnach mehrfach bombardiert. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden. Eine schlug Selenskyj zufolge direkt in einem Luftschutzkeller ein. Komyschuwacha befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und ist gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.
+++ 19:48 Zahl der Toten nach russischem Luftangriff auf Saporischschja auf 24 gestiegen +++
Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach neuesten offiziellen Angaben des Zivilschutzes mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde in den Trümmern nach weiteren Opfern gesucht. 27 Personen gelten als vermisst, teilt der regionale Militärverwalter Mychajlo Semikin auf Telegram mit.
+++ 19:12 Pistorius hegt keine großen Erwartungen bei neuen Ukraine-Gesprächen +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich skeptisch zu einem geplanten Dreiertreffen zwischen den USA, Russland und der Ukraine geäußert und hegt keine großen Erwartungen. Im vergangenen Jahr sei bei jeder Art von Verhandlungen, egal wo auf der Welt, nichts herausgekommen außer noch schwereren Bombardierungen der Ukraine, sagte Pistorius in Berlin bei einem Treffen mit seinem britischen Kollegen Wes Streeting. Ein dauerhafter Frieden in Europa sei zudem ohne die Europäer am Verhandlungstisch nicht möglich. Streeting betonte, es könne keine Entscheidung über die Ukraine ohne die Ukraine geben. Noch im November soll es Gespräche voraussichtlich in Abu Dhabi zwischen Russland, der Ukraine und den USA geben.
+++ 18:35 18 Tote bei Luftangriff auf Saporischschja +++
Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach Regierungsangaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram sowie auf der Plattform X mit.
+++ 18:07 AfD lehnt EU- und Nato-Mitgliedschaft für Ukraine ab +++
Die AfD-Außenpolitiker plädieren dafür, dass die Ukraine ein neutraler Staat werden soll. "Die Ukraine darf weder Mitglied der Nato noch der EU werden", heißt es in einem Arbeitspapier, das die Abgeordneten Martin Frohnmaier, Gerold Otten und Stefan Keuter am Montag veröffentlichten. Sie legten zwei Papiere vor - eines zu den Beziehungen zu den USA und eines zu Russland. Die Arbeitspapiere sollten zeigen, dass es den AfD-Außenpolitikern darum gehe, "Partner zu finden und nicht in der deutschen Außenpolitik Gegensätze bei jeder Gelegenheit aufzumachen", sagte Frohnmaier. In dem Papier wird einerseits betont, dass die Eigenstaatlichkeit der Ukraine auch von Russland akzeptiert werden müsse. Andererseits heißt es, dass die Wiedereroberung der von Russland besetzten ukrainischen Gebiete einschließlich der Krim unrealistisch sei. Die Bundesregierung müsse die militärische Unterstützung der Ukraine "so schnell wie möglich" beenden. Die AfD-Politiker lehnen zudem die Zusammenarbeit mit der Ukraine bei der Entwicklung von Waffen ab, die gegen Russland eingesetzt werden. Sie wollen zudem die finanzielle und wirtschaftliche Hilfe für das überfallene Land reduzieren, weil aus Deutschland bereits mehr als 130 Milliarden Euro in die Ukraine geflossen seien.
+++ 17:29 Russische Menschenrechtsbeauftragte: Menschen in Oleschky brauchen weitere Hilfe +++
Nach der Rettung von Menschen aus der von Moskau kontrollierten ukrainischen Frontstadt Oleschky kündigt die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa weitere humanitäre Aktionen an. Es gebe in Oleschky noch viele Menschen, die Hilfe bräuchten, sagt sie nach ihrer Rückkehr nach Moskau. Sie sollten monatlich Hilfslieferungen erhalten. Von den 25 Bussen mit insgesamt 750 Plätzen seien einige leer zurückgekehrt, weil Bewohner trotz der Lebensgefahr entschieden hätten, dort zu bleiben, um etwa Angehörige zu pflegen, sagt Lantratowa.
