Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:46 Drei Tote bei russischen Drohnenangriffen +++

17.10.2026, 00:01 Uhr

Russische Drohnen haben am Freitag mindestens drei Menschen in der Ukraine getötet. In Charkiw starben eine 71-jährige Frau und ein 58-jähriger Mann, zwölf weitere Menschen wurden verletzt, wie Gouverneur Oleh Synjehubow mitteilt. In der nordwestlichen Region Wolyn, die an Polen grenzt, wurde bei einem Drohnenangriff auf einen lebensmittelverarbeitenden Betrieb eine Person getötet und acht weitere verletzt, so Gouverneur Roman Romaniuk. Mehr als eine Million Menschen mussten nach Behördenangaben zeitweise ohne Strom ausharren, weil die Energieversorgung in mehreren Gegenden infolge der Angriffe zusammenbrach. Inzwischen seien die Anlagen wieder repariert, heißt es.

+++ 23:53 Selenskyj: Bei Niederlage könnten 20 Millionen Ukrainer fliehen +++

In der Region Wolyn waren am Morgen 370.000 Menschen vorübergehend ohne Strom. Die Drohnenangriffe dauerten den ganzen Tag an und trafen auch ein Zollterminal in der Stadt Kowel, wo etwa zehn Lastwagen ausbrannten. Weitere Angriffe trafen mindestens zwei Einkaufszentren in den Städten Sumy und Riwne, wo nach Angaben der Regionalregierung sieben Menschen verletzt wurden. Große Teile von Riwne und der Umgebung waren nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur ohne Strom.

Sollte die Ukraine im Krieg gegen Russland unterliegen, könnten dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge bis zu 20 Millionen Ukrainer nach Westen fliehen. Russlands Präsident Wladimir Putin werde sich nicht mit dem besetzten Donbas zufrieden geben, sondern die ganze Ukraine beanspruchen, sagt Selenskyj auf dem EU-Gipfel. Danach werde er weitere Länder angreifen.

+++ 23:01 Russland: Beraten über weitere Projekte mit den USA +++

Nach dem kürzlich abgeschlossenen Diesel-Abkommen berät Russland nach eigenen Angaben mit den USA über weitere gemeinsame Projekte. Trotz der US-Sanktionen prüften beide Seiten weitere Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, erklärt der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew auf einer Energiekonferenz in Moskau. Unter anderem würden gemeinsame Projekte im Bereich russischer und US-amerikanischer Rechenzentren erörtert. Dabei gehe es auch um den Einsatz "kleiner Kernkraftwerke", um den steigenden Strombedarf dieser Anlagen zu decken. Derartige Vereinbarungen hatten die USA in der Vergangenheit an ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg gekoppelt. Dmitrijew äußertesich jedoch zuversichtlich, dass sich dies nun ändere. Er gilt als Schlüsselfigur bei den Gesprächen zwischen Russland und den USA über ein Ende des Ukraine-Kriegs.

+++ 22:22 Kreml will "Sicherheitszone" in der Ukraine erschaffen +++

Russland will nach den Worten von Wladimir Putin eine "Sicherheitszone" in der Ukraine entlang der gemeinsamen Grenze schaffen. Diese sei bei künftigen Gesprächen mit Kiew nicht verhandelbar, sagt Putin. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf das Eindringen ukrainischer Truppen in die westrussische Region Kursk. Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge soll die Zone 660 Kilometer lang sein. 70 Prozent davon seien bereits unter russischer Kontrolle.

+++ 21:56 Putin nennt Entwicklung "positiv" und fordert gesamte Region Donezk +++

Wladimir Putin bezeichnet die militärische Entwicklung an der Front in der Ukraine als "positiv" und bekräftigt das Ziel einer vollständigen Eroberung der ostukrainischen Region Donezk. "Insgesamt stelle ich fest, dass die Entwicklung der Einsätze unserer Truppenverbände positiv ist", sagt Putin bei einem Besuch in einem militärischen Kommandozentrum laut vom Kreml verbreiteten Aufnahmen. "Die Offensive der Verbände und Einheiten der Streitkräfte findet entlang der gesamten Frontlinie statt, und das Tempo des Vormarschs hat sich deutlich beschleunigt", erklärt Putin. Auf den Aufnahmen ist der Präsident in Militäruniform zu sehen. "Natürlich bleibt die Befreiung der Volksrepublik Donezk eines der wichtigsten Ziele", sagt Putin. Als "Volksrepublik Donezk" bezeichnet Moskau die ostukrainische Region Donezk. "Etwas mehr als zehn Prozent" der Region seien noch unter ukrainischer Kontrolle, sagt Putin.

+++ 21:20 Trump spricht über Starlink-Ausfälle in der Ukraine +++

US-Präsident Donald Trump hat eine Verantwortung seiner Regierung oder Tech-Unternehmers Elon Musk für den eingeschränkten Zugriff der Ukraine auf das Satelliten-Netzwerk Starlink bestritten. Weder er noch Musk, der Chef des US-Raumfahrtkonzerns SpaceX, zu dem Starlink gehört, seien dafür verantwortlich, dass die Ukraine den vollen Zugriff eingebüßt habe, sagt Trump vor Journalisten am Weißen Haus vor einer Reise in den Bundesstaat Georgia. Eventuelle Einschränkungen beim Zugriff auf das Starshield-System seien nicht von den USA verhängt worden. Trump erklärt zudem, er habe ein gutes Verhältnis zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Allerdings hatte Trump kürzlich den Druck auf Selenskyj erhöht und in einem TV-Interview gesagt, er sei kein großer Fan von ihm. Er finde den Umgang mit Selenskyj schwieriger als mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

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