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Makabere Social-Media-Challenge? Erneut Messerangriff an Schule in Polen - eine Tote  

08.10.2026, 17:34 Uhr
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Bei einem Angriff in einer Schule in Leszczydol-Nowiny in Polen ist eine Frau ums Leben gekommen, weitere Menschen wurden verletzt. (Foto: picture alliance/dpa/PAP)

Erst am Mittwoch werden bei einer Messerattacke an einer Berufsschule in Polen neun Menschen verletzt. Einen Tag später folgt nur 55 Kilometer entfernt ein weiterer Angriff. Die Polizei prüft nun, ob eine Challenge in sozialen Medien dahinterstecken könnte.

Bei einem Angriff in einer Schule in Polen ist eine Frau ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Der 15-jährige Angreifer wurde von Polizisten überwältigt, wie Innenminister Marcin Kierwinski sagte. Demnach handelt es sich um einen ehemaligen Schüler der Grundschule. Der Vorfall ereignete sich in dem Ort Leszczydol-Nowiny etwa 70 Kilometer nordöstlich von Warschau.

Der 15-Jährige habe am Morgen die Schule betreten und die Hausmeisterin und eine Lehrerin angegriffen, sagte eine Sprecherin der örtlichen Polizei dem Portal Onet.pl. Der Schuldirektor habe den Lärm gehört und sei daraufhin aus seinem Büro gekommen, um den Angreifer außer Gefecht zu setzen. Auch er wurde verletzt. Rettungskräfte versuchten, die 37 Jahre alte Hausmeisterin vor Ort wiederzubeleben. Sie erlag jedoch ihren Verletzungen.

Regierungschef Donald Tusk sagte, der Angreifer habe einen Helm mit einer darauf befestigten Kamera getragen. "Es war seine Absicht, die Messer-Aktion zu filmen." Nach Angaben einer Polizeisprecherin prüft die Abteilung für Cyberkriminalität, ob es derzeit eine Challenge in sozialen Medien gebe, die Jugendliche zu derartigen Angriffen animiere.

Zweiter Angriff innerhalb von zwei Tagen

Denn in Polen war dies bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb kurzer Zeit: Erst am Vortag waren bei einer Messerattacke an einer Berufsschule in Ostroleka, nur knapp 55 Kilometer von Leszczydol-Nowiny entfernt, neun Menschen verletzt worden, davon zwei schwer. Der mutmaßliche Täter, ein 19-Jähriger, wurde festgenommen.

Nach Augenzeugenberichten soll der junge Mann ein Messer in der Hand gehalten und Menschen angegriffen haben. Einige Schüler hätten sich in den Klassenzimmern verbarrikadiert. Nach dem Angriff habe der Täter das Schulgelände verlassen und auf der Flucht zwei unbeteiligte Passanten verletzt, hieß es.

Zum möglichen Motiv des Täters wird noch ermittelt. Der Verdächtige verletzte sich auch selbst und wird medizinisch versorgt. Die Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf das Polizeipräsidium der Woiwodschaft, dass der junge Mann selbst Schüler an der Berufsschule sei.

Der mutmaßliche Täter sei polnischer Staatsbürger, sagte der Woiwode von Masowien, Mariusz Frankowski, nach einer Krisensitzung. Der Schüler sei wegen Drogenbesitzes polizeibekannt gewesen. Es habe sich indes um eine geringe Menge der Substanz gehandelt und es sei bei einem Einzelfall geblieben. Das Verfahren sei seines Wissens eingestellt worden.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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