+++ 16:43 Menschen aus Frontstadt Oleschky befreit: Kiew veröffentlicht keine Zahlen zu Geretteten +++
Die Ukraine wird keine offiziellen Zahlen veröffentlichen, wie viele Bürgerinnen und Bürger aus der eingekesselten Stadt Oleschky im Zuge einer temporären Waffenpause in das von der Ukraine und in das von Russland kontrollierte Gebiet zurückgekehrt sind. Das erklärt Dmytro Lubinez, Menschenrechtsbeauftragter der Werchowna Rada, bei einer Pressekonferenz, wie Ukrinform meldet. Das sei Teil der Vereinbarung mit Russland. "Was wir in Oleschky getan haben, ist meiner Ansicht nach ein potenzieller Mechanismus, den wir auch auf andere Ortschaften anwenden können, in denen unsere Bürger derzeit unter ähnlichen Bedingungen leben. Mit anderen Worten: Die humanitäre Katastrophe beschränkte sich nicht nur auf Oleschky", begründete Lubinez die Entscheidung, warum keine Zahlen veröffentlicht werden.
+++ 16:08 Nato-Übung ausgespäht: Britische Marine fängt russisches Spionageschiff ab +++
Die britische Royal Navy hat vor der Küste Schottlands ein russisches Spionageschiff abgefangen, das NATO-Militärübungen ausspähte. Das berichtet die britische Zeitung "The Telegraph". Die britische Marine teilte demnach mit, dass Hubschrauberbesatzungen das russische Aufklärungsschiff "Viktor Leonov" verfolgt hätten. Das Schiff war vom 29. September bis zum 8. Oktober in der Nähe der Äußeren Hebriden an der Westküste Schottlands unterwegs.
Das Schiff hatte während der Übung "Strike Warrior", an der 2.000 Angehörige der Streitkräfte aus sechs Nato-Mitgliedstaaten beteiligt waren, Nato-Kriegsschiffe ausspioniert.
+++ 15:23 Reisner über "Tunnel-Horror" unter Fluss: "Wir haben wirklich einen unterirdischen Kampf" +++
Unter einem Fluss bei Kupjansk tobt ein Krieg, den kaum jemand sieht: Russen und Ukrainer kriechen durch alte Gasleitungen aufeinander zu, so eng, dass niemand darin stehen kann. Oberst Markus Reisner hat einen Kommandeur getroffen, der dort kämpft. Seine Erzählungen klingen nach einem Horrorfilm.
+++ 15:10 Britische Drohne startet erstmals zur Verfolgung russischer Marine +++
Eine Drohne der britischen Royal Air Force ist erstmals zur Überwachung russischer Kriegsschiffe im Ärmelkanal eingesetzt worden. Die unbewaffnete Drohne verbrachte zwischen Ende September und Mitte Oktober mehr als zehn Stunden mit der Inspektion ausländischer Schiffe, schreibt der britische "Telegraph". Es handelt sich um eins von 16 unbemannten Flugzeugen, die von der Royal Air Force beschafft wurden.
+++ 14:28 Fake-Warnungen vor "Atom-Angriff": Hacker attackieren Warn-Apps in der Ukraine und in Russland +++
In Russland und der Ukraine sind in der vergangenen Nacht Warn-Apps Ziel von Cyberangriffen geworden und gefälschte Meldungen über angeblich bevorstehende Nuklearangriffe verbreitet worden. Zu dem Angriff in der Ukraine bekannte sich eine pro-russische Gruppe, die Urheber der Attacken in Russland blieben zunächst unbekannt. Derweil nahm Russland nach dem Auslaufen der Feuerpause in der Stadt Oleschky laut ukrainischen Angaben die Angriffe auf die Region Cherson wieder auf. Bereits gestern am späten Abend erhielten Millionen Menschen in der Ukraine über die zentrale Luftalarm-App gefälschte Warnungen vor einem "Atom-Angriff", einer "chemischen Bedrohung" oder "Straßenschlachten" in der Hauptstadt Kiew. Die Luftwaffe sprach von einer "feindlichen Beeinträchtigung" der Anwendung und warnte vor Falschinformationen. Die Entwickler deaktivierten die Benachrichtigungen vorübergehend und meldeten heute die Wiederherstellung des Betriebs. Eine pro-russische Gruppe namens Hitcore bekannte sich zu dem Hackerangriff auf das Alarmsystem.
