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Erschwerte FBI-ErmittlungenMeghans Vater soll nun in Demenz-Pflegeheim leben

02.11.2026, 19:47 Uhr
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Hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter: Thomas Markle. (Foto: picture alliance/dpa/Alaska TV/Channel 5)

Gegen Meghans Vater Thomas Markle laufen Ermittlungen wegen schwerer Anschuldigungen. Nun soll der 82-Jährige in eine Pflegeeinrichtung für Menschen mit Demenzerkrankungen verlegt worden sein. Sein Gesundheitszustand könnte Auswirkungen auf die Ermittlungen haben.

Neue Entwicklungen im Fall von Thomas Markle: Der Vater von Herzogin Meghan soll in eine Pflegeeinrichtung für Menschen mit Demenzerkrankungen verlegt worden sein. Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, wurde der 82-Jährige am Freitag in ein entsprechendes Heim in Florida gebracht. Der Umzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem gegen Markle wegen des Verdachts auf Sexualstraftaten ermittelt wird.

Die Einrichtung ist auf die Betreuung von Menschen mit Gedächtnisstörungen spezialisiert. Ob bei Markle tatsächlich eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde, ist bislang nicht bestätigt. Eine solche Diagnose könnte allerdings Auswirkungen auf die laufenden Ermittlungen haben.

Das FBI befasst sich mit schweren Anschuldigungen gegen den früheren Lichttechniker. Auslöser waren Angaben seines Sohnes Thomas Markle Jr., der behauptet, im ehemaligen Haus seines Vaters auf den Philippinen Lagerboxen mit zahlreichen Darstellungen mutmaßlichen sexuellen Kindesmissbrauchs entdeckt zu haben.

Weiteres belastendes Material gefunden

Vergangene Woche soll zudem weiteres verdächtiges Material in einem Lagerraum gefunden worden sein, den Markle Sr. angeblich im mexikanischen Rosarito angemietet hatte. Der 82-Jährige bestreitet die Vorwürfe entschieden und bezeichnet die Anschuldigungen als "Lügen".

Markle hatte bereits im Frühjahr eine Reha-Einrichtung in Florida bezogen. Zuvor war ihm infolge einer Erkrankung ein Bein amputiert worden. Medienberichten zufolge gilt eine Auslieferung auf die Philippinen deshalb als unwahrscheinlich. Sollte bei ihm darüber hinaus eine Demenzerkrankung mit entsprechenden kognitiven Einschränkungen festgestellt werden, könnte dies auch für die Ermittler in den USA zusätzliche rechtliche Fragen aufwerfen, etwa hinsichtlich seiner Fähigkeit, an einer Befragung teilzunehmen.

Ob und in welchem Umfang sich sein Gesundheitszustand tatsächlich auf das Verfahren auswirkt, ist derzeit offen.

Unterdessen rückt auch der Umgang britischer Behörden mit früheren Anschuldigungen gegen Markle in den Fokus. Wie die "Times" berichtet, hat Scotland Yard bestätigt, dass Informationen über einen Brief aus dem Januar 2019 an das FBI weitergegeben werden sollen. Verfasst hatte das Schreiben Roslyn Loveless, Markles erste Ehefrau. Darin soll sie ebenfalls Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen ihren früheren Mann erhoben haben.

Meghan wollte Vorwürfe offenbar 2019 öffentlich machen

Auch Meghan erhielt den Brief damals. Die Herzogin, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater hat, soll die Anschuldigungen bereits zu diesem Zeitpunkt öffentlich machen wollen. Ein Beamter der für den Schutz der königlichen Familie zuständigen Einheit der Metropolitan Police habe ihr jedoch davon abgeraten. "Überlassen Sie das uns, wir werden die Sache untersuchen", soll er Meghan gesagt haben. Die Herzogin stand damals wegen des Kontaktabbruchs zu ihrem Vater immer wieder in der Kritik.

Inzwischen versuchen die britischen Behörden offenbar, den damaligen Beamten zu identifizieren und ausfindig zu machen. Nach Informationen der "Times" waren weder ranghohe Mitarbeiter des Königshauses noch die damalige Chefin der Metropolitan Police, Cressida Dick, und ihr Stellvertreter über den Inhalt des Briefes informiert worden.

Eine Quelle behauptete gegenüber der Zeitung, der zuständige Beamte habe die Tragweite der Anschuldigungen nicht erkannt und das Schreiben deshalb nicht an seine Vorgesetzten weitergeleitet. Ob die damaligen Hinweise tatsächlich untersucht wurden und weshalb sie offenbar nicht innerhalb der Behörden weitergegeben wurden, ist Gegenstand weiterer Nachforschungen.

"Erschütternder, als man es sich vorstellen könnte"

Ende Oktober hatte sich Meghan erstmals öffentlich zu den neuen Vorwürfen gegen ihren Vater geäußert. In einer Stellungnahme gegenüber dem US-Magazin "People" zeigte sie sich tief betroffen. "Die Nachrichten, die in den vergangenen 24 Stunden ans Licht gekommen sind, erschüttern mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei allen Kindern, die möglicherweise zu Schaden gekommen sind." Zugleich erklärte sie, weshalb sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen und ihn auch von ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) ferngehalten habe.

"Ich hoffe, dass nun verstanden wird, dass es trotz der verzerrten Darstellungen in einigen Medien über die Jahre hinweg nur einen Grund für meine Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung gab, ihm keinen Kontakt zu unseren Kindern zu ermöglichen: ihren Schutz", sagte Meghan. Sie habe darauf vertraut, dass die Behörden auch andere Familien schützen würden.

"Auch wenn das Ausmaß dessen, was nun ans Licht gekommen ist, erschütternder ist, als man es sich jemals vorstellen könnte, hoffe ich aufrichtig, dass der Gerechtigkeit vollständig Genüge getan wird und die Sicherheit und der Schutz unschuldiger Kinder weiterhin oberste Priorität haben", erklärte die Herzogin weiter.

Meghan ist das einzige gemeinsame Kind von Thomas Markle Sr. und Doria Ragland. Aus seiner ersten Ehe mit Roslyn Loveless stammen ihre beiden Halbgeschwister Thomas Jr. und Samantha. Für Markle gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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