Vergewaltigung und NötigungKaty Perrys Ex Russell Brand schuldig gesprochen

Die Vorwürfe gegen Russell Brand wiegen schwer und reichen von Vergewaltigung über Belästigung bis hin zur sexuellen Nötigung. Vor Gericht bestreitet der Komiker und Ex-Mann von Popstar Katy Perry jegliches Fehlverhalten - vergebens.
Der britische Schauspieler und Comedian Russell Brand ist in einem Prozess um sexuelle Gewalt in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen im Londoner Southwark Crown Court befanden den 51-Jährigen der Vergewaltigung in einem Fall und der sexuellen Nötigung in drei Fällen für schuldig. Vom Vorwurf der Vergewaltigung in zwei weiteren Fällen sowie eines versuchten sexuellen Übergriffs wurde er dagegen freigesprochen.
Wie die britische "Daily Mail" berichtet, die den Prozess im Gerichtssaal verfolgt hat, schloss Brand seine Augen, als er das Urteil der Geschworenenjury vernahm. Diese hatte sich zuvor zu einer achteinhalbstündigen Beratung zurückgezogen. Im Falle der Brand nun zugeschriebenen Vergewaltigung handelt es sich um eine damals 21-Jährige, die er 2009 nach einem Auftritt kennengelernt hatte. Die junge Frau soll damals sein Fan gewesen sein.
Brands Frau Laura Gallacher, die ihm während des Prozesses zur Seite gestanden hatte, brach laut "Daily Mail" in Tränen aus. Ein Betreuer habe ihr auf der Zuschauertribüne die Hand gehalten. Bevor die Geschworenen das Wort ergriffen, soll Brand zu ihr geblickt und gesagt haben: "Laura, ich liebe dich."
"Erhebliche Freiheitsstrafe"
Der zuständige Richter Joel Bennathan sagte der Zeitung zufolge zu Brand: "Sie wurden wegen einer Reihe von Straftaten, darunter Vergewaltigung, verurteilt. Die Folge davon ist unweigerlich eine erhebliche Freiheitsstrafe." Der Komiker komme deshalb jetzt in Untersuchungshaft.
Brand hatte sich seit Wochen vor dem Gericht in London verantworten müssen. Er war wegen Vergewaltigung, Belästigung und sexueller Nötigung in sieben Fällen angeklagt. Insgesamt sechs Frauen hatten Vorwürfe gegen ihn erhoben.
Die Staatsanwaltschaft bezeichnete Brand vor Gericht als "skrupellos" und "manipulativ". Der Schauspieler gab zwar zu, von Sex besessen gewesen zu sein. Die Anschuldigungen wies er dennoch samt und sonders zurück. Er bestand darauf, dass seine sexuellen Kontakte stets einvernehmlich gewesen seien.
In Großbritannien wird die Frage der Schuld häufig von Geschworenen beurteilt. Das Strafmaß wird dagegen erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.