+++ 13:59 Stellvertretender Energieminister: Lage im ukrainischen Energiesystem bleibt schwierig +++
Russland hat den ukrainischen Energiesektor sowie den Öl- und Gassektor 94 Mal gezielt angegriffen, sodass die Lage in dem angegriffenen Land schwierig ist. Das schreibt der Stellvertretenden Energieminister Artem Nekrassow auf Telegram. Demnach gebe es in vielen ukrainischen Gebieten Stromausfälle und Notstromabschaltungen. Am schwierigsten bleibe die Stromversorgung in den Gebieten Dnipropetrowsk und Kiew, da die Energieinfrastruktur in diesen Gebieten durch russische Angriffe massiv beschädigt wurde.
+++ 13:29 Drohnenangriff in Kiew - höchste Alarmstufe ausgerufen +++
Die ukrainische Luftwaffe warnt vor strahlgetriebenen Drohnen, die aus Südosten in Richtung Kiew fliegen. Das ukrainische Portal "The New Voice of Ukraine" schreibt von der höchsten Alarmstufe. Weitere Jet-Drohnen seien auf dem Weg nach Teremky und Zhylyany, erklärt die Luftwaffe auf Telegram.
+++ 12:56 Russland greift Isjum an - mindestens ein Toter und viele Verletzte +++
Bei einem russischen Angriff mit Lenkbomben in der ostukrainischen Stadt Isjum ist ein Mensch gestorben, 14 Menschen sind nach aktuellen Angaben verletzt, schreibt der Leiter der regionalen Militärverwaltung Charkiw, Oleg Sinegubov. Der staatliche Katastrophenschutzdienst meldet, dass die Stadt komplett ohne Strom ist. Es gebe Schäden an Hochspannungsleitungen. Sinegubov zufolge wurde zudem ein fünfstöckiges Wohnhaus getroffen und die ersten drei Stockwerke zerstört. Auch ein weiteres vierstöckiges Wohnhaus wurde demnach direkt getroffen. Insgesamt gebe es Schäden an mindestens 14 Wohnhäusern, zwei Geschäften und sechs Autos. Auch das örtliche Postamt sei in Brand gesetzt worden.
+++ 12:32 Russland greift nach Ende der Waffenruhe "medizinische Einrichtung" in Cherson an +++
Am ersten Tag nach der Waffenruhe in der Region Cherson greifen russische Truppen eine "medizinische Einrichtung" im Zentrum von Cherson mit Drohnen an. Das schreibt der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Cherson auf Telegram, ohne genauere Angaben zur Art des Gebäudes zu machen. Mehrere Fenster und Türen seien beschädigt worden, ersten Erkenntnissen zufolge gab es keine Verletzten. Zudem traf eine russische Drohne ein Auto, schreibt die Stadtverwaltung in Cherson. Dabei seien eine 62-Jährige und ein 73-jähriger Mann verletzt worden.
+++ 11:58 TV-Sender filmt russische Aufrüstung in Oleschky +++
Der britische Fernsehsender Sky News veröffentlicht Aufnahmen, die zeigen wie russische Besatzer in den vergangenen Tagen unter dem Deckmantel der humanitären Waffenruhe schweres Gerät und Munition in die Stadt Oleschky brachten, ihre Stellungen befestigten und einen Truppenwechsel durchführten. Der Sender hatte exklusiven Zugang zu der Drohnenkontrollzentrale der ukrainischen Einheit, die während der zeitlich und örtlich begrenzten Waffenruhe die russischen Truppenbewegungen überwachten.
