Panorama

Hangrutsch im CanyonHöhlenforscher auf Sardinien nach mehr als 27 Stunden gerettet

12.10.2026, 19:58 Uhr
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Die Bergungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig. (Foto: Italienische Berg- und Höhlenrettung)

Ein Hangrutsch verschüttet auf Sardinien den Eingang einer Höhle. Darin sitzt ein Forscher in zehn Metern Tiefe fest. Erst nach Stunden können Rettungskräfte den 31-Jährigen bergen.

Ein mehr als 27 Stunden in einer Höhle auf Sardinien eingeschlossener Höhlenforscher ist gerettet worden. Der 31 Jahre alte Italiener wurde von Einsatzkräften der Berg- und Höhlenrettung sowie der Feuerwehr aus den Geröllmassen befreit, wie die Rettungskräfte mitteilten. 

Der Mann saß nach einem Hangrutsch seit Sonntagnachmittag in zehn Metern Tiefe fest. Dieser verschüttete den Eingang zu der Höhle bei Urzulei im Osten der italienischen Mittelmeerinsel. Die Rettungsarbeiten dauerten die ganze vergangene Nacht an und wurden im Laufe des Tages fortgesetzt. Die Einsatzkräfte konnten währenddessen Kontakt zu dem Mann aufnehmen und bestätigen, dass er am Leben und bei Bewusstsein war. Nach seiner Befreiung wurde der Höhlenforscher an die Oberfläche gebracht und von medizinischem Personal stabilisiert. Er sollte anschließend mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, um dort untersucht und weiter behandelt zu werden.

Die Bergungsarbeiten gestalten sich nach Angaben der Rettungskräfte äußerst schwierig. Mehr als 30 Einsatzkräfte der Berg- und Höhlenrettung arbeiteten mit Unterstützung der Feuerwehr daran, das Material, das den Höhleneingang versperrte, von Hand zu entfernen. Auf Bildern des Nationalen Höhlenforschungs-Rettungskorps sind Rettungskräfte zu sehen, die in kleinen Eimern Steine und Geröll aus dem Unglücksbereich abtransportierten.

Die Höhle liegt im tiefsten Canyon Italiens und einer der tiefsten Felsschluchten ganz Europa. Dort befinden sich mehrere kleineren Karsthöhlen, in touristischen Wanderungen können verschiedene Touren begangen werden. Die schwersten sind nur für Profis mit alpiner Kletterausrüstung freigegeben.  

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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