Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 02:06 Bericht über US-Plan: Russland soll wieder Gas nach Europa liefern +++
Europa soll nach einem Vorschlag der US-Regierung wieder in großem Maß Gas aus Russland kaufen. Das berichtet die "New York Times". Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff hätten in Gesprächen mit der Ukraine und EU-Vertretern vorgeschlagen, dass die Pipelines wieder geöffnet werden. Russland würde davon wirtschaftlich profitieren und solle damit zu einem Friedensabkommen bewegt werden, so die "New York Times". Gleichzeitig erhoffe sich die Trump-Regierung einen dämpfenden Effekt auf die Energiepreise in den USA und Europa. Auch weitere wirtschaftliche Deals zwischen den USA und Russland seien Teil des Friedensplans. Die EU hatte sich darauf geeinigt, bis November 2027 vollständig unabhängig von russischem Gas zu werden. Bei EU-Vertretern, insbesondere Kanzler Merz, seien die US-Vorstellungen auf Ablehnung gestoßen, heißt es in dem Bericht.
+++ 23:55 Russland: Fast 200 ukrainische Drohnen über Moskau abgefangen +++
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters fast 200 ukrainische Drohnen abgefangen. Seit Mitternacht (Ortszeit) seien 195 Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt zerstört worden, teilt Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Der Flugbetrieb auf den Moskauer Flughäfen Domodedowo und Wnukowo ist ausgesetzt. Auch in der Nacht zuvor hatten Drohnen für massive Einschränkungen im Flugverkehr gesorgt.
+++ 22:17 Ukraine meldet Angriff auf russische Drohnenfabrik on Rostow +++
Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben ihres Generalstabs eine Produktions- und Lageranlage des russischen Drohnenherstellers Roboavia im Gebiet Rostow angegriffen. Der Angriff habe sich am Freitag gegen einen Standort nahe der Ortschaft Lenina gerichtet, teilt der Generalstab nun mit. Angaben zum Ausmaß möglicher Schäden machte er in dem vorliegenden Bericht nicht. Roboavia stellt nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes unter anderem Aufklärungsdrohnen vom Typ Sarych und Angriffsdrohnen vom Typ Klin her. Das Unternehmen gehört dem Militärinnovationskomplex "Era" an, einem Projekt des russischen Verteidigungsministeriums zur Entwicklung neuer Waffentechnologie.
+++ 21:01 Ukraine wirft russischen Soldaten Tötung von Kriegsgefangenen vor +++
Russische Soldaten haben nach ukrainischen Militärangaben mutmaßlich zwei ukrainische Kriegsgefangene bei Huliaipole getötet. Der Vorfall sei vor wenigen Tagen dokumentiert worden, sagt Maksym Kravchuk, Sprecher der ukrainischen Heeresgruppe Süd, der "Ukrajinska Prawda". Die mutmaßlichen Täter gehörten vermutlich der russischen 38. Separaten Motorisierten Schützenbrigade an. Laut Kravchuk fingen ukrainische Kräfte Funkgespräche ab, in denen unter anderem der Befehl erteilt worden sei, einen Verwundeten zu töten. Anschließend seien die unbewaffneten Gefangenen getötet worden. Das Material sei den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden.
+++ 19:46 Rumänische Armee schießt zwei Drohnen über dem Schwarzen Meer ab +++
Nach mehreren Angriffen auf Schiffe in der Region hat die rumänische Armee nach eigenen Angaben über dem Schwarzen Meer zwei Drohnen abgeschossen. Die Drohnen seien "illegal" in den rumänischen Luftraum eingedrungen, erklärt Verteidigungsminister Radu Miruta. Er machte keine konkreten Angaben dazu, von wem die Drohnen stammten. "Zwei Drohnen wurden vor wenigen Minuten von rumänischen Militärpiloten über dem Schwarzen Meer abgefangen und abgeschossen - kurz nachdem sie illegal in unser Gebiet eingedrungen waren", schreibt Miruta auf Facebook. Beide Drohnen seien von F-16-Kampfjets etwa 20 Kilometer südöstlich der Stadt Sulina abgeschossen worden.
+++ 18:55 Fico: Slowakei und Ungarn verweigern Beteiligung an weiterem Ukraine-Kredit +++
Die Slowakei und Ungarn wollen sich nach Angaben des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nicht an einem möglichen weiteren EU-Kredit für die Ukraine beteiligen. Die Ukraine habe die EU für 2027 um zusätzliche Hilfen in Höhe von 70 Milliarden Euro gebeten sagt Fico der slowakischen Tageszeitung „Denník N“ berichtet. Der ungarische Regierungschef Péter Magyar teile seine ablehnende Haltung. Fico bezeichnete es als „gefährlich“, die Verhandlungen über den künftigen EU-Haushalt mit der Finanzierung der Ukraine zu verknüpfen. Die Slowakei wolle das Land stattdessen etwa durch Bildungsprojekte sowie beim Ausbau von Straßen und Energieverbindungen unterstützen.
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