+++ 11:26 Munz: Putin-Telefonat mit Selenskyj? "Das wird nicht passieren" +++
Aus Russland heißt es, Kreml-Chef Putin sei bereit zu einem direkten Gespräch mit Ukraine-Präsident Selenskyj. ntv-Moskau-Korrespondent Rainer Munz schätzt ein, ob es dazu tatsächlich kommen könnte. Er erklärt außerdem, was hinter der nun beendeten Waffenruhe in Oleschky steckt.
+++ 10:56 Ukraine: Russland setzt neue Drohnen-Version mit 1200 Kilometer Reichweite ein +++
Russische Streitkräfte haben begonnen, eine neue Version der Drohne "Gerbera-2" gegen die Ukraine einzusetzen, berichtet das ukrainische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Demnach wurde die "Gerbera-2" deutlich verbessert und vergrößert. Die neueste Version habe unter anderem einen neuen 63 Liter-Treibstofftank, der eine Reichweite von bis zu 1.200 Kilometern ermöglicht, schreibt das ukrainische Verteidigungsministerium. Dadurch kann Russland diese Drohnen gegen weiter entfernte Ziele einsetzen, laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium theoretisch auch über das Einsatzgebiet der Ukraine hinaus. Zudem liege die Waffenlast der "Gerbera-2" nun deutlich höher. Während die Drohne zuvor kleine Gefechtsköpfe transportieren konnte, kann sie nun bis zu 25 Kilogramm Sprengstoff tragen und damit pro Angriff mehr zerstören. Eine installierte Kamera soll Verteidigungsministerium zufolge zudem Abfangdrohnen erkennen können. Die meisten Komponenten der "Gerbera-2" kommen demnach von chinesischen und US-amerikanischen Herstellern.
+++ 10:22 Russland verliert laut Ukraine außergewöhnlich viele Soldaten innerhalb von 24 Stunden +++
Ukrainischen Angaben zufolge hat Russland innerhalb von 24 Stunden 2500 Soldaten durch Tod oder Verletzungen an der Front verloren. Das ist der größte tägliche Soldatenverlust innerhalb eines Tages seit dem umfassenden russischen Einmarsch in die Ukraine. Zudem setzte die Ukraine eigenen Angaben zufolge unter anderem 936 Drohnen, 46 Artilleriesysteme, 7 Schützenpanzer und ein Luftabwehrsystem außer Gefecht.
+++ 09:52 London und Berlin wollen Militär-Zusammenarbeit auf KI ausweiten +++
Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein britischer Kollege Wes Streeting wollen die militärische Zusammenarbeit der beiden Länder auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz ausweiten. Das kündigt Streeting vor seinem für heute Nachmittag geplanten Treffen mit Pistorius in Berlin in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an. "Durch gemeinsame Erprobung, Entwicklung und letztlich Einführung von KI in unseren Streitkräften werden wir unsere Zusammenarbeit vertiefen und mit jenen Schritt halten, die uns Schaden zufügen wollen", schreibt Streeting darin. Regierungs- und Industrievertreter beider Länder sollen im Frühjahr 2027 zusammenkommen, um die Umsetzung des Vorhabens voranzutreiben. Künstliche Intelligenz spielt auch im militärischen Bereich eine immer größere Rolle. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sieht bereits ein Wettrüsten im Gange.
+++ 09:13 Airbus-Rüstungschef fordert rasche Entscheidung über Eurofighter-Nachfolger +++
Nach dem Scheitern des deutsch-französischen Rüstungsprojekts FCAS dringt Airbus-Rüstungschef Michael Schoellhorn auf eine rasche Entscheidung der Bundesregierung über ein Nachfolgeprogramm. "In Deutschland sollte es eine Entscheidung bis zum Jahresende geben, die auch das Interesse der deutschen Luftfahrtindustrie berücksichtigt", sagt Schoellhorn der Zeitung "Augsburger Allgemeine". Der Bundesrepublik stünden dafür zwei Optionen offen: eine Kooperation mit Schweden oder der Beitritt zu einem Bündnis aus Japan, Italien und Großbritannien (GCAP). Dieses Projekt sei weit fortgeschritten, da Japan wegen der Spannungen mit China Verzögerungen vermeiden wolle, erklärt der Manager.
+++ 08:35 Ukraine: Russland verliert so viele Soldaten in einem Monat wie noch nie +++
Der ukrainische Generalstab berichtet von 54.400 toten und schwerverletzten russischen Soldaten im Oktober. Das sind laut Institute for the Study of War (ISW) so viele monatliche Verluste wie noch nie seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Die Zahl liegt damit zum vierten Monat in Folge bei über 40.000. Gleichzeitig rekrutiere Russland weniger Soldaten als sie verlieren. Das erklärt laut ISW wahrscheinlich den Kurswechsel von Wladimir Putin "hin zu einer neuen Siegesstrategie, die auf dem Einsatz von Langstreckenraketen und düsengetriebenen Drohnenangriffen beruht, um die Ukraine im Winter zur Kapitulation zu zwingen."
+++ 08:13 Ukraine trifft offenbar russische Ölanlage +++
Die Ukraine hat Berichten zufolge eine Ölanlage in der russischen Oblast Samara angegriffen. Die ukrainischen OSINT-Kanäle Supernova+ und Exilenova+ berichten, dass ukrainische Drohnen die Samara Linear Production and Dispatch Station in der Stadt Prosvet rund 835 Kilometer nordöstlich der ukrainischen Grenze angegriffen haben sollen. Von den Kanälen veröffentlichte Aufnahmen von Augenzeugen zeigen Rauch über der Stadt. Die Nasa-Fire-Map zeigt auf dem Gelände der Ölanlage ein aktives Feuer. Das Gelände war in den vergangenen Wochen mehrfach Ziel von ukrainischen Angriffen. Die Anlage ist ein wichtiger Knotenpunkt in der russischen Ölversorgung.
+++ 07:51 Russische Jet-Drohne greift Charkiw an - Verletzte +++
Russland hat bei einem Angriff in der Region Charkiw elf Menschen verletzt, darunter ein dreijähriges Mädchen, schreibt die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw bei Telegram. Der ukrainische Rettungsdienst spricht von zwölf Verletzten. Russland soll nach ersten Erkenntnissen eine strahlgetriebene Angriffsdrohne vom Typ "Geran-3" genutzt haben. Das Dach eines fünfstöckigen Hauses geriet bei dem Angriff in Brand, nach Angaben des Leiters der regionalen Militärverwaltung wurden zudem auch zwei Privathäuser beschädigt, ein Feuer an einem Gewächshaus wurde unter Kontrolle gebracht.
+++ 07:26 Ukraine wirft Russland vor, Waffenruhe zur Stärkung eigener Stellungen genutzt zu haben +++
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine wirft Russland vor, die Waffenruhe in Oleschky für den Ausbau seiner Stellungen genutzt zu haben. Während der Waffenruhe seien russische Einheiten abgelöst, Stellungen befestigt, die Drohnenschutzvorrichtungen ausgeweitet und die Logistik gestärkt worden, schreibt der Generalstab auf Telegram. Auch die Munitionslieferungen seien intensiviert worden. Weitere Details nennt die Ukraine nicht.
+++ 06:50 ISW: Russland verliert an Boden +++
Russische Truppen haben im Oktober den zweiten Monat in Folge Boden eingebüßt und erhebliche Personalverluste erlitten. Das berichtet das Insitute for the Study of War (ISW) in seiner täglichen Analyse des Krieges. Demnach festigten russische Streitkräfte zwar Stellungen und eroberten 139,85 Quadratkilometer, gleichzeitig verloren sie aber 167,14 Quadratkilometer Land an die Ukraine. Nur in den Gebieten Sumy und Saporischschja erzielte Russland Gewinne, in allen anderen Frontabschnitten büßten sie Gebiete ein - auch im Gebiet Donezk.
+++ 06:16 "Hölle entkommen" - Oleschky-Odyssee endet unter Tränen +++
Seit dem 27. Oktober hielt die Waffenruhe im russisch besetzten ukrainischen Ort Oleschky für mehrere Tage. Lebensmittel, Medikamente und Kraftstoff sind dorthin gebracht worden. Wer wollte, konnte den Ort auch verlassen. Einige der Evakuierten sind am Wochenende in der Ukraine angekommen.
+++ 05:43 Bericht: USA dringen auf Wiederaufnahme russischer Gasexporte nach Europa +++
Die USA setzen sich einem Zeitungsbericht zufolge für eine rasche Wiederaufnahme der russischen Erdgasexporte nach Europa über Pipelines durch die Ukraine ein. Dies sei Teil von Gesprächen, um noch vor dem Winter einen Stopp der Angriffe auf die Energieinfrastruktur zu erreichen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsvertreter aus den USA, Europa und der Ukraine.
+++ 04:46 Lettland meldet Verletzung seines Luftraumes +++
Die lettischen Streitkräfte melden eine kurzzeitige Verletzung des Luftraums des Landes. Der Vorfall habe sich nahe der Grenzen zu Belarus und Russland ereignet. Die Bevölkerung in dem Gebiet wurde aufgefordert, zu ihrer Sicherheit in den Häusern zu bleiben. Rund 30 Minuten später hieß es, das unidentifizierte Objekt habe den lettischen Luftraum wieder verlassen, die Bedrohung sei beendet. Immer wieder dringen ukrainische Drohnen in den Luftraum der Nato-Staaten Finnland, Estland, Lettland und Litauen ein. Während die Ukraine russische Ölhäfen an der Ostsee angreift, verfehlen einige ihrer Drohnen ihre Ziele und lösen Sicherheitswarnungen in den Nachbarländern aus. Der Regierung in Kiew zufolge werden ukrainische Drohnen teilweise durch russische Störsender vom Kurs abgebracht.
+++ 03:53 Papst fordert "neue konkrete Initiativen für den Frieden" +++
Papst Leo XIV. ruft die Kriegsparteien in der Ukraine zu mehr Dialogbereitschaft auf. Beim Angelus-Gebet erinnert er an die humanitäre Aktion in der besetzten Stadt Oleschky, bei der diese Woche während einer seltenen Waffenruhe Hunderte Zivilisten in Sicherheit gebracht wurden. Die Zusammenarbeit der Parteien solle "neue konkrete Initiativen für den Frieden" ermöglichen, sagt der Papst.
+++ 02:48 Vergeltung aus Kiew? Russische Behörden melden Cyberangriff auf ihre Warn-App +++
In Russland haben die Behörden eine schwere Cyberattacke auf eine App zur Warnung der Bevölkerung vor Luftangriffen gemeldet. Wie das russische Katastrophenschutzministerium im Onlinedienst Telegram mitteilt, wurde seine Warn-App "Ziel eines massiven Cyberangriffs". Dieser habe es den Hackern ermöglicht, in der Öffentlichkeit "Falschinformationen zu verbreiten". Es werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben. Die Mitteilung erfolgt nur wenige Stunden, nachdem die Ukraine ebenfalls einen Hackerangriff auf ihre Luftalarm-App gemeldet hatte. (Siehe Eintrag um 00:35 Uhr) Ukrainischen Angaben zufolge erschienen in der App Falschmeldungen über eine angebliche Bedrohung durch Strahlung. Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation machte Russland für den Angriff auf die App verantwortlich.
+++ 01:40 Selenskyj knüpft Stopp von Angriffen auf russische Ölanlagen an US-Raketenlieferungen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj knüpft den Stopp ukrainischer Angriffe auf russische Ölanlagen gegenüber den USA an Bedingungen. "Wenn ihr wollt, dass wir keine russischen Raffinerien mehr angreifen, dann darf Russland auch unser Energiesystem nicht mehr angreifen", sagt Selenskyj dem US-Sender Fox News. "Eine andere Möglichkeit wäre: Gebt uns Patriot-Raketen." Selenskyj äußert sich gegenüber dem US-Sender, nachdem er nach eigenen Worten "mehrere verschiedene" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump und dessen Stab zu diesem Thema geführt habe. "Wir haben klargestellt, dass wir nicht untätig bleiben können, nachdem Russland unsere Energieinfrastruktur angegriffen, unsere Menschen getötet und unsere Strom- und Gasversorgung sowie unsere Raffinerien - kurz: alles - attackiert hat", sagt der ukrainische Staatschef in dem Fox News-Interview. Hinsichtlich seiner Forderung zur Lieferung von Luftabwehrraketen vom Typ Patriot fügt Selenskyj hinzu: "Die Finanzierung dafür werden wir sicherstellen, es geht nicht nur um Hilfsgelder."
+++ 00:35 Falscher Atom-Alarm: Ukrainische Warn-App für Luftangriffe wurde gehackt +++
In der Ukraine ist nach Angaben der Luftwaffe die öffentliche Warn-App für Luftangriffe gehackt worden. Die App zeigte kurzzeitig für Kiew und andere Gebiete einen Atom-Alarm an. Diese Anomalie verschwand jedoch später wieder. "Die Luftalarm-App scheint unter feindlichen Einfluss geraten zu sein", teilt die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. "Es besteht keine Strahlungsgefahr! Bleiben Sie ruhig und verfolgen Sie unsere Updates auf unserem Kanal!" Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation macht Russland für den Angriff auf die App verantwortlich.
+++ 23:43 Feuerpause in Stadt Oleschky zu Ende gegangen +++
Die sechstägige Feuerpause in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist zu Ende gegangen. "Die vom 27. Oktober bis zum 1. November geltende Waffenruhe ist beendet", erklärt der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez am Abend. Die Feuerpause sei ein "wichtiger Schritt in unseren gemeinsamen humanitären Bemühungen" gewesen. Er arbeite nun mit der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa an weiteren humanitären Initiativen, erklärt Lubinez.
+++ 22:20 Selenskyj: Bislang keine offizielle Einladung zum G20-Gipfel +++
Die Ukraine hat bislang keine offizielle Einladung zum G20-Gipfel erhalten. Es gebe aber Signale von Unterhändlern, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj im Interview mit CNN Türk. "Rechtlich haben wir keine Einladung erhalten, aber es gab Signale von verschiedenen Unterhändlern", so Selenskyj. Es habe zumindest Hinweise gegeben, dass Trump die Ukraine einladen und sich um ein Kriegsende bemühen werde. Sollte Trump die Ukraine offiziell einladen, werde Kiew das unterstützen.
+++ 21:34 Selenskyj: Bereit zu Treffen mit Putin in der Türkei +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wäre zu einem direkten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in der Türkei bereit. Das erklärt Selenskyj in einem Interview des Senders CNN Türk. Er hatte tags zuvor mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über eine mögliche Vermittlung der Türkei im Ukraine-Konflikt gesprochen. Nach seinen Worten sei auch über die Möglichkeit eines Treffens auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs im Dreierformat gesprochen worden. Wenn die Türkei dies ermöglichen könne, würde die Ukraine es akzeptieren und sich darüber freuen. Später im Interview sagt er auf die Frage, ob er bereit sei, Putin in der Türkei zu treffen: "Ja, wir sind zu einem solchen Treffen bereit."
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen

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